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krankheiten:encephalitozoonose

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krankheiten:encephalitozoonose [2026/08/11 20:27] – [Zoonotisches Potenzial] kathrinkrankheiten:encephalitozoonose [2026/09/12 15:20] (aktuell) kathrin
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 Waller //et al//., 1978((Waller, T., Morein, B., & Fabiansson, E. 1978. Humoral immune response to infection with Encephalitozoon cuniculi in rabbits. Laboratory Animals, 12(3), 145-148.)) interessierten sich für den zeitlichen Verlauf der IgM- und IgG-Antikörperreaktion nach experimenteller //E. cuniculi//-Infektion (intravenös, n=1; subkutan, n=2; oral, n=6). Dazu wurde fraktioniertes Serum mittels IIR (//india-ink immuno-reaction//; oder: CIA, //carbon immunoassay//((Chalupský, J. 1983. The India ink immunoreaction or carbon immunoassay in the diagnosis of human toxoplasmosis performed without use of complement. Folia Parasitologica, Vol. 30, No. 4, 311-312.))), IFA (//immunofluorescent antibody//)((Chalupsky, J., Vávra, J., & Bedrník, P. 1973. Detection of antibodies to Encephalitozoon cuniculi in rabbits by the indirect immunofluorescent antibody test.)) und Immundiffusion [[encephalitozoonose#Diagnostik|analysiert]].\\  Waller //et al//., 1978((Waller, T., Morein, B., & Fabiansson, E. 1978. Humoral immune response to infection with Encephalitozoon cuniculi in rabbits. Laboratory Animals, 12(3), 145-148.)) interessierten sich für den zeitlichen Verlauf der IgM- und IgG-Antikörperreaktion nach experimenteller //E. cuniculi//-Infektion (intravenös, n=1; subkutan, n=2; oral, n=6). Dazu wurde fraktioniertes Serum mittels IIR (//india-ink immuno-reaction//; oder: CIA, //carbon immunoassay//((Chalupský, J. 1983. The India ink immunoreaction or carbon immunoassay in the diagnosis of human toxoplasmosis performed without use of complement. Folia Parasitologica, Vol. 30, No. 4, 311-312.))), IFA (//immunofluorescent antibody//)((Chalupsky, J., Vávra, J., & Bedrník, P. 1973. Detection of antibodies to Encephalitozoon cuniculi in rabbits by the indirect immunofluorescent antibody test.)) und Immundiffusion [[encephalitozoonose#Diagnostik|analysiert]].\\ 
 Nachweisbare Serumantikörpertiter wurden  Nachweisbare Serumantikörpertiter wurden 
-  * zwischen 7 und 11 Tagen nach parenteraler Infektion (maximale Titer zwischen 1: 625 und 1: 5000 nach 4956 Tagen); +  * zwischen 7 und 11 Tagen nach parenteraler Infektion (maximale Titer zwischen 1: 625 und 1: 5000 nach 4956 Tagen); 
-  * 14 und 21 Tage nach peroraler Infektion bei 2 von 6 Kaninchen (maximale Titer bei 1: 2500 oder 1: 625 nach 56-88 Tagen)+  * 14 und 21 Tage nach peroraler Infektion bei 2 von 6 Kaninchen (maximale Titer bei 1: 2500 oder 1: 625 nach 5688 Tagen)
 festgestellt. Bei seropositiven Tieren blieben die Antikörpertiter für mehr als ein Jahr nach der Infektion hoch.\\  festgestellt. Bei seropositiven Tieren blieben die Antikörpertiter für mehr als ein Jahr nach der Infektion hoch.\\ 
 Mittels IIR ließen sich nur IgG-Antikörper nachweisen, mittels IFA sowohl IgM- als auch IgG-Antikörper. Mittels IIR ließen sich nur IgG-Antikörper nachweisen, mittels IFA sowohl IgM- als auch IgG-Antikörper.
  Die Antikörperreaktion kurz nach der Infektion beschränkte sich eher auf die IgM- als auf die IgG-Serumfraktionen, während sie später in den IgG-Fraktionen stärker ausgeprägt war.\\   Die Antikörperreaktion kurz nach der Infektion beschränkte sich eher auf die IgM- als auf die IgG-Serumfraktionen, während sie später in den IgG-Fraktionen stärker ausgeprägt war.\\ 
 Es wurde darauf hingewiesen, dass die Antikörperreaktion vom [[encephalitozoonose#Übertragung|Übertragungsweg]] sowie der Sporenbelastung abhängig ist. Es wurde darauf hingewiesen, dass die Antikörperreaktion vom [[encephalitozoonose#Übertragung|Übertragungsweg]] sowie der Sporenbelastung abhängig ist.
 +
 +Zusammenfassung aus Bywater & Kellett, 1979((Bywater, J. E. C., & Kellett, B. S. (1979). Humoral immune response to natural infection with Encephalitozoon cuniculi in rabbits. Laboratory animals, 13(4), 293-297.)): //"Die Seren von 4 Generationen einer Kaninchen-Familie mit natürlicher Encephalitozoon cuniculi Infestation wurden untersucht. Antikörper konnten in einem neugeborenen und in einem 11 Tage alten Wurf nachgewiesen werden. Durch histologische Untersuchungen der Hirne und Nieren konnten bei diesen Tieren keine für diese Krankheit typischen Läsionen festgestellt werden.\\ 
 +Seren eines Wurfes von 2 Kaninchen, welche in wöchentlichen Abständen von der 4. bis zur 42. Alterswoche untersucht wurden, zeigten einen niedrigen Ausgangstiter, welcher zurückging bis kein Titer mehr nachweisbar war. Nach einem Zeitabstand stiegen die Titer wieder an, um gegen Ende der Beobachtungsperiode ein Plateau zu erreichen. Die Encephalitozoon cuniculi-Infektion konnte bei den Müttern aller Würfe durch Antikörperbestimmung und Histologie bestätigt werden.\\ 
 +Parallel durchgeführte Titrationen von mit 2-mercaptoethanol behandelten und unbehandelten Proben zeigten, dass mit der India-Ink Immunreaktion nur Immunoglobulin G nachgewiesen werden kann."//
  
 [Cox //et al//., 1979((Cox, J.C., Hamilton, R.C., Attwood, H.D., 1979. An investigation of the route and progression of Encephalitozoon cuniculi infection in adult rabbits. J. Protozool. 26, 260–265.))] ("//... reported that after intravenous administration, early high IgM response with IgG becomes dominant at 17 days post-infection, and IgM decreasing to zero by day 35.//"((Jeklova, E., Jekl, V., Kovarcik, K., Hauptman, K., Koudela, B., Neumayerova, H., … & Faldyna, M. 2010. Usefulness of detection of specific IgM and IgG antibodies for diagnosis of clinical encephalitozoonosis in pet rabbits. Veterinary parasitology, 170(1-2), 143-148.))) [Cox //et al//., 1979((Cox, J.C., Hamilton, R.C., Attwood, H.D., 1979. An investigation of the route and progression of Encephalitozoon cuniculi infection in adult rabbits. J. Protozool. 26, 260–265.))] ("//... reported that after intravenous administration, early high IgM response with IgG becomes dominant at 17 days post-infection, and IgM decreasing to zero by day 35.//"((Jeklova, E., Jekl, V., Kovarcik, K., Hauptman, K., Koudela, B., Neumayerova, H., … & Faldyna, M. 2010. Usefulness of detection of specific IgM and IgG antibodies for diagnosis of clinical encephalitozoonosis in pet rabbits. Veterinary parasitology, 170(1-2), 143-148.)))
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 Jeklova, Leva //et al//., 2010((Jeklova, E., Leva, L., Kovarcik, K., Matiasovic, J., Kummer, V., Maskova, J., ... & Faldyna, M. 2010. Experimental oral and ocular Encephalitozoon cuniculi infection in rabbits. Parasitology, 137(12), 1749-1757.)) (Immunsuppression mit Dexamethason nach experimenteller Infektion) Jeklova, Leva //et al//., 2010((Jeklova, E., Leva, L., Kovarcik, K., Matiasovic, J., Kummer, V., Maskova, J., ... & Faldyna, M. 2010. Experimental oral and ocular Encephalitozoon cuniculi infection in rabbits. Parasitology, 137(12), 1749-1757.)) (Immunsuppression mit Dexamethason nach experimenteller Infektion)
  
 +==== Manipulation der Immunantwort ====
 +Efferozytose((Dalboni, L. C., Alvares Saraiva, A. M., Konno, F. T. D. C., Perez, E. C., Codeceira, J. F., Spadacci-Morena, D. D., & Lallo, M. A. (2021). Encephalitozoon cuniculi takes advantage of efferocytosis to evade the immune response. PLoS One, 16(3), e0247658. https://doi.org/10.1371/journal.pone.0247658))
  
 ===== Übertragung ===== ===== Übertragung =====
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 Cox & Gallichio, 1978((Cox, J. C., & Gallichio, H. A. 1978. Serological and histological studies on adult rabbits with recent, naturally acquired encephalitozoonosis. Research in Veterinary science, 24(2), 260-261.)) untersuchten Blut, Urin, Nieren- und Hirngewebe von 20 Kaninchen (//Commonwealth Serum Laboratories//, CSL), die sich auf natürlichem Weg mit //E. cuniculi// angesteckt hatten. Antikörper gegen //E. cuniculi// wurden mindestens zwei Wochen vor dem Nachweis intrazellulärer Sporen in Nierengewebe und vier Wochen vor histopathologischen Läsionen (Nieren) oder Sporen im Urin nachgewiesen (IFAT((Cox, J. C., & Pye, D. 1975. Serodiagnosis of nosematosis by immunofluorescence using cell-culture-grown organisms. Laboratory Animals, 9(4), 297-304.))). Die Ergebnisse zeigten auch, dass die Niere vor dem Gehirn infiziert war, was sowohl durch die größere Anzahl und Schwere der histopathologischen Läsionen als auch durch den Nachweis von Sporen in der Niere mehrere Wochen vor deren Nachweis im Gehirn belegt werden konnte. Da im Urin keine Sporen bis vier Wochen nach Beginn der Serum-Antikörperreaktion nachgewiesen werden konnten, wurde vermutet, dass von diesem Zeitpunkt an drei bis vier Wochen vergehen können, bis infizierte Kaninchen in der Lage sind, die Infektion auf benachbarte Kaninchen zu übertragen. Cox & Gallichio, 1978((Cox, J. C., & Gallichio, H. A. 1978. Serological and histological studies on adult rabbits with recent, naturally acquired encephalitozoonosis. Research in Veterinary science, 24(2), 260-261.)) untersuchten Blut, Urin, Nieren- und Hirngewebe von 20 Kaninchen (//Commonwealth Serum Laboratories//, CSL), die sich auf natürlichem Weg mit //E. cuniculi// angesteckt hatten. Antikörper gegen //E. cuniculi// wurden mindestens zwei Wochen vor dem Nachweis intrazellulärer Sporen in Nierengewebe und vier Wochen vor histopathologischen Läsionen (Nieren) oder Sporen im Urin nachgewiesen (IFAT((Cox, J. C., & Pye, D. 1975. Serodiagnosis of nosematosis by immunofluorescence using cell-culture-grown organisms. Laboratory Animals, 9(4), 297-304.))). Die Ergebnisse zeigten auch, dass die Niere vor dem Gehirn infiziert war, was sowohl durch die größere Anzahl und Schwere der histopathologischen Läsionen als auch durch den Nachweis von Sporen in der Niere mehrere Wochen vor deren Nachweis im Gehirn belegt werden konnte. Da im Urin keine Sporen bis vier Wochen nach Beginn der Serum-Antikörperreaktion nachgewiesen werden konnten, wurde vermutet, dass von diesem Zeitpunkt an drei bis vier Wochen vergehen können, bis infizierte Kaninchen in der Lage sind, die Infektion auf benachbarte Kaninchen zu übertragen.
 +
 +Bywater & Kellett, 1978((Bywater, J. E., & Kellett, B. S. (1978). Encephalitozoon cuniculi antibodies in a specific-pathogen-free rabbit unit. Infection and Immunity, 21(2), 360-364.)) schlussfolgerten aus IIR-Tests in einer Laborkaninchen-Kolonie: //"We believe that our observations of a naturally occurring infection in rabbits supports the following statements. (i) There is no sex discrimination in susceptibility. Although there is evidence that congenital infection occurs, this route is not exclusive. (ii) Organisms excreted by an infected dam contribute greatly to the dissemination of the disease among her own, and unrelated, offspring. (iii) Cross-infection is a major factor in the spread of this disease and suggests that the oral route is important. There is an age susceptibility in rabbits, and infection usually occurs by 5 months; older animals are resistant. Venereal infection, at least from female to male, does not occur. (iv) Maternal antibodies can exist in preweaned animals; antibody levels appear at their highest at 5 to 6 months and do not fall below 1:160 throughout the life of infected animals."//.
  
 [Lyngset, 1980((Lyngset, A. 1980. A survey of serum antibodies to Encephalitozoon cuniculi in breeding rabbits and their young. Laboratory Animal Science, 30(3), 558-561.))] ("//Passive immunity is transferred from infected dams to their offspring, which can have demonstrable antibody titres until they are about four weeks old. After a seronegative period, young rabbits seroconvert at eight to 10 weeks of age in response to a natural infection.//"((Harcourt‐Brown, F. M., & Holloway, H. K. R. 2003. Encephalitozoon cuniculi in pet rabbits. Veterinary record, 152(14), 427-431.))) [Lyngset, 1980((Lyngset, A. 1980. A survey of serum antibodies to Encephalitozoon cuniculi in breeding rabbits and their young. Laboratory Animal Science, 30(3), 558-561.))] ("//Passive immunity is transferred from infected dams to their offspring, which can have demonstrable antibody titres until they are about four weeks old. After a seronegative period, young rabbits seroconvert at eight to 10 weeks of age in response to a natural infection.//"((Harcourt‐Brown, F. M., & Holloway, H. K. R. 2003. Encephalitozoon cuniculi in pet rabbits. Veterinary record, 152(14), 427-431.)))
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 inkubiert worden sind.\\  inkubiert worden sind.\\ 
 Die Infektiosität wurde erst bei Wassertemperaturen von 60 °C (5 Minuten), bzw. ab 70 °C eliminiert. Die Infektiosität wurde erst bei Wassertemperaturen von 60 °C (5 Minuten), bzw. ab 70 °C eliminiert.
 +
 +Li //et al//., 2003 ((Li, X., Palmer, R., Trout, J. M., & Fayer, R. (2003). Infectivity of microsporidia spores stored in water at environmental temperatures. The Journal of parasitology, 89(1), 185-188.)) untersuchten den Einfluss von Temperatur und Lagerung in Wasser mittels MDBK-Zellkultur. EC-Sporen blieben infektiös 
 +  * bei 10 °C für 3 Monate, 
 +  * bei 15 °C für 2 Monate, 
 +  * bei 20 °C für 1 Monat, 
 +  * bei 25 °C für 3 Wochen und 
 +  * bei 30 °C für 1 Woche.
  
 ===== Symptome ===== ===== Symptome =====
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 ==== 2021 bis 2025 ==== ==== 2021 bis 2025 ====
 +
 +Bei 188 Zootieren aus Slowenien wurde das Vorkommen ausgewählter Parasiten und Bakterien untersucht. Antikörper gegen //E. cuniculi// wurden bei 44 % (52/118) der Säugetiere (davon bei 5/6 Europäischen Kaninchen) sowie bei 20 % (11/56) der Vögel nachgewiesen. Herbivore hatten im Vergleich zu Carnivoren ein höheres Infektionsrisiko.((Kvapil, P., Račnik, J., Kastelic, M., Marková, J., Murat, J. B., Kobédová, K., ... & Bártová, E. (2021). Biosurveillance of selected pathogens with zoonotic potential in a zoo. Pathogens, 10(4), 428. https://doi.org/10.3390/pathogens10040428))
  
 Im Rahmen eines finnischen Forschungsprojekts zur Gesundheit von Hauskaninchen (siehe auch [[krankheiten#Mäkitaipale et al., 2015|Prävalenzen]] oder [[wirkstoffe:vitamine:vitamin_d#25(OH)D-Serumkonzentration|Vitamin D]]) sammelten Mäkitaipale //et al//., 2022((Mäkitaipale, J., Järvenpää, E., Bruce, A., Sankari, S., Virtala, A. M., & Näreaho, A. 2022. Seroprevalence of Encephalitozoon cuniculi and Toxoplasma gondii antibodies and risk-factor assessment for Encephalitozoon cuniculi seroprevalence in Finnish pet rabbits (Oryctolagus cuniculus). Acta Veterinaria Scandinavica, 64(1), 2.)) zwischen Mai 2012 und März 2014 Blutproben von klinisch gesunden Kaninchen und bestimmten die IgG-Seroprävalenzen von //E. cuniculi// und //T. gondii//. Die Besitzer meldeten ihre Kaninchen freiwillig für die Studie an, d.h. die Stichprobe war nicht randomisiert. 247 Proben wurden mittels ELISA auf EC und 270 Proben auf //T. gondii// getestet. Mischlinge waren am häufigsten vertreten, gefolgt von Zwergwiddern.\\  Im Rahmen eines finnischen Forschungsprojekts zur Gesundheit von Hauskaninchen (siehe auch [[krankheiten#Mäkitaipale et al., 2015|Prävalenzen]] oder [[wirkstoffe:vitamine:vitamin_d#25(OH)D-Serumkonzentration|Vitamin D]]) sammelten Mäkitaipale //et al//., 2022((Mäkitaipale, J., Järvenpää, E., Bruce, A., Sankari, S., Virtala, A. M., & Näreaho, A. 2022. Seroprevalence of Encephalitozoon cuniculi and Toxoplasma gondii antibodies and risk-factor assessment for Encephalitozoon cuniculi seroprevalence in Finnish pet rabbits (Oryctolagus cuniculus). Acta Veterinaria Scandinavica, 64(1), 2.)) zwischen Mai 2012 und März 2014 Blutproben von klinisch gesunden Kaninchen und bestimmten die IgG-Seroprävalenzen von //E. cuniculi// und //T. gondii//. Die Besitzer meldeten ihre Kaninchen freiwillig für die Studie an, d.h. die Stichprobe war nicht randomisiert. 247 Proben wurden mittels ELISA auf EC und 270 Proben auf //T. gondii// getestet. Mischlinge waren am häufigsten vertreten, gefolgt von Zwergwiddern.\\ 
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 Antikörper gegen //E. cuniculi// wurden bei 24 der 158 (15,2 %) Wildkaninchen nachgewiesen: in 12 Proben sowohl IgM- als auch IgG-Antikörper, in 10 Proben nur IgG-Antikörper und in 2 Proben nur IgM-Antikörper. In 19 Serumproben waren die Titer niedrig, höhere Titer im Bereich von 1:160 bis >1:1280 wurden in fünf Proben gefunden. Die positiv getesteten Tiere stammten aus 7 von 17 in dieser Studie untersuchten Standorte in Bayern.\\  Antikörper gegen //E. cuniculi// wurden bei 24 der 158 (15,2 %) Wildkaninchen nachgewiesen: in 12 Proben sowohl IgM- als auch IgG-Antikörper, in 10 Proben nur IgG-Antikörper und in 2 Proben nur IgM-Antikörper. In 19 Serumproben waren die Titer niedrig, höhere Titer im Bereich von 1:160 bis >1:1280 wurden in fünf Proben gefunden. Die positiv getesteten Tiere stammten aus 7 von 17 in dieser Studie untersuchten Standorte in Bayern.\\ 
 DNA von //E. cuniculi// wurde mittels real-time-PCR bei 10 von 158 (6,3 %) Wildkaninchen nachgewiesen und von //E. hellem// bei 4 von 158 (2,5 %). Anschließend wurde //E. cuniculi// mittels nested-PCR bei 7/10 und //E. hellem// bei 3/4 Wildkaninchen bestätigt.\\  DNA von //E. cuniculi// wurde mittels real-time-PCR bei 10 von 158 (6,3 %) Wildkaninchen nachgewiesen und von //E. hellem// bei 4 von 158 (2,5 %). Anschließend wurde //E. cuniculi// mittels nested-PCR bei 7/10 und //E. hellem// bei 3/4 Wildkaninchen bestätigt.\\ 
-Bei 1 Wildkaninchen wurde in Gehirn und Niere // E. cuniculi// Genotyp 1 identifiziert.\\  +Bei 1 Wildkaninchen wurde in Gehirn und Niere //E. cuniculi// Genotyp 1 identifiziert.\\  
 Mögliche Gründe für einen positiven DNA-Test bei gleichzeitig negativem Antikörper-Test seien: falsch negative IFAT-Ergebnisse, falsch positive PCR-Ergebnisse, nicht nachweisbare Antikörper-Level, eine zur Serokonversion ungenügende Menge aufgenommener Sporen, immunsupprimierende Effekte durch andere Erkrankungen oder übermäßiges Binden von Antikörpern durch den Erreger.\\   Mögliche Gründe für einen positiven DNA-Test bei gleichzeitig negativem Antikörper-Test seien: falsch negative IFAT-Ergebnisse, falsch positive PCR-Ergebnisse, nicht nachweisbare Antikörper-Level, eine zur Serokonversion ungenügende Menge aufgenommener Sporen, immunsupprimierende Effekte durch andere Erkrankungen oder übermäßiges Binden von Antikörpern durch den Erreger.\\  
 Mögliche Gründe für einen negativen DNA-Test bei gleichzeitig positivem Antikörper-Test seien: eine sehr geringe Sporenkonzentration und/oder eine ungleichmäßige Verteilung im untersuchten Gewebe, eine frühe oder abgewehrte Infektion, eine verringerte Sporenmenge mit fortschreitender Infektion. Mögliche Gründe für einen negativen DNA-Test bei gleichzeitig positivem Antikörper-Test seien: eine sehr geringe Sporenkonzentration und/oder eine ungleichmäßige Verteilung im untersuchten Gewebe, eine frühe oder abgewehrte Infektion, eine verringerte Sporenmenge mit fortschreitender Infektion.
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 Bei 54 Heimkaninchen, denen im Rahmen von Routineterminen oder Aufenthalten in einer Tierklinik in Porto (Portugal), ohne vorab festgelegte klinische Kriterien, Blut abgenommen wurde, stellten Rocha //et al//., 2026((Rocha, F., Gibson, M. S., Anastácio, S., Vilhena, H., Frouco, G., Ramalho de Sousa, S., & Ferrolho, J. (2026). A High Proportion of Encephalitozoon cuniculi Antibody-Positive Domestic Rabbits Identified in Northern Portugal: Implications for Zoonotic Risk. Microorganisms, 14(7), 1510.)) mittels ELISA eine EC-Antikörperprävalenz von 63 % (34/54) fest. Bei 54 Heimkaninchen, denen im Rahmen von Routineterminen oder Aufenthalten in einer Tierklinik in Porto (Portugal), ohne vorab festgelegte klinische Kriterien, Blut abgenommen wurde, stellten Rocha //et al//., 2026((Rocha, F., Gibson, M. S., Anastácio, S., Vilhena, H., Frouco, G., Ramalho de Sousa, S., & Ferrolho, J. (2026). A High Proportion of Encephalitozoon cuniculi Antibody-Positive Domestic Rabbits Identified in Northern Portugal: Implications for Zoonotic Risk. Microorganisms, 14(7), 1510.)) mittels ELISA eine EC-Antikörperprävalenz von 63 % (34/54) fest.
  
 +Škrbec //et al//., 2026((Škrbec, M., Slavec, B., Kočar, N., Modrijan, K., Kuhar, U., Kolenc, M., ... & Račnik, J. (2026). Clinical Molecular Investigation of Encephalitozoon cuniculi in Pet Rabbits: Early Detection of Potential Risk for Animal and Human Infection. Veterinary Medicine and Science, 12(5), e71081.))
 ===== Vorbeugung ===== ===== Vorbeugung =====
  
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 Waller //et al//., 1978((Waller, T., Morein, B., & Fabiansson, E. 1978. Humoral immune response to infection with Encephalitozoon cuniculi in rabbits. Laboratory Animals, 12(3), 145-148.)) und Nast //et al//., 1996((Nast, R., Middleton, D. M., & Wheler, C. L. 1996. Generalized encephalitozoonosis in a Jersey wooly rabbit. The Canadian Veterinary Journal, 37(5), 303.)) schlugen regelmäßige serologische Tests im Abstand von 4 Wochen und das konsequente Töten seropositiver Kaninchen vor, um //E. cuniculi// aus größeren Kolonien (kommerziell) zu eliminieren. Waller //et al//., 1978((Waller, T., Morein, B., & Fabiansson, E. 1978. Humoral immune response to infection with Encephalitozoon cuniculi in rabbits. Laboratory Animals, 12(3), 145-148.)) und Nast //et al//., 1996((Nast, R., Middleton, D. M., & Wheler, C. L. 1996. Generalized encephalitozoonosis in a Jersey wooly rabbit. The Canadian Veterinary Journal, 37(5), 303.)) schlugen regelmäßige serologische Tests im Abstand von 4 Wochen und das konsequente Töten seropositiver Kaninchen vor, um //E. cuniculi// aus größeren Kolonien (kommerziell) zu eliminieren.
  
 +**Tabelle 8:** Antikörperprävalenz (mittels IIR) bei der ersten 100-prozentigen Probenahme und vier Wochen später (nach der Keulung der positiven Tiere); aus Bywater & Kellett, 1978((Bywater, J. E., & Kellett, B. S. (1978). Encephalitozoon cuniculi antibodies in a specific-pathogen-free rabbit unit. Infection and Immunity, 21(2), 360-364.))
 +| //Screen No.// | //Colony size total// | //No. seropositive//
 +| 1 | 758 | 43 (5,67 %) |
 +| 2 | 670 | 1 (0,15 %) |
  
 ==== Reinigung, Desinfektion ==== ==== Reinigung, Desinfektion ====
krankheiten/encephalitozoonose.1786472822.txt.gz · Zuletzt geändert: von kathrin

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