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fuetterung:geschichte

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fuetterung:geschichte [2026/06/29 23:15] kathrinfuetterung:geschichte [2026/08/25 23:52] (aktuell) – [20. Jahrhundert] kathrin
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 (Schwarztrauber, 1940) beschrieb die Situation im Ersten Weltkrieg 1914 - 1918, als Scharen von Kindern auf Grünmärkten Jagd auf Abfälle machten und alles erreichbare Grünfutter aus Gärten, von Bahndämmen sowie öffentlichen Anlagen und Wegen sammelten und in Säcke stopften. (Schwarztrauber, 1940) beschrieb die Situation im Ersten Weltkrieg 1914 - 1918, als Scharen von Kindern auf Grünmärkten Jagd auf Abfälle machten und alles erreichbare Grünfutter aus Gärten, von Bahndämmen sowie öffentlichen Anlagen und Wegen sammelten und in Säcke stopften.
  
-Als Grünfutter war nach Wulf, 1921((Wulf, A. 1921. Taschenbuch der Kleinhaustiere (Federvieh, Kaninchen, Meerschweinchen, Ziegen, Schafe und Schweine). Eßlingen, München : Schreiber, 1921.)) folgendes zu benutzen: "//frischgeschnittenes Gras oder Klee, Löwenzahn, Wegerich, Vogelmiere, Schafgarbe, junge Brennesseln, ferner Zweige von Weißdorn, der Akazie und von Obstbäumen. Salat-, Kohl- und Rübenblätter gebe man nur mäßig, da sie leichte Koliken verursachen. Grünkohl (Braunkohl) ist ein besonders beliebtes, leicht anzuziehendes Wintergrünfutter. Hat man keinen solchen, so ist man auf Knollengemüse (Runkeln, Zuckerrüben, Kohlrübenm, Mohrrüben) angewiesen, die sich im Keller im Sand oder im Garten eingelegt und mit Strohmatten bedeckt gut halten. [...] Küchenkräuter werden gern genommen und regen die Freßlust an, doch sei man mit Zwiebelgewächsen vorsichtig. Giftig wirken Schierling, Hahnenfuß und alle Nachtschattenarten, somit auch Kartoffelkraut. Ist reichlich Grünfutter da, so lassen die Tiere Giftpflanzen von selbst liegen.//".\\ +Als Grünfutter war nach Wulf, 1921((Wulf, A. 1921. Taschenbuch der Kleinhaustiere (Federvieh, Kaninchen, Meerschweinchen, Ziegen, Schafe und Schweine). Eßlingen, München : Schreiber, 1921.)) folgendes zu benutzen: "//frischgeschnittenes Gras oder Klee, Löwenzahn, Wegerich, Vogelmiere, Schafgarbe, junge Brennesseln, ferner Zweige von Weißdorn, der Akazie und von Obstbäumen. Salat-, Kohl- und Rübenblätter gebe man nur mäßig, da sie leichte Koliken verursachen. Grünkohl (Braunkohl) ist ein besonders beliebtes, leicht anzuziehendes Wintergrünfutter. Hat man keinen solchen, so ist man auf Knollengemüse (Runkeln, Zuckerrüben, Kohlrüben, Mohrrüben) angewiesen, die sich im Keller im Sand oder im Garten eingelegt und mit Strohmatten bedeckt gut halten. [...] Küchenkräuter werden gern genommen und regen die Freßlust an, doch sei man mit Zwiebelgewächsen vorsichtig. Giftig wirken Schierling, Hahnenfuß und alle Nachtschattenarten, somit auch Kartoffelkraut. Ist reichlich Grünfutter da, so lassen die Tiere Giftpflanzen von selbst liegen.//".\\ 
  
-A. Russo, der //"1872 die nutzbringende Kaninchenzucht in Österreich begründet hat"//, verzeichnete in seinem Buch "Anleitung zur Kaninchenzucht" aus dem Jahr 1921 als "//Futtersorten, im Sommer: Löwenzahn, Zichorie, Wegerich, Brennessel (zerhackt und gekocht), Schafgarbe, Bärenklau (Blätter und Stengel). -- Gras, Esparsette, Luzerne, Rotklee, Weißklee (sobald die ersten Blütenköpfe erscheinen; junger, sowie nasser und welker Klee erzeugt Blähungen). -- Petersilie, Seradella, Zuckerhirse, Lupine, gelbe Rüben, Kohlrüben, Kürbis, Wicken, Sauerampfer, ausgewachsener Salat, sehr wenig Lattich und Spinat. -- Duftende und würzige Kräuter wie: Kuttelkraut (Thymian), Melisse, Sellerie, Pfefferminze, Kümmel, Fenchel, Lavendel, Waldmeister, Enzian, Salbei, Majoran, Wermuth, Heublumen (Heumist) -- Baumzweige, besonders von Ulmen, Akazien und Eschen, jedoch nicht von Eichen, Espen, Nuß, Oleander, Goldregen und Eiben (Taxus), welch letztere giftig sind. -- Frisches Laub von Erlen, Linden, Ulmen, Pappeln, Kastanien, Eschen, Akazien, Buchen, Birken, Weiden, Haselnußsträuchern, Erbsenlaub, Bohnen- und Erbsenkraut. -- Blätter von Blumenkohl und Rüben, Blätter von Rosen, Astern, Georginen, Cobra und anderen Blumen sowie von Obststauden. -- Stengel und Blätter von Topinamburen (Erdbirnen), Comfrey. Abfall von Dornhecken, Weinblätter, unreife Äpfel und Birnen (als Leckerbissen). Gereinigte Gartenabfälle, gereinigte Küchenabfälle, jedoch keine Tomaten, Kürbis-, Gurken-, Melonen- und rohe Erdäpfelschalen. Keinen Senf, Porree, Knoblauch, auch keine Zwiebel. Nicht frisches Heu, auch nicht staubiges Heu. --Altes Brot. Im Winter getrocknete Zuckerrübenschnitzel, Melasseschnitten, getrockneter Klee, getrocknete würzige Kräuter, getrocknete Unkräuter, Sonnenblumenkörner, Sonnenblumenblätter, die auf einer Schnur getrocknet waren, Kohl- und Krautstrünke, Kürbisschnitzel, Kuhkohl, Pastinake, gelbe Rüben (Möhren), Burgunderrüben, Zuckerrüben, Kohlrüben, Blumenkohlblätter, Blätter von Rüben, Zuckerhirse, im Herbst und Sommer gesammeltes, nicht faules und gut getrocknetes Laub, besonders von Ulmen und Eschen, Erbsen-, Hafer-, Linsen-, Bohnen- und Wickenstroh, Windlinge und Buchecker, Heu. -- Zweige von Nadelhölzern zum Nagen, Knollen von Georginen und Dahlien und deren Abfälle, Reisig, besonders vom schwarzen Hollunder, Sonnenblumen samt Stengel und Blättern. […]//" (Russo, A. 1921. Anleitung zur Kaninchenzucht. Von A. Russo, Vorstand der VII. Sektion (für Kaninchenzucht) der deutsch-österreichischen Landwirtschafts-Gesellschaft in Wien. Zehnte Auflage. Wien und Leipzig: C. G. Sohn.((Möbes, W. K. G. 1946. Bibliographie des Kaninchens nebst Anhang. I. Das Frettchen. II. Das Meerschweinchen. Bd. 1. Akademischer Verlag Halle.))(S. 158, 161-162)\\ +A. Russo, der //"1872 die nutzbringende Kaninchenzucht in Österreich begründet hat"//, verzeichnete in seinem Buch "Anleitung zur Kaninchenzucht" aus dem Jahr 1921 als "//Futtersorten, im Sommer: Löwenzahn, Zichorie, Wegerich, Brennessel (zerhackt und gekocht), Schafgarbe, Bärenklau (Blätter und Stengel). -- Gras, Esparsette, Luzerne, Rotklee, Weißklee (sobald die ersten Blütenköpfe erscheinen; junger, sowie nasser und welker Klee erzeugt Blähungen). -- Petersilie, Seradella, Zuckerhirse, Lupine, gelbe Rüben, Kohlrüben, Kürbis, Wicken, Sauerampfer, ausgewachsener Salat, sehr wenig Lattich und Spinat. -- Duftende und würzige Kräuter wie: Kuttelkraut (Thymian), Melisse, Sellerie, Pfefferminze, Kümmel, Fenchel, Lavendel, Waldmeister, Enzian, Salbei, Majoran, Wermuth, Heublumen (Heumist) -- Baumzweige, besonders von Ulmen, Akazien und Eschen, jedoch nicht von Eichen, Espen, Nuß, Oleander, Goldregen und Eiben (Taxus), welch letztere giftig sind. -- Frisches Laub von Erlen, Linden, Ulmen, Pappeln, Kastanien, Eschen, Akazien, Buchen, Birken, Weiden, Haselnußsträuchern, Erbsenlaub, Bohnen- und Erbsenkraut. -- Blätter von Blumenkohl und Rüben, Blätter von Rosen, Astern, Georginen, Cobra und anderen Blumen sowie von Obststauden. -- Stengel und Blätter von Topinamburen (Erdbirnen), Comfrey. Abfall von Dornhecken, Weinblätter, unreife Äpfel und Birnen (als Leckerbissen). Gereinigte Gartenabfälle, gereinigte Küchenabfälle, jedoch keine Tomaten, Kürbis-, Gurken-, Melonen- und rohe Erdäpfelschalen. Keinen Senf, Porree, Knoblauch, auch keine Zwiebel. Nicht frisches Heu, auch nicht staubiges Heu. --Altes Brot. Im Winter getrocknete Zuckerrübenschnitzel, Melasseschnitten, getrockneter Klee, getrocknete würzige Kräuter, getrocknete Unkräuter, Sonnenblumenkörner, Sonnenblumenblätter, die auf einer Schnur getrocknet waren, Kohl- und Krautstrünke, Kürbisschnitzel, Kuhkohl, Pastinake, gelbe Rüben (Möhren), Burgunderrüben, Zuckerrüben, Kohlrüben, Blumenkohlblätter, Blätter von Rüben, Zuckerhirse, im Herbst und Sommer gesammeltes, nicht faules und gut getrocknetes Laub, besonders von Ulmen und Eschen, Erbsen-, Hafer-, Linsen-, Bohnen- und Wickenstroh, Windlinge und Buchecker, Heu. -- Zweige von Nadelhölzern zum Nagen, Knollen von Georginen und Dahlien und deren Abfälle, Reisig, besonders vom schwarzen Hollunder, Sonnenblumen samt Stengel und Blättern. […]//" (Russo, A. 1921. Anleitung zur Kaninchenzucht. Von A. Russo, Vorstand der VII. Sektion (für Kaninchenzucht) der deutsch-österreichischen Landwirtschafts-Gesellschaft in Wien. Zehnte Auflage. Wien und Leipzig: C. G. Sohn.((Möbes, W. K. G. 1946. Bibliographie des Kaninchens nebst Anhang. I. Das Frettchen. II. Das Meerschweinchen. Bd. 1. Akademischer Verlag Halle.))S. 158, 161-162)\\ 
  
 //"Morgens empfiehlt der Verfasser Haferflocken (oats) und Weizen, mit saisonmäßigem Grünfutter, des Abends Heu mit noch mehr Grünfutter."// (Smith, E. Bostock. 1927. Rabbits for Fur and Wool. "The Feathered World" Year Book for 1927. pp. 102-114. London.((Möbes, W. K. G. 1946. Bibliographie des Kaninchens nebst Anhang. I. Das Frettchen. II. Das Meerschweinchen. Bd. 1. Akademischer Verlag Halle.)), S. 170)\\  //"Morgens empfiehlt der Verfasser Haferflocken (oats) und Weizen, mit saisonmäßigem Grünfutter, des Abends Heu mit noch mehr Grünfutter."// (Smith, E. Bostock. 1927. Rabbits for Fur and Wool. "The Feathered World" Year Book for 1927. pp. 102-114. London.((Möbes, W. K. G. 1946. Bibliographie des Kaninchens nebst Anhang. I. Das Frettchen. II. Das Meerschweinchen. Bd. 1. Akademischer Verlag Halle.)), S. 170)\\ 
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 |  Luzerneheu  |  Süßlupine  |  |  Gerste  |  Futterrüben  | |  Luzerneheu  |  Süßlupine  |  |  Gerste  |  Futterrüben  |
 |  Brennnesselheu  |    |    |  Weizen  |  | |  Brennnesselheu  |    |    |  Weizen  |  |
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 +Nach Jaeger, 1942((Jaeger, J. (1942). Die Kaninchenfütterung. In: Filler, J. (Hrsg.). Unsere Kaninchen. Großes Handbuch der deutschen Kaninchenzucht. Auf Veranlassung der Rfg. Kaninchenzüchter e. V. im Reichsverband Deutscher Kleintierzüchter e. V. unter Mitwirkung führender Persönlichkeiten der deutschen Kaninchenzucht und ihrer Organisationen. Berlin, 1942. Verlag Fritz Pfenningstorff. 465-517)) bildete //"das Grünfutter die Hauptgrundlage in der Kaninchenfütterung, vor allem während der Frühjahrs- und Sommermonate. Der Futterwert des Grünfutters hängt ab: 1. vom Alter der Pflanzen, 2. von der Zusammensetzung des Grünfutters hinsichtlich der in ihm enthaltenen Gräser, Kleearten usw. […] und selbstverständlich noch von einer Reihe anderer Faktoren [Sorteneingenschaften, Standweite, Boden und Düngung, Witterungsverlauf]."// \\ 
 +Zum Eigenanbau empfohlen wurden Roggen, Weizen und Wintergerste, im Gemisch mit der Zottelwicke; Rey-, Timothee-, Rispen- und Knaulgras; Mais; Zuckermoorhirse; Luzerne; Rotklee; Inkarnatklee; Weißklee und Bastardklee; Bohnen, Wicken und Erbsen; Seradella; Süßlupine; Winterraps; Sonnenblume. (S. 495-497)\\ 
 +Als wichtigste "Unkräuter" galten nach R. Fangauf (1938): Ackerdistel, Ackerschachtelhalm, Ackersenf, Bärenklau, Beifuß, Bienensaug (Stängelumfassende Taubnessel), Brennessel, Frühlingskreuzkraut, Gänsefingerkraut, Giersch, Grindampfer, Hahnenfuß, Hasenkohl, Hirtentäschelkraut, Huflattich, Kamille, Kälberkropf, Klebkraut (Kletten-Labkraut), Klette, Krauser Ampfer, Meerrettich, Melde, Ochsenzunge, Rainfarn, Reiherschnabel, Schafgarbe, Schöllkraut, Spörgel, Strahllose Kamille, Vogelknöterich, Wegerich, Weiße Taubnesseln, Wucherblume und Wundklee. (S. 505-513, 517)\\ 
 +//"Trotz der auf Wiesen und Weiden, insbesondere auf Waldwiesen stark vertretenen Giftpflanzen treten Vergiftungen unserer Kaninchen durch solche Pflanzen fast nie oder sehr selten in Erscheinung. Unsere Pfleglinge meiden stark giftige Pflanzen von selbst, so daß wir in dieser Beziehung nicht ängstlich zu sein brauchen. Geringe Mengen von dem bekannten Hahnenfuß z. B. vertragen unsere Tiere ohne weiteres.\\ 
 +Heu und Grünfutter soll den Kaninchen stets in einer Raufe gereicht werden. Es ist ratsam, Raufen mit einem Deckel zu verwenden,  um zu verhindern,  daß sich die Kaninchen in die Raufe setzen und das Futter beschmutzen."// (S. 494)
  
 <imgcaption label6|"Die zeitgemäße Kaninchenfütterung" von Martin Gadsch aus dem Jahr 1944>{{ fuetterung:gadsch.png?150}}</imgcaption>Von Gadsch, 1944((Gadsch, W. 1944. Die zeitgemäße Kaninchenfütterung. Berlin : Pfenningstorff, 1944.)) wurden als Unkräuter für die Kaninchenfütterung Hasenkohl (Gemeiner Rainkohl), Hirtentäschelkraut, Klebkraut, Klette, Ochsenzunge, Schöllkraut, Spörgel (Spark), Hahnenfuß, Brennnessel, Rainfarn, Beifuß, Ackerdistel, Kälberkropf, Hundskamille, Bienen-saug (Weiße Taubnessel), Frühlingskreuzkraut (Sencio vernalis), Gänsefingerkraut und  Grindampfer (Stumpfblättriger Ampfer) aufgeführt.\\  <imgcaption label6|"Die zeitgemäße Kaninchenfütterung" von Martin Gadsch aus dem Jahr 1944>{{ fuetterung:gadsch.png?150}}</imgcaption>Von Gadsch, 1944((Gadsch, W. 1944. Die zeitgemäße Kaninchenfütterung. Berlin : Pfenningstorff, 1944.)) wurden als Unkräuter für die Kaninchenfütterung Hasenkohl (Gemeiner Rainkohl), Hirtentäschelkraut, Klebkraut, Klette, Ochsenzunge, Schöllkraut, Spörgel (Spark), Hahnenfuß, Brennnessel, Rainfarn, Beifuß, Ackerdistel, Kälberkropf, Hundskamille, Bienen-saug (Weiße Taubnessel), Frühlingskreuzkraut (Sencio vernalis), Gänsefingerkraut und  Grindampfer (Stumpfblättriger Ampfer) aufgeführt.\\ 
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 Dorn, 1973((Dorn, F. K. 1973. Rassekaninchenzucht: ein Handbuch für Züchter, Zuchtrichter und Studierende. 3., überarb. Aufl. Melsungen : Neumann-Neudamm, 1973.)) verwies auf die Schwierigkeit, Ratschläge für die Fütterung zu erteilen, da das Futter noch vorwiegend aus Küchen- und Gartenabfällen bestünde. Unter den Futtermitteln stand für ihn das Grünfutter an erster Stelle, weil auf Grund des hohen Nährstoffgehaltes das Kaninchen in Zuchtruhe seinen Erhaltungsbedarf allein aus diesem zu decken vermag. Als weitere, zusätzliche Futtermittel wurden u. a. Raufutter (Heu aus Klee, Leguminosen und Laub), Wurzeln und Knollen (Kartoffeln, Rüben, Topinambur), Getreide (Hafer, Gerste, Weizen, Roggen und Mais) Hülsenfrüchte, Eicheln und Kastanien, ölhaltige Samen (Leinsamen, Sonnenblumenkerne), Kleien, Trockenfutter (gekörntes Pressfutter) und Sauerfutter (Silage) aufgeführt.\\  Dorn, 1973((Dorn, F. K. 1973. Rassekaninchenzucht: ein Handbuch für Züchter, Zuchtrichter und Studierende. 3., überarb. Aufl. Melsungen : Neumann-Neudamm, 1973.)) verwies auf die Schwierigkeit, Ratschläge für die Fütterung zu erteilen, da das Futter noch vorwiegend aus Küchen- und Gartenabfällen bestünde. Unter den Futtermitteln stand für ihn das Grünfutter an erster Stelle, weil auf Grund des hohen Nährstoffgehaltes das Kaninchen in Zuchtruhe seinen Erhaltungsbedarf allein aus diesem zu decken vermag. Als weitere, zusätzliche Futtermittel wurden u. a. Raufutter (Heu aus Klee, Leguminosen und Laub), Wurzeln und Knollen (Kartoffeln, Rüben, Topinambur), Getreide (Hafer, Gerste, Weizen, Roggen und Mais) Hülsenfrüchte, Eicheln und Kastanien, ölhaltige Samen (Leinsamen, Sonnenblumenkerne), Kleien, Trockenfutter (gekörntes Pressfutter) und Sauerfutter (Silage) aufgeführt.\\ 
  
-In den 1980er Jahren nahm die Heimtierhaltung in der DDR in den industriellen Ballungsgebieten zu -- ca. 15 Jahre später als in der BRD. Vor allem Zwergkaninchen wurden auf Grund ihrer (angenommenen) geringen Bedürfnisse in Wohnungen und auf Balkonen gehalten. Mit der Entwicklung der Mischfuttermittel bestand die Notwendigkeit, den Nährstoffbedarf (Proteine, Fette, Vitamine, Rohfaser etc.) des Kaninchens genau zu bestimmen, um die Tiere mit industriell hergestelltem Futter "optimal" versorgen zu können. Diese Futtermittel haben den Vorteil, dass der Halter bzw. Züchter sich nicht mehr um das Berechnen von Rationen kümmern musste. Die Zusammensetzung ist stets gleich und die Tiere können keine Bestandteile selektieren. Außerdem kann das Futter über Automaten genau dosiert und regelmäßig ohne größeren Aufwand gefüttert werden. Letztlich sind z. B. die Pellets auch ein Segen für Betriebswirtschaftler und Logistiker auf Grund der platzsparenden Verpackungen und dem Fakt, dass auf Grund des fehlenden Wassers das Gewicht des Futters bei gleichem Nährstoffgehalt niedriger ist.\\ +In den 1980er Jahren nahm die Heimtierhaltung in der DDR in den industriellen Ballungsgebieten zu -- ca. 15 Jahre später als in der BRD. Vor allem [[hauskaninchen:zwergkaninchen|Zwergkaninchen]] wurden auf Grund ihrer (angenommenen) geringen Bedürfnisse in Wohnungen und auf Balkonen gehalten. Mit der Entwicklung der Mischfuttermittel bestand die Notwendigkeit, den Nährstoffbedarf (Proteine, Fette, Vitamine, Rohfaser etc.) des Kaninchens genau zu bestimmen, um die Tiere mit industriell hergestelltem Futter "optimal" versorgen zu können. Diese Futtermittel haben den Vorteil, dass der Halter bzw. Züchter sich nicht mehr um das Berechnen von Rationen kümmern musste. Die Zusammensetzung ist stets gleich und die Tiere können keine Bestandteile selektieren. Außerdem kann das Futter über Automaten genau dosiert und regelmäßig ohne größeren Aufwand gefüttert werden. Letztlich sind z. B. die Pellets auch ein Segen für Betriebswirtschaftler und Logistiker auf Grund der platzsparenden Verpackungen und dem Fakt, dass auf Grund des fehlenden Wassers das Gewicht des Futters bei gleichem Nährstoffgehalt niedriger ist.\\ 
  
-Ursprüngliche Daten für die Ernährung von Kaninchen resultierten aus Versuchen mit verschiedenen Futtermitteln und zusätzlichem Kraftfutter, später konzentrierten sie sich auf pelletierte Alleinfuttermittel. Diese sollten nun die natürliche Nahrung der Kaninchen möglichst ohne große Verluste ersetzen. Die Richtwerte veränderten sich im Laufe der Zeit, bis sich eine relativ einheitliche Empfehlung für Pellets herauskristallisierte, die schließlich für jedes Futter übernommen wurde und bis heute gültig ist. Die Empfehlungen für die Menge an Grundstoffen in pelletierten Alleinfuttermitteln, die für die intensive Kaninchenhaltung/-mast postuliert wurden, haben sich mittlerweile für jede Art der Fütterung von Kaninchen etabliert.+Ursprüngliche Daten für die Ernährung von Kaninchen resultierten aus Versuchen mit verschiedenen [[futtermittel:futtermittel|Futtermitteln]] und zusätzlichem Kraftfutter, später konzentrierten sie sich auf pelletierte Alleinfuttermittel. Diese sollten nun die natürliche Nahrung der Kaninchen möglichst ohne große Verluste ersetzen. Die Richtwerte veränderten sich im Laufe der Zeit, bis sich eine relativ einheitliche Empfehlung für Pellets herauskristallisierte, die schließlich für jedes Futter übernommen wurde und bis heute gültig ist. Die Empfehlungen für die Menge an Grundstoffen in pelletierten Alleinfuttermitteln, die für die intensive Kaninchenhaltung/-mast postuliert wurden, haben sich mittlerweile für jede Art der Fütterung von Kaninchen etabliert.
  
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fuetterung/geschichte.1782767711.txt.gz · Zuletzt geändert: von kathrin

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