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genetik:haarfarbe_tyr

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genetik:haarfarbe_tyr [2026/10/02 21:35] – [Geschichte] kathringenetik:haarfarbe_tyr [2026/10/16 15:02] (aktuell) – [Zur Vererbung] kathrin
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 Nach Deutschland kam die Rasse um 1895. Der Russe ist nur ein Teil Albino, also nur teilweise pigmentlos. Er hat einerseits rot durchleuchtende Augen, das Zeichen des Albinismus, andererseits aber farbige "Gipfel", und zeigt weiterhin die Merkwürdigkeit, unter Einwirkung von Kälte an farblosen Kahlstellen Pigment zu entwickeln."//((Poppe, J., & Wischer, M. (1949). Starke, Praktische Kaninchenzucht. Ausführliches Lehrbuch der Haltung, Zucht und Nutzung des Hauskaninchens für Studierende und Züchter. Dreizehnte Auflage. Leipzig: Dr. F. Poppe. Radebeul und Berlin: Neumann-Verlag.))(S. 133-134) Nach Deutschland kam die Rasse um 1895. Der Russe ist nur ein Teil Albino, also nur teilweise pigmentlos. Er hat einerseits rot durchleuchtende Augen, das Zeichen des Albinismus, andererseits aber farbige "Gipfel", und zeigt weiterhin die Merkwürdigkeit, unter Einwirkung von Kälte an farblosen Kahlstellen Pigment zu entwickeln."//((Poppe, J., & Wischer, M. (1949). Starke, Praktische Kaninchenzucht. Ausführliches Lehrbuch der Haltung, Zucht und Nutzung des Hauskaninchens für Studierende und Züchter. Dreizehnte Auflage. Leipzig: Dr. F. Poppe. Radebeul und Berlin: Neumann-Verlag.))(S. 133-134)
  
-//"Der Russenfaktor wurde ursprünglich von Baur und Pap (27)((Pap, E. 1921. Über Vererbung von Farbe und Zeichnung bei dem Kaninchen. Zeitschrift für induktive Abstammungs- und Vererbungslehre, 26(3), 185-270.)) mit N bezeichnet, noch ehe bekannt war, daß er in die Albinoserie hineingehört; deshalb sein jetziges Symbol a<sub>n</sub>."//((Nachtsheim, H. (1929). Die Entstehung der Kaninchenrassen im Lichte ihrer Genetik. Zeitschrift für Tierzüchtung und Züchtungsbiologie einschließlich Tierernährung, 14(1), 53-109.))(S. 74)+//"Der Russenfaktor wurde ursprünglich von Baur und Pap (27)((Pap, E. 1921. Über Vererbung von Farbe und Zeichnung bei dem Kaninchen. Zeitschrift für induktive Abstammungs- und Vererbungslehre, 26(3), 185-270.)) mit N bezeichnet, noch ehe bekannt war, daß er in die Albinoserie hineingehört; deshalb sein jetziges Symbol a<sub>n</sub>."//((Nachtsheim, H. (1929). Die Entstehung der Kaninchenrassen im Lichte ihrer Genetik. Zeitschrift für Tierzüchtung und Züchtungsbiologie einschließlich Tierernährung, 14(1), 53-109.))(S. 74) (siehe auch Hagedoorn, 1912((Hagedoorn, A. L. (1912). The Genetic Factors in the Development of the Housemouse, which Influence the Coat Colour, with Notes on such Genetic Factors in the Development of the other Rodents. Zeitschrift für induktive Abstammungs- und Vererbungslehre 6, 97-137.)), S. 121-122)
  
 **Chinchillafarbige** Kaninchen wurden ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bekannt und 1913 in Frankreich erstmals ausgestellt.((Nachtsheim, H. (1929). Die Entstehung der Kaninchenrassen im Lichte ihrer Genetik. Zeitschrift für Tierzüchtung und Züchtungsbiologie einschließlich Tierernährung, 14(1), 53-109.))(S. 76)((Joppich, F. 1969. Das Kaninchen. Vierte, ergänzte Auflage. Berlin: VEB Deutscher Landwirtschaftsverlag.))(S. 82)\\   **Chinchillafarbige** Kaninchen wurden ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bekannt und 1913 in Frankreich erstmals ausgestellt.((Nachtsheim, H. (1929). Die Entstehung der Kaninchenrassen im Lichte ihrer Genetik. Zeitschrift für Tierzüchtung und Züchtungsbiologie einschließlich Tierernährung, 14(1), 53-109.))(S. 76)((Joppich, F. 1969. Das Kaninchen. Vierte, ergänzte Auflage. Berlin: VEB Deutscher Landwirtschaftsverlag.))(S. 82)\\  
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 Mancherlei scheint mir allerdings darauf hinzudeuten, daß der [[haarfarbe_nomenklatur#Chinchillafarben|Chinchillafaktor]] einen labileren Zustand des Gens darstellt als die Faktoren A, a und a<sub>n</sub>, daß er mit anderen Worten öfter mutiert."//((Nachtsheim, H. (1929). Die Entstehung der Kaninchenrassen im Lichte ihrer Genetik. Zeitschrift für Tierzüchtung und Züchtungsbiologie einschließlich Tierernährung, 14(1), 53-109.))(S. 76-77) Mancherlei scheint mir allerdings darauf hinzudeuten, daß der [[haarfarbe_nomenklatur#Chinchillafarben|Chinchillafaktor]] einen labileren Zustand des Gens darstellt als die Faktoren A, a und a<sub>n</sub>, daß er mit anderen Worten öfter mutiert."//((Nachtsheim, H. (1929). Die Entstehung der Kaninchenrassen im Lichte ihrer Genetik. Zeitschrift für Tierzüchtung und Züchtungsbiologie einschließlich Tierernährung, 14(1), 53-109.))(S. 76-77)
  
-//"Tyrosinase dagegen hat bisher im unpigmentierten Fell nicht gefunden werden können."//((Koßwig, C. (1926). Die Vererbung von Farbe und Zeichnung bei Nagetieren. Zeitschr. f. Tierzüchtung und Züchtungsbiologie, 5, 101-129.))(S. 103)+//"Tyrosinase dagegen hat bisher im unpigmentierten Fell nicht gefunden werden können."//((Koßwig, C. (1926). Die Vererbung von Farbe und Zeichnung bei Nagetieren. Zeitschr. f. Tierzüchtung und Züchtungsbiologie, 5, 101-129.))(S. 103) (siehe auch Onslow, 1915((Onslow, H. (1915). A contribution to our knowledge of the chemistry of coat-colour in animals and of dominant and recessive whiteness. Proceedings of the Royal Society of London. Series B, Containing Papers of a Biological Character, 89(609), 36-58.)))
  
-//"Marchlewski (1934)//[((Marchlewski, T. (1934). Reverse mutations in color factors in the rabbit. J. Genet. 29, 153-157.))] //has observed what appear to be two cases of **reverse mutation** from one of the chinchilla genes (probably c<sup>ch2</sup>) to full color. The first, a castorrex, arose from purebred chinchilla rex parents. Crossed with chinchilla or albino females it gave a 1:1 ratio of full color agoutis and chinchillas, demonstrating its constitution to be Cc<sup>ch2</sup>. In another closely related line, the F<sub>2</sub> progeny from a cross of chinchilla rex by white (cc) angora contained two full yellows. Mating one of these with normal-haired pure chinchillas or to triple recessive chinchilla males also gave a 1:1 ratio of full colored and chinchillas. Because reverse mutations are usually rare, the fact that (as Marchlewski points out) both of these cases occurred from related animals, and in a population of less than 500, suggests that these observations may be of further significance. Since the C gene in the rabbit has mutated at least 5 times, this observation may indicate that, at least under certain circumstances, it is a relatively unstable locus."//((Sawin, P. B. (1955). Recent genetics of the domestic rabbit. Advances in Genetics, 7, 183-226.))(S. 185)+**Reversion des Chinchilla-Allels**\\  
 +//"Marchlewski (1934)//((Marchlewski, T. (1934). Reverse mutations in color factors in the rabbit. J. Genet. 29, 153-157.)) //has observed what appear to be two cases of reverse mutation from one of the chinchilla genes (probably c<sup>ch2</sup>) to full color. The first, a castorrex, arose from purebred chinchilla rex parents. Crossed with chinchilla or albino females it gave a 1:1 ratio of full color agoutis and chinchillas, demonstrating its constitution to be Cc<sup>ch2</sup>. In another closely related line, the F<sub>2</sub> progeny from a cross of chinchilla rex by white (cc) angora contained two full yellows. Mating one of these with normal-haired pure chinchillas or to triple recessive chinchilla males also gave a 1:1 ratio of full colored and chinchillas. Because reverse mutations are usually rare, the fact that (as Marchlewski points out) both of these cases occurred from related animals, and in a population of less than 500, suggests that these observations may be of further significance. Since the C gene in the rabbit has mutated at least 5 times, this observation may indicate that, at least under certain circumstances, it is a relatively unstable locus."//((Sawin, P. B. (1955). Recent genetics of the domestic rabbit. Advances in Genetics, 7, 183-226.))(S. 185) ([[haarfarbe_nomenklatur#Chinchillafarben|Nomenklatur]])
  
 ===== Dominanzverhalten und Pigment-Ausprägung ===== ===== Dominanzverhalten und Pigment-Ausprägung =====
  
-**Tabelle 2:** Dominanzverhalten zwischen Allelen des A-Lokus und Pigment-Ausprägung für die verschiedenen Kombinationen -- nach Robinson, 1958((Robinson, R. 1958. Genetic studies of the rabbit. Bibl. Genet. 1958, 17, 229–558.))(S. 239; ausgehend von Sawin 1932a, b((Sawin, P.B. (1932). Albino allelomorphs of the rabbit with special reference to blue-eyed chinchilla and its variations. In: Contributions to the genetics of the domestic rabbit. Carn. lnst. Wash. 427.  Online, https://www.biodiversitylibrary.org/item/320584)), siehe auch Koßwig 1927((Koßwig C. (1927). Über die Vererbungund Bildung von Pigment bei Kaninchenrassen. Zeitschrift für induktive Abstammungs- und Vererbungslehre, 45(1), 368–401.)) und Nachtsheim 1929((Nachtsheim, H. (1929). Die Entstehung der Kaninchenrassen im Lichte ihrer Genetik. Zeitschrift für Tierzüchtung und Züchtungsbiologie einschließlich Tierernährung, 14(1), 53-109.)), <imgref label1>); angepasst gemäß Fontanesi, 2021((Fontanesi, L. 2021. Genetics and molecular genetics of coat colour in the European rabbit. In: The genetics and genomics of the rabbit (pp. 84-103). Wallingford UK: CABI. ISBN: 9 781 78064 3342.))(S. 90)+**Tabelle 2:** Dominanzverhalten zwischen Allelen des A-Lokus und Pigment-Ausprägung für die verschiedenen Kombinationen -- nach Robinson, 1958((Robinson, R. 1958. Genetic studies of the rabbit. Bibl. Genet. 1958, 17, 229–558.))(S. 239; ausgehend von Sawin 1932a((Sawin, P. B. (1932). Hereditary variation of the chinchilla rabbit: In coat and eye color. Journal of Heredity, 23(1), 39-46.)), b((Sawin, P.B. (1932). Albino allelomorphs of the rabbit with special reference to blue-eyed chinchilla and its variations. In: Contributions to the genetics of the domestic rabbit. Carn. lnst. Wash. 427.  Online, https://www.biodiversitylibrary.org/item/320584)), siehe auch Koßwig 1927((Koßwig C. (1927). Über die Vererbung und Bildung von Pigment bei Kaninchenrassen. Zeitschrift für induktive Abstammungs- und Vererbungslehre, 45(1), 368–401.)) und Nachtsheim 1929((Nachtsheim, H. (1929). Die Entstehung der Kaninchenrassen im Lichte ihrer Genetik. Zeitschrift für Tierzüchtung und Züchtungsbiologie einschließlich Tierernährung, 14(1), 53-109.)), <imgref label1>); angepasst gemäß Fontanesi, 2021((Fontanesi, L. 2021. Genetics and molecular genetics of coat colour in the European rabbit. In: The genetics and genomics of the rabbit (pp. 84-103). Wallingford UK: CABI. ISBN: 9 781 78064 3342.))(S. 90)
 ^Genotyp ^Eumelanin-Level ^Phäomelanin-Level ^Farbe Pupille ^Farbe Iris^Fellhaarfarbe ^ ^Genotyp ^Eumelanin-Level ^Phäomelanin-Level ^Farbe Pupille ^Farbe Iris^Fellhaarfarbe ^
 |A/_ |++++ |+++ |Sehr dunkel/ schwarz |Braun |Vollpigmentiert | |A/_ |++++ |+++ |Sehr dunkel/ schwarz |Braun |Vollpigmentiert |
genetik/haarfarbe_tyr.1790969725.txt.gz · Zuletzt geändert: von kathrin

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