wildkaninchen:geschichte
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| In den Kaltzeiten lag die durchschnittliche Januartemperatur auf dem Gebiet Mitteleuropas zwischen -14 und -22°C und die im Sommer zwischen +5 und +10°C. In den warmen Phasen der Eiszeiten entsprachen die Klima- und Vegetationsverhältnisse in etwa den heutigen. | In den Kaltzeiten lag die durchschnittliche Januartemperatur auf dem Gebiet Mitteleuropas zwischen -14 und -22°C und die im Sommer zwischen +5 und +10°C. In den warmen Phasen der Eiszeiten entsprachen die Klima- und Vegetationsverhältnisse in etwa den heutigen. | ||
| - | Vor ca. 40.000 Jahren entwickelten sich im Mittelmeerraum sehr offene Busch- oder Waldformationen. Im Würmglazial vor ca. 16.000−11.000 Jahren gab es vermutlich Steppen, in denen // | + | Vor ca. 40.000 Jahren entwickelten sich im Mittelmeerraum sehr offene Busch- oder Waldformationen. Im Würmglazial vor ca. 16.000−11.000 Jahren gab es vermutlich Steppen, in denen // |
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| Wenn in heutigen Darstellungen über Spanien als die ursprüngliche Heimat des Wildkaninchens berichtet wird, ist das nicht ganz richtig – vielmehr müsste man die Iberische Halbinsel und Nordafrika als letzten Zufluchtsort bzw. als ein „Asyl“ dieser Tiere bezeichnen, in welches sie durch das vorrückende Eis der letzten großen Eiszeit gezwungen wurden. Optimal sind die Lebensbedingungen für das Wildkaninchen dort nicht. Die Wiederbesiedelung großer Teile Europas gelang ihm später erst wieder mit Hilfe des Menschen. | Wenn in heutigen Darstellungen über Spanien als die ursprüngliche Heimat des Wildkaninchens berichtet wird, ist das nicht ganz richtig – vielmehr müsste man die Iberische Halbinsel und Nordafrika als letzten Zufluchtsort bzw. als ein „Asyl“ dieser Tiere bezeichnen, in welches sie durch das vorrückende Eis der letzten großen Eiszeit gezwungen wurden. Optimal sind die Lebensbedingungen für das Wildkaninchen dort nicht. Die Wiederbesiedelung großer Teile Europas gelang ihm später erst wieder mit Hilfe des Menschen. | ||
| - | Im Süden Spaniens bildeten sich zwei geographisch voneinander getrennte Linien des Wildkaninchens, | + | Im Süden Spaniens bildeten sich zwei geographisch voneinander getrennte Linien des Wildkaninchens, |
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| - Eine weitere Verbreitung in Nordfrankreich erfolgte vermutlich durch Tiere, die die zweite Route nutzten, belegbar durch genetische Untersuchungen.\\ | - Eine weitere Verbreitung in Nordfrankreich erfolgte vermutlich durch Tiere, die die zweite Route nutzten, belegbar durch genetische Untersuchungen.\\ | ||
| - | Martin Luther übersetzte 1534 die Bibel((Luther, | + | Martin Luther übersetzte 1534 die Bibel((Luther, |
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| - | Neuere Bibelübersetzungen benutzen den Begriff “Klippdachs”, | + | Neuere Bibelübersetzungen benutzen den Begriff “Klippdachs”, |
| Die Kaninchen lösten im Altertum Hasen als Haustiere ab, deren Bestände in der Haltung immer wieder durch Wildfänge aufgefüllt werden mussten, weil sie sich in Gefangenschaft nur selten und nicht nicht so zahlreich wie Kaninchen vermehrten. Außerdem galten sie als beliebtes Jagdobjekt und dienten Dank der bequemen Haltung sowie ihrer enormen Vermehrungsrate als Frischfleischvorrat. Von den Spaniern übernahmen die Römer den Brauch des Verzehrs von Föten und Neugeborenen der Kaninchen. Da diese „Delikatesse“ von der Kirche als Fastenspeise erlaubt war, wurde die Kaninchenhaltung später durch Klöster fortgeführt. | Die Kaninchen lösten im Altertum Hasen als Haustiere ab, deren Bestände in der Haltung immer wieder durch Wildfänge aufgefüllt werden mussten, weil sie sich in Gefangenschaft nur selten und nicht nicht so zahlreich wie Kaninchen vermehrten. Außerdem galten sie als beliebtes Jagdobjekt und dienten Dank der bequemen Haltung sowie ihrer enormen Vermehrungsrate als Frischfleischvorrat. Von den Spaniern übernahmen die Römer den Brauch des Verzehrs von Föten und Neugeborenen der Kaninchen. Da diese „Delikatesse“ von der Kirche als Fastenspeise erlaubt war, wurde die Kaninchenhaltung später durch Klöster fortgeführt. | ||
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| Die Etablierung neuer „//rabbit warren//“ gestaltete sich schwierig, weil die Kaninchen sich erst an ihre neue Umgebung gewöhnen mussten. Am kritischsten jedoch war immer die Versorgung mit ausreichend Nahrung: „//…in general, wild rabbits enjoyed a more plentiful and varied supply of food.// | Die Etablierung neuer „//rabbit warren//“ gestaltete sich schwierig, weil die Kaninchen sich erst an ihre neue Umgebung gewöhnen mussten. Am kritischsten jedoch war immer die Versorgung mit ausreichend Nahrung: „//…in general, wild rabbits enjoyed a more plentiful and varied supply of food.// | ||
| - | 1872 wurde ein englischer Kaninchenhalter von einem landwirtschaftlichen Komitee gefragt, warum die Geburtenrate unter seinen Kaninchen so niedrig ist: „//At a Select Committee in 1872, a warrener was asked why the birth rate on his warren was so low. He replied that the rabbits 'never had a honeymoon' | + | 1872 wurde ein englischer Kaninchenhalter von einem landwirtschaftlichen Komitee gefragt, warum die Geburtenrate unter seinen Kaninchen so niedrig ist: „//At a Select Committee in 1872, a warrener was asked why the birth rate on his warren was so low. He replied that the rabbits 'never had a honeymoon' |
| - | In Deutschland wurden die ersten Kaninchen wahrscheinlich um 1149 eingeführt. In einem Brief an seinen Amtsbruder Gerald, Abt des Klosters Solignac in Süd-Frankreich bat Wibald, der Abt von Stablo und Corvey, um 4 Kaninchen – jeweils zwei männliche und zwei weibliche Tiere: „//…per ipsum nobis quatuor cuniculos, duos videlicet mares et duas feminas, mittetis.// | + | In Deutschland wurden die ersten Kaninchen wahrscheinlich um 1149 eingeführt. In einem Brief an seinen Amtsbruder Gerald, Abt des Klosters Solignac in Süd-Frankreich bat Wibald, der Abt von Stablo und Corvey, um 4 Kaninchen – jeweils zwei männliche und zwei weibliche Tiere: „//…per ipsum nobis quatuor cuniculos, duos videlicet mares et duas feminas, mittetis.// |
| - | Im Mittelalter wurden Kaninchen in „// | + | Im Mittelalter wurden Kaninchen in „// |
| Das bekannteste, | Das bekannteste, | ||
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