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anatomie:fell

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anatomie:fell [2026/04/15 22:34] kathrinanatomie:fell [2026/04/16 07:16] (aktuell) – [Strukturhaar] kathrin
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 Wucherer, 1925((Wucherer, E. (1925). Ueber den Charakter des Angorahaares. Zeitschrift für Tierzüchtung und Züchtungsbiologie einschließlich Tierernährung, 4(1‐2), 119-143.)) verglich verschiedene Fellhaarcharakteristika zwischen Hermelin-, Angorakaninchen und ihren F1-Kreuzungen ("//1. Qualitative Untersuchungen (Länge, Dicke, Verhalten des Markes, der Spitzenverdickung, Kräuselung und [[fell#Wucherer, 1925|Wildfarbe]]; Verhalten der F1-Tiere). 2. Quantitative Untersuchungen (Haardichtigkeit, Haarwechsel).//").\\  Wucherer, 1925((Wucherer, E. (1925). Ueber den Charakter des Angorahaares. Zeitschrift für Tierzüchtung und Züchtungsbiologie einschließlich Tierernährung, 4(1‐2), 119-143.)) verglich verschiedene Fellhaarcharakteristika zwischen Hermelin-, Angorakaninchen und ihren F1-Kreuzungen ("//1. Qualitative Untersuchungen (Länge, Dicke, Verhalten des Markes, der Spitzenverdickung, Kräuselung und [[fell#Wucherer, 1925|Wildfarbe]]; Verhalten der F1-Tiere). 2. Quantitative Untersuchungen (Haardichtigkeit, Haarwechsel).//").\\ 
 Er beobachtete bei ausgewachsenen, ausgestreiften oder ausgefallenen Kaninchenhaaren eine Rückbildung des Marks in den Haarwurzelenden, wobei sich das ausgewachsene Angorahaar "//ganz gleich//" wie das ausgewachsene kurze Haar verhielt. Bei Hermelinkaninchen trat die Rückbildung bei einer Haarlänge von 2--4 cm ein, bei Angorakaninchen erst nach 8--20 cm Länge.\\  Er beobachtete bei ausgewachsenen, ausgestreiften oder ausgefallenen Kaninchenhaaren eine Rückbildung des Marks in den Haarwurzelenden, wobei sich das ausgewachsene Angorahaar "//ganz gleich//" wie das ausgewachsene kurze Haar verhielt. Bei Hermelinkaninchen trat die Rückbildung bei einer Haarlänge von 2--4 cm ein, bei Angorakaninchen erst nach 8--20 cm Länge.\\ 
-Über einen Untersuchungszeitraum von etwa 2 Jahren kam Wucherer "//zu der Überzeugung, daß bei den Angoras ein fortwährender Wechsel der Haare stattfindet//, während sich bei den kurzhaarigen Kaninchen junge Haare jeweils im Frühjahr und Herbst bildeten.+Über einen Untersuchungszeitraum von etwa 2 Jahren kam Wucherer "//zu der Überzeugung, daß bei den Angoras ein fortwährender Wechsel der Haare stattfindet//", während sich bei den kurzhaarigen Kaninchen junge Haare jeweils im Frühjahr und Herbst bildeten.
  
 Oznurlu //et al//., 2009((Oznurlu, Y., Celik, I., Sur, E., Telatar, T., & Ozparlak, H. 2009. Comparative skin histology of the white New Zealand and Angora rabbits. J Anim Vet Adv, 8, 1694-701.)) untersuchten neben Neuseeländern auch Angorakaninchen - diese wiesen eine signifikant größere Anzahl von Haarfollikeln pro Flächeneinheit auf, besonders von sekundären Haarfollikeln. Oznurlu //et al//., 2009((Oznurlu, Y., Celik, I., Sur, E., Telatar, T., & Ozparlak, H. 2009. Comparative skin histology of the white New Zealand and Angora rabbits. J Anim Vet Adv, 8, 1694-701.)) untersuchten neben Neuseeländern auch Angorakaninchen - diese wiesen eine signifikant größere Anzahl von Haarfollikeln pro Flächeneinheit auf, besonders von sekundären Haarfollikeln.
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 Castle & Law, 1936((Castle, W. E., & Law, L. W. 1936. Satin, a new hair mutation of the rabbit. J. Hered. 27, 235-240.)) stellten unter dem Mikroskop fest:\\  Castle & Law, 1936((Castle, W. E., & Law, L. W. 1936. Satin, a new hair mutation of the rabbit. J. Hered. 27, 235-240.)) stellten unter dem Mikroskop fest:\\ 
-Bei fertig entwickeltem Satinhaar sind die Zellen des Haarmarks (//Medulla//) verdichtet -- es gibt keine luftgefüllte Markröhre wie bei Normalhaar. Die Medulla geht nahtlos in die Haarrinde (//Cortex//) über, und beide Schichten besitzen eine ähnliche Struktur. Die Haarrinde und ihre äußere Schicht, das Haaroberhäutchen (//Cuticula//), sind dünner und die Cuticula ist glatter als bei Normalhaar. Insgesamt besitzen Satinhaare einen kleineren Durchmesser als Normalhaare (Abbildung 6).+Bei fertig entwickeltem Satinhaar sind die Zellen des Haarmarks (//Medulla//) verdichtet -- es gibt keine luftgefüllte Markröhre wie bei Normalhaar. Die Medulla geht nahtlos in die Haarrinde (//Cortex//) über, und beide Schichten besitzen eine ähnliche Struktur. Die Haarrinde und ihre äußere Schicht, das Haaroberhäutchen (//Cuticula//), sind dünner und die Cuticula ist glatter als bei Normalhaar. Insgesamt besitzen Satinhaare einen kleineren Durchmesser als Normalhaare (Abbildung 7).
  
 <imgcaption label7|Oberflächen und Längsschnitte von A) Normalhaar mit luftgefüllter Medulla, umgeben von Cortex und Cuticula, B) Satinhaar mit veränderter Struktur und geringerem Durchmesser (jeweils links Deck- und rechts Unterhaar); Castle & Law, 1936>{{ :anatomie:castle_law_1936_satin_figure6.jpg?nolink&350 |}}</imgcaption> <imgcaption label7|Oberflächen und Längsschnitte von A) Normalhaar mit luftgefüllter Medulla, umgeben von Cortex und Cuticula, B) Satinhaar mit veränderter Struktur und geringerem Durchmesser (jeweils links Deck- und rechts Unterhaar); Castle & Law, 1936>{{ :anatomie:castle_law_1936_satin_figure6.jpg?nolink&350 |}}</imgcaption>
anatomie/fell.1776285278.txt.gz · Zuletzt geändert: von kathrin

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