Benutzer-Werkzeuge

Webseiten-Werkzeuge


brachyzephalie

Unterschiede

Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen angezeigt.

Link zu dieser Vergleichsansicht

Beide Seiten der vorigen RevisionVorhergehende Überarbeitung
brachyzephalie [2026/02/06 21:00] andreasbrachyzephalie [2026/02/06 21:15] (aktuell) andreas
Zeile 39: Zeile 39:
 In der erwähnten Arbeit von Böhmer und Böhmer, 2017((Böhmer, C., & Böhmer, E. 2017. Shape variation in the craniomandibular system and prevalence of dental problems in domestic rabbits: a case study in evolutionary veterinary science. Veterinary sciences, 4(1), 5. https://doi.org/10.3390/vetsci4010005)) wurden die Schädel von 12 Wildkaninchen und 12 Hauskaninchen unbekannter Rasse miteinander verglichen - Widderkaninchen (//Lop-breed//) wurden in der gesamten Arbeit nicht erwähnt. In Bezug auf kurze Köpfe wurde von Böhmer, 2017 angemerkt: //"In accordance with the breeding for "cuteness" (concept of baby schema, "[[kindchenschema|Kindchenschema"]]), the present analysis reveals that the skull shape is generally more quadratic in domestic rabbits, whereas wild rabbits tend to have a long and flat skull."// Die Feststellung ist etwas widersprüchlich, weil Kaninchen nicht generell wegen eines "baby schema, "Kindchenschema" gezüchtet wurden, sondern ursprünglich als Nutztiere (Fleisch, Fell). Zudem fehlt eine Rassezuordnung in der Arbeit. Die Rassezuchtkaninchen von früher existieren heute noch, Tiere mit extremen Ausprägungen eines Phänotyps stammen in der Regel aus unkontrollierten Vermehrungs- oder Hobbyzuchten. Weiter hieß es in der Arbeit: //"On the one hand, selective breeding for extremely short crania in dwarf rabbits is sometimes accompanied with the occurrence of extremely short skulls (brachygnathic rabbits with a shorter maxillary diastema and secondary congenital incisor malocclusion). On the other hand, it has been proven that diet has a significant influence on skull morphology as well (phenotypic plasticity)."//((Böhmer, C., & Böhmer, E. 2017. Shape variation in the craniomandibular system and prevalence of dental problems in domestic rabbits: a case study in evolutionary veterinary science. Veterinary sciences, 4(1), 5. https://doi.org/10.3390/vetsci4010005)) Die Zucht auf kurze Schädel hat beim Kaninchen nichts mit der [[krankheiten:zahnfehler#Angeborene Zahnfehler|Brachygnathia superior]] zu tun, weil kein genetischer Link bzw. eine Verknüpfung zwischen "Brachycephalie" und "Brachygnathia" gibt. Die "Brachygnathia" verursacht eine Verkürzung des Diastemas, woraus eine Verkürzung des Schädels folgt.((Fox, R. R. & Crary, D. D. 1971. Mandibular Prognathism in the Rabbit: Genetic studies. Journal of Heredity, 62(1), 23-27.))((Fox, R. R. 1994. Taxonomy and Genetics. In: Manning, P. J.; Ringler, D. H. & Newcomer, C. E. (Eds): The Biology of the Laboratory Rabbit. 2nd. Ed. San Diego : Academic Press. ISBN: 0124692354. S. 1-26.)) In der angeführten Arbeit von Suchalla, 1943((Suchalla, H. 1943. Variabilität und Erblichkeit von Schädelmerkmalen bei Zwerg-und Riesenrassen; dargestellt an Hermelin-und Widderkaninchen. Zeitschrift für Morphologie und Anthropologie, (H. 2/3), 274-333.)) wurden Ergebnisse der Arbeit auszugsweise folgendermaßen zusammengefasst: //"Innerhalb der Familie der Leporiden herrscht das Prinzip gleicher kraniologischer Unterschiede zwischen Arten und Rassen. Charakteristische Hermelinschädelformen resultieren aus einem Symptomenkomplex, dessen Einzelwirkungen auf Zwergwuchs- und Kraniosynostose-Faktoren zurückgeführt werden. Widderschädel zeichnen sich durch eine relativ einheitliche Formgebung aus. Die Sagittalumrissformen beider Rassen werden in der Bastardierung kombiniert bzw. gesprengt. Komplexe Vererbung einerseits und Spaltung sagittaler Umrissformen andererseits dürfte die wahrscheinlichste der morphologischen Befunde an Bastardschädelumrissen sein."// In der erwähnten Arbeit von Böhmer und Böhmer, 2017((Böhmer, C., & Böhmer, E. 2017. Shape variation in the craniomandibular system and prevalence of dental problems in domestic rabbits: a case study in evolutionary veterinary science. Veterinary sciences, 4(1), 5. https://doi.org/10.3390/vetsci4010005)) wurden die Schädel von 12 Wildkaninchen und 12 Hauskaninchen unbekannter Rasse miteinander verglichen - Widderkaninchen (//Lop-breed//) wurden in der gesamten Arbeit nicht erwähnt. In Bezug auf kurze Köpfe wurde von Böhmer, 2017 angemerkt: //"In accordance with the breeding for "cuteness" (concept of baby schema, "[[kindchenschema|Kindchenschema"]]), the present analysis reveals that the skull shape is generally more quadratic in domestic rabbits, whereas wild rabbits tend to have a long and flat skull."// Die Feststellung ist etwas widersprüchlich, weil Kaninchen nicht generell wegen eines "baby schema, "Kindchenschema" gezüchtet wurden, sondern ursprünglich als Nutztiere (Fleisch, Fell). Zudem fehlt eine Rassezuordnung in der Arbeit. Die Rassezuchtkaninchen von früher existieren heute noch, Tiere mit extremen Ausprägungen eines Phänotyps stammen in der Regel aus unkontrollierten Vermehrungs- oder Hobbyzuchten. Weiter hieß es in der Arbeit: //"On the one hand, selective breeding for extremely short crania in dwarf rabbits is sometimes accompanied with the occurrence of extremely short skulls (brachygnathic rabbits with a shorter maxillary diastema and secondary congenital incisor malocclusion). On the other hand, it has been proven that diet has a significant influence on skull morphology as well (phenotypic plasticity)."//((Böhmer, C., & Böhmer, E. 2017. Shape variation in the craniomandibular system and prevalence of dental problems in domestic rabbits: a case study in evolutionary veterinary science. Veterinary sciences, 4(1), 5. https://doi.org/10.3390/vetsci4010005)) Die Zucht auf kurze Schädel hat beim Kaninchen nichts mit der [[krankheiten:zahnfehler#Angeborene Zahnfehler|Brachygnathia superior]] zu tun, weil kein genetischer Link bzw. eine Verknüpfung zwischen "Brachycephalie" und "Brachygnathia" gibt. Die "Brachygnathia" verursacht eine Verkürzung des Diastemas, woraus eine Verkürzung des Schädels folgt.((Fox, R. R. & Crary, D. D. 1971. Mandibular Prognathism in the Rabbit: Genetic studies. Journal of Heredity, 62(1), 23-27.))((Fox, R. R. 1994. Taxonomy and Genetics. In: Manning, P. J.; Ringler, D. H. & Newcomer, C. E. (Eds): The Biology of the Laboratory Rabbit. 2nd. Ed. San Diego : Academic Press. ISBN: 0124692354. S. 1-26.)) In der angeführten Arbeit von Suchalla, 1943((Suchalla, H. 1943. Variabilität und Erblichkeit von Schädelmerkmalen bei Zwerg-und Riesenrassen; dargestellt an Hermelin-und Widderkaninchen. Zeitschrift für Morphologie und Anthropologie, (H. 2/3), 274-333.)) wurden Ergebnisse der Arbeit auszugsweise folgendermaßen zusammengefasst: //"Innerhalb der Familie der Leporiden herrscht das Prinzip gleicher kraniologischer Unterschiede zwischen Arten und Rassen. Charakteristische Hermelinschädelformen resultieren aus einem Symptomenkomplex, dessen Einzelwirkungen auf Zwergwuchs- und Kraniosynostose-Faktoren zurückgeführt werden. Widderschädel zeichnen sich durch eine relativ einheitliche Formgebung aus. Die Sagittalumrissformen beider Rassen werden in der Bastardierung kombiniert bzw. gesprengt. Komplexe Vererbung einerseits und Spaltung sagittaler Umrissformen andererseits dürfte die wahrscheinlichste der morphologischen Befunde an Bastardschädelumrissen sein."//
  
-Nach Geiger et al., 2021((Geiger, M., Schoenebeck, J. J., Schneider, R. A., Schmidt, M. J., Fischer, M. S., & Sánchez-Villagra, M. R. 2021. Exceptional changes in skeletal anatomy under domestication: The case of brachycephaly. Integrative Organismal Biology, 3(1), obab023. https://doi.org/10.1093/iob/obab023)) gelten drei Glires-Arten als alte Haustiere: die Hausmaus (//Mus musculus//; Linnaeus, 1758 f. domestica), das Meerschweinchen (//Cavia aperea//; Erxleben, 1777 f. porcellus) und das Kaninchen (//Oryctolagus cuniculus//; Linnaeus, 1758 f. domestica). Nur bei bestimmten Stämmen, Varietäten und Rassen von Kaninchen sei ein verlängerter Unterkiefer eine relativ häufig auftretende Fehlbildung, die zu Zahnfehlstellungen führt, während dieser Zustand bei Meerschweinchen gelegentlich aufzutreten scheint (der "verlängerte Unterkiefer ist nicht korrekt, weil tatsächlich der Oberkiefer auf Grund eines verzögerten Wachstums verkürzt ist). Die kleinsten unter den Hauskaninchenrassen wiesen eine kurze Schnauze im Verhältnis zum Hirngehäuse auf und könnten **wahrscheinlich** aufgrund ihrer im Vergleich zu größeren Formen relativ kurzen Schnauze als "brachyzephal" eingestuft werden, während das Hirngehäuse proportional zur Größe wächst ("allometrische Brachyzephalie"). Zu beachten sei, dass es **keine** Studie gibt, die diesen Zwergrassen explizit den Begriff "brachyzephal" zuordnet: //"Note that there has been no study explicitly assigning the term “brachycephalic” to these dwarf breeds."//. Eine insgesamt relativ kurze Schnauze unterscheidet sich von der "[[krankheiten:zahnfehler#Angeborene Zahnfehler|Brachygnathia]]", d. h. einer überproportionalen Verkürzung des Oberkiefers im Verhältnis zum Unterkiefer, die allgemein als Pathologie bei Hauskaninchen angesehen werde und **kein anerkanntes Merkmal einer Kaninchenrasse** ist. Allerdings würden hauptsächlich (aber nicht ausschließlich) "Zwergkaninchen" mit weniger als 1,5 kg Körpergewicht und etwa 3,5 cm Ohrlänge als anfällig für //Brachygnathia superior// beschrieben, die als Synonym für "Brachyzephalie" angesehen werde. Zu den Zwergkaninchenrassen gehörten z. B. Polnische und Niederländische Zwergkaninchen. Eine überproportionale Verkürzung des Oberkiefers wurde jedoch auch bei einigen Stämmen verschiedener (nicht nur Zwerg-) Kaninchenrassen im Labor festgestellt. Obwohl gezeigt wurde, dass der Winkel zwischen Gesicht und Hirnschale bei Hauskaninchen variabel ist, zeichneten sich Kaninchen im Allgemeinen durch "Klinorhynchie" aus und dem Wissen der Autoren nach wurden "Airorhynchy" oder "Katantognathie" bei keiner Kaninchenart oder -rasse berichtet. In einer Liste alter domestizierter Arten, bei denen Rassen/Varietäten mit stark verkürzter Schnauze bekannt sei und bei denen ein solcher Phänotyp nicht nur gelegentlich auftrete, wurden folgende folgende Zwergkaninchenrassen aufgeführt:+Nach Geiger et al., 2021((Geiger, M., Schoenebeck, J. J., Schneider, R. A., Schmidt, M. J., Fischer, M. S., & Sánchez-Villagra, M. R. 2021. Exceptional changes in skeletal anatomy under domestication: The case of brachycephaly. Integrative Organismal Biology, 3(1), obab023. https://doi.org/10.1093/iob/obab023)) gelten drei Glires-Arten als alte Haustiere: die Hausmaus (//Mus musculus//; Linnaeus, 1758 f. domestica), das Meerschweinchen (//Cavia aperea//; Erxleben, 1777 f. porcellus) und das Kaninchen (//Oryctolagus cuniculus//; Linnaeus, 1758 f. domestica). Nur bei bestimmten Stämmen, Varietäten und Rassen von Kaninchen sei ein verlängerter Unterkiefer eine relativ häufig auftretende Fehlbildung, die zu Zahnfehlstellungen führt, während dieser Zustand bei Meerschweinchen gelegentlich aufzutreten scheint (der "verlängerte Unterkiefer ist nicht korrekt, weil tatsächlich der Oberkiefer auf Grund eines verzögerten Wachstums verkürzt ist). Die kleinsten unter den Hauskaninchenrassen wiesen eine kurze Schnauze im Verhältnis zum Hirngehäuse auf und könnten **wahrscheinlich** aufgrund ihrer im Vergleich zu größeren Formen relativ kurzen Schnauze als "brachyzephal" eingestuft werden, während das Hirngehäuse proportional zur Größe wächst ("allometrische Brachyzephalie"). Zu beachten sei, dass es **keine** Studie gibt, die diesen Zwergrassen explizit den Begriff "brachyzephal" zuordnet: //"Note that there has been no study explicitly assigning the term “brachycephalic” to these dwarf breeds."//. Eine insgesamt relativ kurze Schnauze unterscheidet sich von der "[[krankheiten:zahnfehler#Angeborene Zahnfehler|Brachygnathia]]", d. h. einer überproportionalen Verkürzung des Oberkiefers im Verhältnis zum Unterkiefer, die allgemein als Pathologie bei Hauskaninchen angesehen werde und **kein anerkanntes Merkmal einer Kaninchenrasse** ist. Allerdings würden hauptsächlich (aber nicht ausschließlich) "[[:hauskaninchen:zwergkaninchen|Zwergkaninchen]]" mit weniger als 1,5 kg Körpergewicht und etwa 3,5 cm Ohrlänge als anfällig für //Brachygnathia superior// beschrieben, die als Synonym für "Brachyzephalie" angesehen werde. Zu den Zwergkaninchenrassen gehörten z. B. Polnische und Niederländische Zwergkaninchen. Eine überproportionale Verkürzung des Oberkiefers wurde jedoch auch bei einigen Stämmen verschiedener (nicht nur Zwerg-) Kaninchenrassen im Labor festgestellt. Obwohl gezeigt wurde, dass der Winkel zwischen Gesicht und Hirnschale bei Hauskaninchen variabel ist, zeichneten sich Kaninchen im Allgemeinen durch "Klinorhynchie" aus und dem Wissen der Autoren nach wurden "Airorhynchy" oder "Katantognathie" bei keiner Kaninchenart oder -rasse berichtet. In einer Liste alter domestizierter Arten, bei denen Rassen/Varietäten mit stark verkürzter Schnauze bekannt sei und bei denen ein solcher Phänotyp nicht nur gelegentlich auftrete, wurden folgende folgende Zwergkaninchenrassen aufgeführt:
   * //Polish// (Hermelin) \\    * //Polish// (Hermelin) \\ 
   * //Netherland Dwarf// \\    * //Netherland Dwarf// \\ 
   * //“Dwarf Rex”// (Rexzwerg)\\    * //“Dwarf Rex”// (Rexzwerg)\\ 
   * //“Dwarf fox”// (Fuchszwerg).\\    * //“Dwarf fox”// (Fuchszwerg).\\ 
 +
 +(Anmerkung: als typische Zwergkaninchen gelten solche mit einem Körpergewicht von weniger als 1,00 kg((Carneiro, M., Hu, D., Archer, J., Feng, C., Afonso, S., Chen, C., ... & Andersson, L. (2017). Dwarfism and altered craniofacial development in rabbits is caused by a 12.1 kb deletion at the HMGA2 locus. Genetics, 205(2), 955-965. https://doi.org/10.1534/genetics.116.196667)).)
  
 Anhand der Vermessungen von CT-Aufnahmen einer Stichprobe von Wildkaninchen und Rassekaninchen ("Klein Chinchilla", "Hermelin", "Schwarzloh", "Holländer", "Russe" und "Angora") wurde von Geiger et al., 2022((Geiger, M., Sánchez‐Villagra, M. R., & Sherratt, E. 2022. Cranial shape variation in domestication: A pilot study on the case of rabbits. Journal of Experimental Zoology Part B: Molecular and Developmental Evolution, 338(8), 532-541.)) festgestellt, dass bei den Hauskaninchen die Abmessungen des Gehirns bei kleinen Kaninchen überproportional groß waren, während die Gesichtslänge proportional zur Körpergröße skalierte. Dieses Muster war besonders auffällig bei der kleinsten der untersuchten Rassen, den Hermelin-Kaninchen. Dieses Skalierungsmuster würde zu ähnlichen Veränderungen der Schädelproportionen beitragen, wie sie bereits beschrieben wurden((Fiorello, C. V., & German, R. Z. 1997. Heterochrony within species: craniofacial growth in giant, standard, and dwarf rabbits. Evolution, 51(1), 250-261.)). Obwohl diese Skalierungsbeziehungen bei kleinen Hauskaninchen zu relativ kurzen Hirnschädeln führen (und damit zu einem Muster, das als "allometrische" Brachyzephalie beschrieben werden könnte), scheint dies lediglich das Ergebnis einer negativ allometrischen Skalierung des Hirnschädels zu sein.((Geiger, M., Schoenebeck, J. J., Schneider, R. A., Schmidt, M. J., Fischer, M. S., & Sánchez-Villagra, M. R. 2021. Exceptional changes in skeletal anatomy under domestication: The case of brachycephaly. Integrative Organismal Biology, 3(1), obab023. https://doi.org/10.1093/iob/obab023))\\  Anhand der Vermessungen von CT-Aufnahmen einer Stichprobe von Wildkaninchen und Rassekaninchen ("Klein Chinchilla", "Hermelin", "Schwarzloh", "Holländer", "Russe" und "Angora") wurde von Geiger et al., 2022((Geiger, M., Sánchez‐Villagra, M. R., & Sherratt, E. 2022. Cranial shape variation in domestication: A pilot study on the case of rabbits. Journal of Experimental Zoology Part B: Molecular and Developmental Evolution, 338(8), 532-541.)) festgestellt, dass bei den Hauskaninchen die Abmessungen des Gehirns bei kleinen Kaninchen überproportional groß waren, während die Gesichtslänge proportional zur Körpergröße skalierte. Dieses Muster war besonders auffällig bei der kleinsten der untersuchten Rassen, den Hermelin-Kaninchen. Dieses Skalierungsmuster würde zu ähnlichen Veränderungen der Schädelproportionen beitragen, wie sie bereits beschrieben wurden((Fiorello, C. V., & German, R. Z. 1997. Heterochrony within species: craniofacial growth in giant, standard, and dwarf rabbits. Evolution, 51(1), 250-261.)). Obwohl diese Skalierungsbeziehungen bei kleinen Hauskaninchen zu relativ kurzen Hirnschädeln führen (und damit zu einem Muster, das als "allometrische" Brachyzephalie beschrieben werden könnte), scheint dies lediglich das Ergebnis einer negativ allometrischen Skalierung des Hirnschädels zu sein.((Geiger, M., Schoenebeck, J. J., Schneider, R. A., Schmidt, M. J., Fischer, M. S., & Sánchez-Villagra, M. R. 2021. Exceptional changes in skeletal anatomy under domestication: The case of brachycephaly. Integrative Organismal Biology, 3(1), obab023. https://doi.org/10.1093/iob/obab023))\\ 
brachyzephalie.1770408009.txt.gz · Zuletzt geändert: von andreas

Donate Powered by PHP Valid HTML5 Valid CSS Driven by DokuWiki