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wirkstoffe:vitamine:vitamin_d

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 In den letzten Jahrzehnten wurden, zusätzlich zu einem möglichen Einfluss auf den Calcium- und Phosphorstoffwechsel, weitere Bedeutungen von Vitamin D erkannt. Das hing vor allem mit der Entdeckung der speziellen Wirkungen von **Vitamin-D-Rezeptoren** (VDR) zusammen. Dabei handelt es sich um Bindungsstellen in Zellen für die aktive Form des Vitamins 1,25(OH)<sub>2</sub>D<sub>3</sub>. Diese Bindungsstellen finden sich fast überall im Körper wie z. B. im Magen, Darm((Liesegang, A., Burger, B., de Vries de Heekelingen, T., Schroeter‐Vogt, C., Hatt, J. M., Kowalewski, M. P., & Clauss, M. 2024. Rabbits (Oryctolagus cuniculus) increase caecal calcium absorption at increasing dietary calcium levels. Journal of Animal Physiology and Animal Nutrition, 108(1), 185-193.)), Gehirn, in der Hirnanhangsdrüse, der Haut, in Monozyten und in aktivierten T- und B-Lymphozyten. An diese Rezeptoren dockt die aktive Vitaminform Calcitriol an und löst verschiedene Reaktionen der Proteinbiosynthese aus. VDR wirken z. B. als Rezeptor für die sekundäre Gallensäure Lithocholsäure (LCA), die giftig für Leber und Darm ist. Die Aktivierung von VDR durch LCA oder die Vitamin-D-induzierte [[:genetik#Genexpression|Expression]] von Enzymen führen zur Entgiftung der LCA in der Leber und dem Darm und können nach Untersuchungsergebnissen von Makishima //et al//., 2002((Makishima, M., Lu, T. T., Xie, W., Whitfield, G. K., Domoto, H., Evans, R. M., Haussler, M. R, Mangelsdorf, D. J. 2002. Vitamin D receptor as an intestinal bile acid sensor. Science, 296(5571), 1313-1316.)) somit Darmkrebs verhindern. Von Froicu //et al//., 2003((Froicu, M., Weaver, V., Wynn, T. A., McDowell, M. A., Welsh, J. E., & Cantorna, M. T. 2003. A crucial role for the vitamin D receptor in experimental inflammatory bowel diseases. Molecular endocrinology, 17(12), 2386-2392.)) wurde an Mäusen nachgewiesen, dass Calcitriol die Entwicklung von Autoimmunerkrankungen und entzündlichen Darmerkrankungen unterdrückt, wenn auch die genauen Mechanismen noch ungeklärt sind.\\  In den letzten Jahrzehnten wurden, zusätzlich zu einem möglichen Einfluss auf den Calcium- und Phosphorstoffwechsel, weitere Bedeutungen von Vitamin D erkannt. Das hing vor allem mit der Entdeckung der speziellen Wirkungen von **Vitamin-D-Rezeptoren** (VDR) zusammen. Dabei handelt es sich um Bindungsstellen in Zellen für die aktive Form des Vitamins 1,25(OH)<sub>2</sub>D<sub>3</sub>. Diese Bindungsstellen finden sich fast überall im Körper wie z. B. im Magen, Darm((Liesegang, A., Burger, B., de Vries de Heekelingen, T., Schroeter‐Vogt, C., Hatt, J. M., Kowalewski, M. P., & Clauss, M. 2024. Rabbits (Oryctolagus cuniculus) increase caecal calcium absorption at increasing dietary calcium levels. Journal of Animal Physiology and Animal Nutrition, 108(1), 185-193.)), Gehirn, in der Hirnanhangsdrüse, der Haut, in Monozyten und in aktivierten T- und B-Lymphozyten. An diese Rezeptoren dockt die aktive Vitaminform Calcitriol an und löst verschiedene Reaktionen der Proteinbiosynthese aus. VDR wirken z. B. als Rezeptor für die sekundäre Gallensäure Lithocholsäure (LCA), die giftig für Leber und Darm ist. Die Aktivierung von VDR durch LCA oder die Vitamin-D-induzierte [[:genetik#Genexpression|Expression]] von Enzymen führen zur Entgiftung der LCA in der Leber und dem Darm und können nach Untersuchungsergebnissen von Makishima //et al//., 2002((Makishima, M., Lu, T. T., Xie, W., Whitfield, G. K., Domoto, H., Evans, R. M., Haussler, M. R, Mangelsdorf, D. J. 2002. Vitamin D receptor as an intestinal bile acid sensor. Science, 296(5571), 1313-1316.)) somit Darmkrebs verhindern. Von Froicu //et al//., 2003((Froicu, M., Weaver, V., Wynn, T. A., McDowell, M. A., Welsh, J. E., & Cantorna, M. T. 2003. A crucial role for the vitamin D receptor in experimental inflammatory bowel diseases. Molecular endocrinology, 17(12), 2386-2392.)) wurde an Mäusen nachgewiesen, dass Calcitriol die Entwicklung von Autoimmunerkrankungen und entzündlichen Darmerkrankungen unterdrückt, wenn auch die genauen Mechanismen noch ungeklärt sind.\\ 
  
-Li //et al//., 2025((Li, X., Wu, X., Li, F., & Liu, L. (2025). Dietary Vitamin D Supplementation Improves Hair Follicle Development and Affects Fatty Acid Metabolism in Rex Rabbits. Food Science & Nutrition, 13(7), e70675.)) untersuchen die Wirkung der Vitamin D-Supplementierung (700, 1.400, 2.100, 2.800 IU/kg Grundnahrung) auf die Entwicklung der Haarfollikel und den Fettstoffwechsel bei 3-Monate alten Rexkaninchen. Die Ergebnisse zeigten, dass Vitamin D sowohl die Entwicklung der Haarfollikel und den [[physiologie:fellhaarfarbe#Haarzyklus und Melanintransfer|Haarzyklus]] -- über verschiedene Faktoren und Signalwege wie Wnt/β-catenin, SHH, IGF1, Noch, EGF oder miR-205 -- als auch den [[naehrstoffe:fett|Fett]]stoffwechsel beeinflussen kann.+Li //et al//., 2025((Li, X., Wu, X., Li, F., & Liu, L. (2025). Dietary Vitamin D Supplementation Improves Hair Follicle Development and Affects Fatty Acid Metabolism in Rex Rabbits. Food Science & Nutrition, 13(7), e70675.)) untersuchen die Wirkung der Vitamin D-Supplementierung (700, 1.400, 2.100, 2.800 IU/kg Grundnahrung, pelletiert) auf die Entwicklung der Haarfollikel und den Fettstoffwechsel bei 3-Monate alten Rexkaninchen. Es wurden Unterschiede in der Länge und Feinheit der [[anatomie:fell|Fell]]haare sowie der Dichte der (sekundären) Haarfollikel festgestellt. Weiters zeigten die Ergebnisse der Genexpressionsanalyse (2.100 IU/kg vs. Kontrollgruppe), dass Vitamin D sowohl die Entwicklung der Haarfollikel und den [[physiologie:fellhaarfarbe#Haarzyklus und Melanintransfer|Haarzyklus]] -- über verschiedene Faktoren und Signalwege wie Wnt/β-catenin, SHH, IGF1, Noch, EGF oder miR-205 -- als auch den [[naehrstoffe:fett|Fett]]stoffwechsel in Fett- und Lebergewebe, sowie der Skelettmuskulatur beeinflussen kann.
  
 ===== Kaninchen und Sonne ===== ===== Kaninchen und Sonne =====
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