Benutzer-Werkzeuge

Webseiten-Werkzeuge


wildkaninchen:geschichte

Unterschiede

Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen angezeigt.

Link zu dieser Vergleichsansicht

Beide Seiten der vorigen RevisionVorhergehende Überarbeitung
Nächste Überarbeitung
Vorhergehende Überarbeitung
wildkaninchen:geschichte [2026/02/04 22:16] kathrinwildkaninchen:geschichte [2026/02/21 10:07] (aktuell) kathrin
Zeile 1: Zeile 1:
 ====== Geschichte ====== ====== Geschichte ======
-Nach fossilen Funden wanderte die Vorfahren des Wildkaninchens im Jungtertiär vor ca. 24 Millionen Jahren von Asien nach Europa ein, wurden aber durch vorrückende Eispanzer der letzten Eiszeit(en) aus den nördlichen Teilen verdrängt. Vor ca. 2,6 Millionen Jahren begann die letzte große Klimaänderung mit einer Reihe von Eiszeiten (Glaziale). Die tropischen, gemäßigten Bedingungen wandelten sich zum arktischen Klima mit umfangreicher Vergletscherung. Das Klima während der Übergangsphasen (Interglaziale) zu den Vereisungen war weitgehend feucht und warm, so dass zunehmend Laubbäume die immergrünen Wälder ersetzten. Nach neueren Forschungsergebnissen gab es insgesamt 23 dieser Wechsel zwischen Warm- und Kaltzeiten. Typische Tiere der Eiszeit waren z. B. Mammut, Mastodon (Vorfahren der Elefanten) und Säbelzahntiger, die mit dem Ende der Eiszeit ausstarben. \\+Nach fossilen Funden wanderten die Vorfahren des Wildkaninchens im Jungtertiär vor ca. 24 Millionen Jahren von Asien nach Europa ein, wurden aber durch vorrückende Eispanzer der letzten Eiszeit(en) aus den nördlichen Teilen verdrängt. Vor ca. 2,6 Millionen Jahren begann die letzte große Klimaänderung mit einer Reihe von Eiszeiten (Glaziale). Die tropischen, gemäßigten Bedingungen wandelten sich zum arktischen Klima mit umfangreicher Vergletscherung. Das Klima während der Übergangsphasen (Interglaziale) zu den Vereisungen war weitgehend feucht und warm, so dass zunehmend Laubbäume die immergrünen Wälder ersetzten. Nach neueren Forschungsergebnissen gab es insgesamt 23 dieser Wechsel zwischen Warm- und Kaltzeiten. Typische Tiere der Eiszeit waren z. B. Mammut, Mastodon (Vorfahren der Elefanten) und Säbelzahntiger, die mit dem Ende der Eiszeit ausstarben. \\
  
 In den Warmzeiten war das Kaninchen über ganz Europa verbreitet. Während des Pleistozäns war die nördliche Hemisphäre nahezu komplett mit Eis bedeckt. In dieser Epoche vollzog sich die Evolution des "//Homo sapiens//" - sie entspricht der Kulturepoche der Altsteinzeit (Paläolithikum). Man vermutet, dass sich Busch- und Waldformationen, die sich während der warmen Interglaziale entwickeln konnten, mit einer krautreichen Steppenvegetation während der Glaziale abwechselten, wobei die genaue Zusammensetzung unbekannt ist.\\ In den Warmzeiten war das Kaninchen über ganz Europa verbreitet. Während des Pleistozäns war die nördliche Hemisphäre nahezu komplett mit Eis bedeckt. In dieser Epoche vollzog sich die Evolution des "//Homo sapiens//" - sie entspricht der Kulturepoche der Altsteinzeit (Paläolithikum). Man vermutet, dass sich Busch- und Waldformationen, die sich während der warmen Interglaziale entwickeln konnten, mit einer krautreichen Steppenvegetation während der Glaziale abwechselten, wobei die genaue Zusammensetzung unbekannt ist.\\
  
-Im mittleren Pleistozän verschwanden die meisten exotischen Lebewesen und Arten mit einem nördlichen Ursprung wanderten ein. Die zwei europäischen Unterarten des Wildkaninchens „//Oryctolagus cuniculus cuniculus//“ im südlichen Frankreich mit einem durchschnittlichen Gewicht von ca. 1.500 g und „//Oryctolagus cuniculus algirus//“ in Spanien mit ca. 1.000 g gehen auf einen gemeinsamen Vorfahren zurück, der vor ca. 2 Millionen Jahren lebte. Die Trennung in die zwei Unterarten wurde vermutlich durch die südliche Mindel-Kaltzeit vor ca. 460.000 Jahren beeinflusst((Biju-Duval, C.; Enafaa, H.; Dennebouy, N.; Monnerot, M.; Mignotte, F.; Soriguer, R. C.; El Gaaïed, A.; El Hili, A.; Mounolou, J.-C. 1991. Mitochondrial DNA evolution in lagomorphs: Origin of systematic heteroplasmy and organization of diversity in European rabbits. J Mol Evol. 1991, 33, S. 92-102)).\\+Im mittleren Pleistozän verschwanden die meisten exotischen Lebewesenund Arten mit einem nördlichen Ursprung wanderten ein. Die zwei europäischen Unterarten des Wildkaninchens „//Oryctolagus cuniculus cuniculus//“ im südlichen Frankreich mit einem durchschnittlichen Gewicht von ca. 1.500 g und „//Oryctolagus cuniculus algirus//“ in Spanien mit ca. 1.000 g gehen auf einen gemeinsamen Vorfahren zurück. Die Trennung in die zwei Unterarten erfolgte vor etwa 1,8 Millionen Jahren (durch geografische Isolation((Alda, F., & Doadrio, I. (2014). Spatial genetic structure across a hybrid zone between European rabbit subspecies. PeerJ, 2, e582.))), mit anschließendem hohen Genfluss in beide Richtungen((Carneiro, M., Ferrand, N., & Nachman, M. W. (2009). Recombination and speciation: loci near centromeres are more differentiated than loci near telomeres between subspecies of the European rabbit (Oryctolagus cuniculus). Genetics, 181(2), 593-606.)), und wurde vermutlich noch durch die südliche Mindel-Kaltzeit vor ca. 460.000 Jahren beeinflusst((Biju-Duval, C.; Enafaa, H.; Dennebouy, N.; Monnerot, M.; Mignotte, F.; Soriguer, R. C.; El Gaaïed, A.; El Hili, A.; Mounolou, J.-C. 1991. Mitochondrial DNA evolution in lagomorphs: Origin of systematic heteroplasmy and organization of diversity in European rabbits. J Mol Evol. 1991, 33, S. 92-102)).\\
  
 In den Kaltzeiten lag die durchschnittliche Januartemperatur auf dem Gebiet Mitteleuropas zwischen -14 und -22°C und die im Sommer zwischen +5 und +10°C. In den warmen Phasen der Eiszeiten entsprachen die Klima- und Vegetationsverhältnisse in etwa den heutigen.\\ In den Kaltzeiten lag die durchschnittliche Januartemperatur auf dem Gebiet Mitteleuropas zwischen -14 und -22°C und die im Sommer zwischen +5 und +10°C. In den warmen Phasen der Eiszeiten entsprachen die Klima- und Vegetationsverhältnisse in etwa den heutigen.\\
wildkaninchen/geschichte.1770239783.txt.gz · Zuletzt geändert: von kathrin

Donate Powered by PHP Valid HTML5 Valid CSS Driven by DokuWiki