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krankheiten:krankheiten

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krankheiten:krankheiten [2026/01/03 17:49] – [Krankheiten] kathrinkrankheiten:krankheiten [2026/02/03 21:05] (aktuell) – [O'Neill et al, 2024] andreas
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   * Die Ergebnisse belegen keine höhere Wahrscheinlichkeit von Zahnerkrankungen bei hängeohrigen oder brachycephalen Kaninchen im Vergleich zu ihren aufrechtohrigen oder normocephalen Artgenossen, was die Möglichkeit aufkommen lässt, dass allgegenwärtige Konformitäts- und Haltungsänderungen, die mit dem Dasein als Hauskaninchen an sich verbunden sind, den größten Risikoeffekt für Zahnerkrankungen bei Kaninchen haben. Wenn es spezifische genetische Prädispositionen für Zahnerkrankungen bei Kaninchen gibt, so sind diese wahrscheinlich komplexer Natur. Diese Erkenntnisse können Tierärzten dabei helfen, betroffene Kaninchen früher zu erkennen und eine frühere Behandlung einzuleiten, um Schmerzen und Leiden zu verringern.   * Die Ergebnisse belegen keine höhere Wahrscheinlichkeit von Zahnerkrankungen bei hängeohrigen oder brachycephalen Kaninchen im Vergleich zu ihren aufrechtohrigen oder normocephalen Artgenossen, was die Möglichkeit aufkommen lässt, dass allgegenwärtige Konformitäts- und Haltungsänderungen, die mit dem Dasein als Hauskaninchen an sich verbunden sind, den größten Risikoeffekt für Zahnerkrankungen bei Kaninchen haben. Wenn es spezifische genetische Prädispositionen für Zahnerkrankungen bei Kaninchen gibt, so sind diese wahrscheinlich komplexer Natur. Diese Erkenntnisse können Tierärzten dabei helfen, betroffene Kaninchen früher zu erkennen und eine frühere Behandlung einzuleiten, um Schmerzen und Leiden zu verringern.
 ==== O'Neill et al, 2024 ==== ==== O'Neill et al, 2024 ====
-Bei dieser Studie((O'Neill, D. G., Williams, A., Brodbelt, D. C., Church, D. B., Hedley, J. 2024. Conformation-associated health in pet rabbits in the UK: A VetCompass cohort study. Vet Rec. 2024;e4396. https://doi.org/10.1002/vetr.4396)) handelte es sich um eine retrospektive Kohortenstudie, um die Prävalenz der häufigsten Erkrankungen von Heimkaninchen zu schätzen und die Mortalität zu untersuchen. Die Studienpopulation umfasste alle Kaninchen, die im Jahr 2019 in 1.224 Kliniken, die am britischen VetCompass-Programm teilnahmen, tierärztlich betreut wurden. Dafür standen die Datensätze von 162.017 Heimkaninchen zur Verfügung.+Bei dieser Studie((O'Neill, D. G., Williams, A., Brodbelt, D. C., Church, D. B., Hedley, J. 2024. Conformation-associated health in pet rabbits in the UK: A VetCompass cohort study. Vet Rec. 2024;e4396. https://doi.org/10.1002/vetr.4396)) handelte es sich um eine Querschnittsstudie (retrospektive Kohortenstudie), um die [[:praevalenz|Prävalenz]] der häufigsten Erkrankungen von Heimkaninchen zu schätzen und die Mortalität zu untersuchen. Die Studienpopulation umfasste alle Kaninchen, die im Jahr 2019 in 1.224 Kliniken, die am britischen VetCompass-Programm teilnahmen, tierärztlich betreut wurden. Dafür standen die Datensätze von 162.017 Heimkaninchen zur Verfügung
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 +**Auf Grund der Methodik ist das bisher (Stand 03.02.2026) die einzige Studie, die tatsächliche Prävalenzraten für Erkrankungen der Heimkaninchen liefern kann**: 
 +  * ausreichend große Stichprobe von 3.933 Tieren aus einer Grundgesamtheit von 162.017 Heimkaninchen 
 +  * die Stichprobe wurde zufällig ausgewählt 
 +  * die Stichprobe stammt aus 1.224 verschiedenen Tierkliniken 
 +  * Prävalenzzeitraum 01.01. - 31.12.2019 
 +  * die Stichprobe enthält Daten der Diagnose(n), dem Geburtsdatum, dem Geschlecht, den Kastrationsstatus, die Rasse, den Todestag und Art des Todes. 
 + 
 +Der größte Wert besteht in der Erfassung **aller** Krankheiten für die vorgestellten Tiere in den Kliniken. Somit lassen sich bei Interesse Zusammenhänge von Erkrankungen von Heimkaninchen erkennen, die bisher in Untersuchungen zum Krankheitsgeschehen von Heimkaninchen weitgehend unberücksichtigt blieben
  
 Der Median des Körpergewichts der erwachsenen Kaninchen in der Studie betrug insgesamt 2,26 kg. Das mediane Körpergewicht der weiblichen Tiere war mit 2,30 kg höher als das der männlichen Tiere mit 2,24 kg. Dies deute darauf hin, dass die Allgemeinheit keine extremen Rassengrößen von Kaninchen bevorzugt, auch wenn die Öffentlichkeit extreme Gesichts- und Ohrenformen niedlich finde.  Der Median des Körpergewichts der erwachsenen Kaninchen in der Studie betrug insgesamt 2,26 kg. Das mediane Körpergewicht der weiblichen Tiere war mit 2,30 kg höher als das der männlichen Tiere mit 2,24 kg. Dies deute darauf hin, dass die Allgemeinheit keine extremen Rassengrößen von Kaninchen bevorzugt, auch wenn die Öffentlichkeit extreme Gesichts- und Ohrenformen niedlich finde. 
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