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krankheiten:ohrerkrankungen

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krankheiten:ohrerkrankungen [2026/01/16 21:01] – [Mögliche Ursachen] andreaskrankheiten:ohrerkrankungen [2026/02/20 06:55] (aktuell) – [Jackson et al., 2025] kathrin
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 Trockene Luft, insbesondere in Kombination mit Heizungen/Klimaanlagen, kann die Anfälligkeit für Nasen- und Ohrinfektionen erhöhen, da sie die Abwehrkräfte des Immunsystems durch eine Austrocknung der Schleimhäute und somit einen Verlust ihrer Barrierefunktion schwächt. Trockene Luft, insbesondere in Kombination mit Heizungen/Klimaanlagen, kann die Anfälligkeit für Nasen- und Ohrinfektionen erhöhen, da sie die Abwehrkräfte des Immunsystems durch eine Austrocknung der Schleimhäute und somit einen Verlust ihrer Barrierefunktion schwächt.
  
-Weitere Ursachen für Ohrerkrankungen können Ansammlungen von Staub, Schmutz sowie Ohrenschmalz im Gehörgang darstellen wie auch Verletzungen der Ohrmuscheln.+Weitere Ursachen für Ohrerkrankungen können Ansammlungen von Staub, Schmutz sowie Ohrenschmalz im Gehörgang darstellen wie auch Verletzungen der Ohrmuscheln. Kleine Verletzungen können auch durch das Kratzen an Ohren entstehen, in die wiederum Keime aus der Umgebung (Urin, Kot, durch Nager oder infizierte Begleittiere verunreinigte Plätze) etc. eindringen und eine Infektion auslösen können.\\  
  
-Kleine Verletzungen können auch durch das Kratzen an Ohren entstehenin die wiederum Keime aus der Umgebung (Urin, Kot, durch Nager oder Begleittiere verunreinigte Plätze) etc. eindringen und eine Infektion auslösen können.+Ebenso können beim Putzen mit den Pfoten Bakterien übertragen werdenwenn z. B. Erkrankungen wie [[:krankheiten:pododermatitis|Pododermatitis]] oder eine feuchte/nasse Nase bei [[:krankheiten:schnupfen|Schnupfen]] bestehen.
 ===== Historie ===== ===== Historie =====
 <imgcaption label3|Beschreibung von "Ohrentzündungen" von Emil Felden, 1916>{{ krankheiten:felden_1916_ohrentzuendung.png?250}}</imgcaption>In dem Buch "Die Kaninchenzucht" von Felden, 1916((Felden, E. 1916. Die Kaninchenzucht. 2. Aufl. Stuttgart : Ulmer.)) wurden u. a. "//Ohrenentzündungen//" beschrieben, die infolge von Verletzungen oder dem Eindringen von Fremdkörpern entstehen können. Weitere Ursachen wären Ansammlungen von Staub, Schmutz sowie Ohrenschmalz, die den inneren Gehörgang verstopfen. Erkennbar sei die Erkrankung durch Kopfschütteln, Kopfschiefhaltung zur Seite des erkrankten Ohres, dem Reiben der Ohrgegend mit den Pfoten und letztlich durch den Ausfluss von übel riechendem Eiter. <imgcaption label3|Beschreibung von "Ohrentzündungen" von Emil Felden, 1916>{{ krankheiten:felden_1916_ohrentzuendung.png?250}}</imgcaption>In dem Buch "Die Kaninchenzucht" von Felden, 1916((Felden, E. 1916. Die Kaninchenzucht. 2. Aufl. Stuttgart : Ulmer.)) wurden u. a. "//Ohrenentzündungen//" beschrieben, die infolge von Verletzungen oder dem Eindringen von Fremdkörpern entstehen können. Weitere Ursachen wären Ansammlungen von Staub, Schmutz sowie Ohrenschmalz, die den inneren Gehörgang verstopfen. Erkennbar sei die Erkrankung durch Kopfschütteln, Kopfschiefhaltung zur Seite des erkrankten Ohres, dem Reiben der Ohrgegend mit den Pfoten und letztlich durch den Ausfluss von übel riechendem Eiter.
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 Einundzwanzig (24%) Kaninchen wurden aufgrund von Ohrerkrankungen oder Anzeichen einer Ohrerkrankung untersucht (Gruppe 1). Zu den klinischen Anzeichen in Gruppe 1 zählten eine Otitis externa (n = 6), eine Fazialisparese (3) und Anzeichen einer vestibulären Erkrankung (20). Die Gruppe umfasste 9 (43%) Männchen und 12 (57%) Weibchen. Das mittlere Alter dieser Kaninchen betrug 4,4 ± 2,6 Jahre (Spanne: 0,1 bis 8 Jahre), das mittlere Gewicht 1,9 ± 0,92 kg. Siebenundsechzig (76%) der in die Studie eingeschlossenen Kaninchen wurden aufgrund anderer Erkrankungen untersucht, die nicht mit Ohrerkrankungen in Zusammenhang standen oder darauf hindeuteten (Gruppe 2). Zu den klinischen Problemen in Gruppe 2 zählten Zahnerkrankungen (n = 33), Erkrankungen der oberen Atemwege (18) und andere Erkrankungen des Schädels oder Kopfes (16). 47 (70%) der Kaninchen waren männlich und 20 (30%) weiblich. Das Durchschnittsalter der Kaninchen in Gruppe 2 betrug 4,9 ± 2,5, das Durchschnittsgewicht 2,26 ± 0,9 kg. Einundzwanzig (24%) Kaninchen wurden aufgrund von Ohrerkrankungen oder Anzeichen einer Ohrerkrankung untersucht (Gruppe 1). Zu den klinischen Anzeichen in Gruppe 1 zählten eine Otitis externa (n = 6), eine Fazialisparese (3) und Anzeichen einer vestibulären Erkrankung (20). Die Gruppe umfasste 9 (43%) Männchen und 12 (57%) Weibchen. Das mittlere Alter dieser Kaninchen betrug 4,4 ± 2,6 Jahre (Spanne: 0,1 bis 8 Jahre), das mittlere Gewicht 1,9 ± 0,92 kg. Siebenundsechzig (76%) der in die Studie eingeschlossenen Kaninchen wurden aufgrund anderer Erkrankungen untersucht, die nicht mit Ohrerkrankungen in Zusammenhang standen oder darauf hindeuteten (Gruppe 2). Zu den klinischen Problemen in Gruppe 2 zählten Zahnerkrankungen (n = 33), Erkrankungen der oberen Atemwege (18) und andere Erkrankungen des Schädels oder Kopfes (16). 47 (70%) der Kaninchen waren männlich und 20 (30%) weiblich. Das Durchschnittsalter der Kaninchen in Gruppe 2 betrug 4,9 ± 2,5, das Durchschnittsgewicht 2,26 ± 0,9 kg.
  
-12 von 21 (57%) Kaninchen mit klinischen Symptomen einer Ohrerkrankung und 18 von 67 (27%) Kaninchen ohne klinische Anzeichen einer Ohrerkrankung wurden im CT **Auffälligkeiten** im Mittelohr festgestellt. In den CT-Bildern aller betroffenen Ohren zeigte sich weichteildichtes Material in der Paukenblase. **Eine** (1) Paukenblasenlyse war mit einer klinischen Mittelohrerkrankung assoziiert. Die meisten (12/18) Kaninchen mit subklinischer Mittelohrerkrankung blieben nach der CT-Untersuchung subklinisch. Die im CT festgestellten **Veränderungen** des Mittelohrs korrelierten stark mit der Hängeohrenform bzw. einer Otitis externa; eine Korrelation bestand hingegen nicht zwischen einer Mittelohrerkrankung und Erkrankungen der oberen Atemwege.\\ +Bei 12 von 21 (57%) Kaninchen mit klinischen Symptomen einer Ohrerkrankung und 18 von 67 (27%) Kaninchen ohne klinische Anzeichen einer Ohrerkrankung wurden im CT **Auffälligkeiten** im Mittelohr festgestellt. In den CT-Bildern aller betroffenen Ohren zeigte sich weichteildichtes Material in der Paukenblase. **Eine** (1) Paukenblasenlyse war mit einer klinischen Mittelohrerkrankung assoziiert. Die meisten (12/18) Kaninchen mit subklinischer Mittelohrerkrankung blieben nach der CT-Untersuchung subklinisch. Die im CT festgestellten **Veränderungen** des Mittelohrs korrelierten stark mit der Hängeohrenform bzw. einer Otitis externa; eine Korrelation bestand hingegen nicht zwischen einer Mittelohrerkrankung und Erkrankungen der oberen Atemwege.\\ 
  
 Es zeigte sich kein signifikanter Zusammenhang zwischen der Ohrstellung und dem Auftreten klinischer oder subklinischer Mittelohrerkrankungen (orig.: "//No significant association was found between ear position and the clevelopment of clinical or subclinical middle ear disease."//). Die Studienergebnisse stützten jedoch einen Zusammenhang zwischen CT-detektierten **Mittelohrveränderungen** und Hängeohren sowie zwischen zentralen vestibulären Erkrankungen und Stehohren. Ebenso zeigte sich ein starker Zusammenhang zwischen Veränderungen des Außenohrs und des Mittelohrs, die mittels CT nachgewiesen wurden. Es ist jedoch unklar, ob CT-detektierte Veränderungen im Außenohr bei Kaninchen mit CT-detektierten Mittelohrerkrankungen auf die zentrale vestibuläre Funktion zurückzuführen sind. Läsionen im Mittelohr waren Ursache oder Folge einer Mittelohrerkrankung bei den Kaninchen der Gruppe 1. Aufgrund des retrospektiven Charakters der vorliegenden Studie (Einschlusskriterien, diagnostische Methode: CT-Untersuchung) spiegelte die in dieser Studie ermittelte Prävalenz klinischer und subklinischer Mittelohrerkrankungen möglicherweise nicht die Gesamtprävalenz von Mittelohrerkrankungen bei Kaninchen mit Mittelohrentzündung wider. Die klinische Relevanz von CT-Auffälligkeiten im Mittelohr bei Kaninchen mit subklinischer Erkrankung wurde als weiterhin unklar erklärt. Es zeigte sich kein signifikanter Zusammenhang zwischen der Ohrstellung und dem Auftreten klinischer oder subklinischer Mittelohrerkrankungen (orig.: "//No significant association was found between ear position and the clevelopment of clinical or subclinical middle ear disease."//). Die Studienergebnisse stützten jedoch einen Zusammenhang zwischen CT-detektierten **Mittelohrveränderungen** und Hängeohren sowie zwischen zentralen vestibulären Erkrankungen und Stehohren. Ebenso zeigte sich ein starker Zusammenhang zwischen Veränderungen des Außenohrs und des Mittelohrs, die mittels CT nachgewiesen wurden. Es ist jedoch unklar, ob CT-detektierte Veränderungen im Außenohr bei Kaninchen mit CT-detektierten Mittelohrerkrankungen auf die zentrale vestibuläre Funktion zurückzuführen sind. Läsionen im Mittelohr waren Ursache oder Folge einer Mittelohrerkrankung bei den Kaninchen der Gruppe 1. Aufgrund des retrospektiven Charakters der vorliegenden Studie (Einschlusskriterien, diagnostische Methode: CT-Untersuchung) spiegelte die in dieser Studie ermittelte Prävalenz klinischer und subklinischer Mittelohrerkrankungen möglicherweise nicht die Gesamtprävalenz von Mittelohrerkrankungen bei Kaninchen mit Mittelohrentzündung wider. Die klinische Relevanz von CT-Auffälligkeiten im Mittelohr bei Kaninchen mit subklinischer Erkrankung wurde als weiterhin unklar erklärt.
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 <imgcaption label6|Gehörgangsindices im Vergleich von Heimkaninchen mit stehenden und hängenden Ohren (Widder) sowie Versuchskaninchen der Rasse Weiße Neuseeländer mit stehenden Ohren; nach Daten aus Reuschel, 2018>{{ krankheiten:ohren:Rabbit_Lop_Stenosis.png?200}}</imgcaption>//Zusätzlich waren auch die Gehörgangsindices der Widder- und Stehohrkaninchen höchst signifikant geringer als die der Versuchskaninchen. Die Widderkaninchen wiesen außerdem höchst signifikant geringere Werte als die Stehohrkaninchen auf. Mit Indexwerten von unter 1 war bei allen drei Kaninchengruppen der Gehörgangsaußendurchmesser kleiner als der Innendurchmesser. Dies war bei den Widderkaninchen am stärksten ausgeprägt und mit einem durchschnittlichen Indexwert von 0,52 war der **Innendurchmesser** bei den Widderkaninchen fast doppelt so groß wie der Außendurchmesser. Durch diese Verengung des Gehörgangs nach außen hin könnten Sekretansammlungen zusätzlich begünstigt werden.//\\  <imgcaption label6|Gehörgangsindices im Vergleich von Heimkaninchen mit stehenden und hängenden Ohren (Widder) sowie Versuchskaninchen der Rasse Weiße Neuseeländer mit stehenden Ohren; nach Daten aus Reuschel, 2018>{{ krankheiten:ohren:Rabbit_Lop_Stenosis.png?200}}</imgcaption>//Zusätzlich waren auch die Gehörgangsindices der Widder- und Stehohrkaninchen höchst signifikant geringer als die der Versuchskaninchen. Die Widderkaninchen wiesen außerdem höchst signifikant geringere Werte als die Stehohrkaninchen auf. Mit Indexwerten von unter 1 war bei allen drei Kaninchengruppen der Gehörgangsaußendurchmesser kleiner als der Innendurchmesser. Dies war bei den Widderkaninchen am stärksten ausgeprägt und mit einem durchschnittlichen Indexwert von 0,52 war der **Innendurchmesser** bei den Widderkaninchen fast doppelt so groß wie der Außendurchmesser. Durch diese Verengung des Gehörgangs nach außen hin könnten Sekretansammlungen zusätzlich begünstigt werden.//\\ 
  
-Der, um etwa 18% geringere, Gehörgangsindex bei Widderkaninchen ergab sich in dieser Untersuchung demnach allein aus der Tatsache, dass der Durchmesser an der Stelle des Trommelfelles im Innenohr bei Widderkaninchen deutlich größer war als bei Stehohrkaninchen. Der Durchmesser im Außenohr war vergleichbar. Bei einem **vollständig verschlossenem Gehörgang**, wie von [[Krankheiten:Ohrerkrankungen&#Jackson et al., 2025]] bei 33 Tieren festgestellt wurde, würde der Gehörgangsindex 0,0 betragen, was aber in der Stichprobe von Reuschel, 2018 bei keinem Tier festgestellt wurde. Bei einem Gehörgangsindex von 1,0 wäre der Innendurchmesser genauso groß wie der Außendurchmesser.\\ +Der, um etwa 18% geringere, Gehörgangsindex bei Widderkaninchen ergab sich in dieser Untersuchung demnach allein aus der Tatsache, dass der Durchmesser an der Stelle des Trommelfelles im Innenohr bei Widderkaninchen deutlich größer war als bei Stehohrkaninchen. Der Durchmesser im Außenohr war vergleichbar. Der Vergleich zeigt außerdem, dass die Werte der Indices von Widderkaninchen innerhalb der Spannweite der Werte der Stehohrkaninchen lag.\\  
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 +Bei einem **vollständig verschlossenem Gehörgang**, wie von [[Krankheiten:Ohrerkrankungen&#Jackson et al., 2025]] bei 33 Tieren festgestellt wurde, würde der Gehörgangsindex 0,0 betragen, was aber in der Stichprobe von Reuschel, 2018 bei keinem Tier festgestellt wurde. Bei einem Gehörgangsindex von 1,0 wäre der Innendurchmesser genauso groß wie der Außendurchmesser.\\ 
  
 Tabelle: Mittlere Gehörgangsdurchmesser und Gehörgangsindizes im Vergleich von Stehohr- und Widderkaninchen (Heimkaninchen) sowie Versuchskaninchen mit Stehohren, nach Daten aus Reuschel, 2018 Tabelle: Mittlere Gehörgangsdurchmesser und Gehörgangsindizes im Vergleich von Stehohr- und Widderkaninchen (Heimkaninchen) sowie Versuchskaninchen mit Stehohren, nach Daten aus Reuschel, 2018
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 Warum der ursprünglichen und mit Stehohrkaninchen vergleichbaren Stichprobe zusätzlich 24 Widderkaninchen mit einer bekannten Otitisproblematik hinzugefügt wurden, blieb ohne Erklärung.\\  Warum der ursprünglichen und mit Stehohrkaninchen vergleichbaren Stichprobe zusätzlich 24 Widderkaninchen mit einer bekannten Otitisproblematik hinzugefügt wurden, blieb ohne Erklärung.\\ 
  
-//Fusobacterium spp.// kommt in Schleimhäuten und z. B. in Kieferabszessen (Tyrell et al., 2002)((Tyrrell, K. L., Citron, D. M., Jenkins, J. R., Goldstein, E. J., & Veterinary Study Group. 2002. Periodontal bacteria in rabbit mandibular and maxillary abscesses. Journal of clinical microbiology, 40(3), 1044-1047)) sowie im Hart- und Blinddarmkot des Kaninchens (Crociani et al., 1984)((Crociani, F., Biavati, B., Castagnoli, P., & Matteuzzi, D. 1984. Anaerobic ureolytic bacteria from caecal content and soft faeces of rabbit. Journal of applied bacteriology, 57(1), 83-88)) vor. Letzterer wird bekanntlich vom Kaninchen wieder aufgenommen. Es ist also eher wahrscheinlich, dass anaerobe Bakterien aus einem Kiefarabszess über die Eustachische Röhre in das Innenohr gelangt sind (siehe auch Ewringmann, 2016 unter "[[Krankheiten:Ohrerkrankungen&#Mögliche Ursachen]]").+//Fusobacterium spp.// kommt in Schleimhäuten und z. B. in Kieferabszessen (Tyrell et al., 2002)((Tyrrell, K. L., Citron, D. M., Jenkins, J. R., Goldstein, E. J., & Veterinary Study Group. 2002. Periodontal bacteria in rabbit mandibular and maxillary abscesses. Journal of clinical microbiology, 40(3), 1044-1047)) sowie im Hart- und Blinddarmkot des Kaninchens (Crociani et al., 1984)((Crociani, F., Biavati, B., Castagnoli, P., & Matteuzzi, D. 1984. Anaerobic ureolytic bacteria from caecal content and soft faeces of rabbit. Journal of applied bacteriology, 57(1), 83-88)) vor. Letzterer wird bekanntlich vom Kaninchen wieder aufgenommen. Es ist also eher wahrscheinlich, dass anaerobe Bakterien aus einem Kiefarabszess über die Eustachische Röhre in das Innenohr gelangt sind (siehe auch Ewringmann, 2016 unter "[[Krankheiten:Ohrerkrankungen&#Mögliche Ursachen]]"oder aus einer kontaminierten Umgebung übertragen wurden
 ==== Johnson & Burn, 2019 ==== ==== Johnson & Burn, 2019 ====
 Ziel der Studie von Johnson & Burn, 2019((Johnson, J. C., & Burn, C. C. 2019. Lop‐eared rabbits have more aural and dental problems than erect‐eared rabbits: a rescue population study. Veterinary Record, 185(24), 758-758. https://doi.org/10.1136/vr.105163)) war die Prüfung, ob Kaninchen mit Schlappohren ein Tierschutzproblem darstellen. Es standen jeweils 15 Stehohr- und 15 Widderkaninchen zur Verfügung. Die Tiere stammten aus einem Tierheim. Aus wie vielen Tieren insgesamt die 30 Kaninchen ausgewählt wurden, ist nicht bekannt.  Der Leiterin des Tierheimes, die die Tiere aussuchen sollte wurde mitgeteilt, dass diese allgemein sowie die Zähne und Ohren untersucht werden sollten. Von den Autorinnen, die selbst im Tierschutz tätig sind, wurde u. a. folgendes festgestellt: //"„The use of a rescue population may of course not represent the general population of pet rabbits."// (Übersetzung: Die Verwendung einer Tierrettungspopulation ist natürlich nicht repräsentativ für die allgemeine Population von Heimkaninchen.). Ziel der Studie von Johnson & Burn, 2019((Johnson, J. C., & Burn, C. C. 2019. Lop‐eared rabbits have more aural and dental problems than erect‐eared rabbits: a rescue population study. Veterinary Record, 185(24), 758-758. https://doi.org/10.1136/vr.105163)) war die Prüfung, ob Kaninchen mit Schlappohren ein Tierschutzproblem darstellen. Es standen jeweils 15 Stehohr- und 15 Widderkaninchen zur Verfügung. Die Tiere stammten aus einem Tierheim. Aus wie vielen Tieren insgesamt die 30 Kaninchen ausgewählt wurden, ist nicht bekannt.  Der Leiterin des Tierheimes, die die Tiere aussuchen sollte wurde mitgeteilt, dass diese allgemein sowie die Zähne und Ohren untersucht werden sollten. Von den Autorinnen, die selbst im Tierschutz tätig sind, wurde u. a. folgendes festgestellt: //"„The use of a rescue population may of course not represent the general population of pet rabbits."// (Übersetzung: Die Verwendung einer Tierrettungspopulation ist natürlich nicht repräsentativ für die allgemeine Population von Heimkaninchen.).
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 //Es hat sich gezeigt, dass die Ohren aller Kaninchen in der Stichprobe frei von Ohrmilben waren. Insgesamt wurden bei 1,41% (4 Kaninchen) der Kaninchen anatomische Abweichungen des Schädels festgestellt (drei der vier beanstandeten Kaninchen wurden im Rahmen der Bewertung von den Preisrichtern ausfindig gemacht und die Stichprobe wurde um diese Kaninchen erweitert). In der Stichprobe wurden 566 Ohren untersucht. Bei 1,23% (7 Ohren// [2 Stehohren, 5 Widder]//) lag eine geringfügige Anomalie des Gehörgangs vor. Bei 0,18% (1 Ohr //[Widder]//) der in der Stichprobe untersuchten Ohren wurde eine Entzündung des Gehörgangs gefunden. Ebenfalls bei 0,18% (1 Ohr //[Widder]//) der untersuchten Ohren wurde eine nicht entzündliche Abweichung in der Beschaffenheit des Ohrenschmalzes konstatiert.//"((Arts, H. T., Verstappen, F. A. L. M., Van der Vlis, B., Gabbe, B., 2023. Untersuchung der Prävalenz von Anomalien und Erkrankungen des Ohres bei Widderkaninchen.  http://www.zdrk.de/fileadmin/2023/StudieWidderkaninchen/UNTERSUCHUNG_DER_PRAEVALENZ_VON_ANOMALIEN_UND_ERKRANKUNGEN_DES_OHRES_BEI_WI...INCHEN.pdf))   //Es hat sich gezeigt, dass die Ohren aller Kaninchen in der Stichprobe frei von Ohrmilben waren. Insgesamt wurden bei 1,41% (4 Kaninchen) der Kaninchen anatomische Abweichungen des Schädels festgestellt (drei der vier beanstandeten Kaninchen wurden im Rahmen der Bewertung von den Preisrichtern ausfindig gemacht und die Stichprobe wurde um diese Kaninchen erweitert). In der Stichprobe wurden 566 Ohren untersucht. Bei 1,23% (7 Ohren// [2 Stehohren, 5 Widder]//) lag eine geringfügige Anomalie des Gehörgangs vor. Bei 0,18% (1 Ohr //[Widder]//) der in der Stichprobe untersuchten Ohren wurde eine Entzündung des Gehörgangs gefunden. Ebenfalls bei 0,18% (1 Ohr //[Widder]//) der untersuchten Ohren wurde eine nicht entzündliche Abweichung in der Beschaffenheit des Ohrenschmalzes konstatiert.//"((Arts, H. T., Verstappen, F. A. L. M., Van der Vlis, B., Gabbe, B., 2023. Untersuchung der Prävalenz von Anomalien und Erkrankungen des Ohres bei Widderkaninchen.  http://www.zdrk.de/fileadmin/2023/StudieWidderkaninchen/UNTERSUCHUNG_DER_PRAEVALENZ_VON_ANOMALIEN_UND_ERKRANKUNGEN_DES_OHRES_BEI_WI...INCHEN.pdf))  
 ==== Chivers et al., 2023 ==== ==== Chivers et al., 2023 ====
-Chivers et al., 2023((Chivers, B. D., Keeler, M. R., & Burn, C. C. (2023). Ear health and quality of life in pet rabbits of differing ear conformations: A UK survey of owner-reported signalment risk factors and effects on rabbit welfare and behaviour. PLoS One, 18(7), e0285372. https://doi.org/10.1371/journal.pone.0285372)) werteten mit Hilfe eines Online-Fragebogens von Tierbesitzern gemeldete Beobachtungen, tierärztliche Diagnosen von Ohrerkrankungen, Hörbeeinträchtigungen und Ohrenschmerzen für britische Heimkaninchen aus. Zusammenhänge zwischen Ohrzustandsmaßnahmen und Ohrkonformation, Lebensqualität und Verhalten wurden mittels logistischer Regression analysiert. Von 551 Rückmeldungen hatten 28,5% der Kaninchen Berichten zufolge Ohrerkrankungen; 21,2% diagnostiziert oder von Tierärzten erwähnt, wobei Otitis und überschüssiges Cerumen am häufigsten waren. Ungefähr 25% der Widderkaninchen hatten Ohrerkrankungen, die durch einen Tierarzt diagnostiziert wurden, gegenüber 10% der Kaninchen mit stehenden Ohren. Kaninchen mit Hängohren, halb hängenden Ohren sowie ältere Kaninchen waren am stärksten gefährdet (P<0,050). Halter berichteten, dass die Reaktionen auf Ohrenschmerzen im Vergleich zu anderen Kaninchen die Lebensqualität verringerten (P < 0,050). Kaninchen mit Ohrproblemen reagierten seltener auf relevante Geräusche und führten seltener Freudensprünge (orig.: binky) ausals Kaninchen ohne solche Probleme. Die Ergebnisse deuteten darauf hin, dass eine verbesserte Erkennung und Behandlung von Ohrerkrankungen und die Vermeidung der Zucht von Kaninchen mit frühen Anzeichen oder einer Familiengeschichte von Ohrerkrankungen notwendig sind, um dieses Tierschutzproblem zu bekämpfen.+Chivers et al., 2023((Chivers, B. D., Keeler, M. R., & Burn, C. C. (2023). Ear health and quality of life in pet rabbits of differing ear conformations: A UK survey of owner-reported signalment risk factors and effects on rabbit welfare and behaviour. PLoS One, 18(7), e0285372. https://doi.org/10.1371/journal.pone.0285372)) werteten mit Hilfe eines Online-Fragebogens von Tierbesitzern gemeldete Beobachtungen, tierärztliche Diagnosen von Ohrerkrankungen, Hörbeeinträchtigungen und Ohrenschmerzen für britische Heimkaninchen aus. Zusammenhänge zwischen Ohrzustandsmaßnahmen und Ohrkonformation, Lebensqualität und Verhalten wurden mittels logistischer Regression analysiert. Von 551 Rückmeldungen hatten 28,5% der Kaninchen Berichten zufolge Ohrerkrankungen; 21,2% diagnostiziert oder von Tierärzten erwähnt, wobei Otitis und überschüssiges Cerumen am häufigsten waren. Für ungefähr 25% der Widderkaninchen wurden Ohrerkrankungen berichtet, die durch einen Tierarzt diagnostiziert wurden, gegenüber 10% der Kaninchen mit stehenden Ohren. Diese Informationen wurden nicht verifiziert. Kaninchen mit Hängeohren, halb hängenden Ohren sowie ältere Kaninchen waren am stärksten gefährdet (P<0,050). Halter berichteten, dass die Reaktionen auf Ohrenschmerzen im Vergleich zu anderen Kaninchen die Lebensqualität verringerten (P < 0,050). Kaninchen mit Ohrproblemen reagierten seltener auf relevante Geräusche und führten seltener Freudensprünge (orig.: binky) aus als Kaninchen ohne solche Probleme. Die Ergebnisse deuteten darauf hin, dass eine verbesserte Erkennung und Behandlung von Ohrerkrankungen und die Vermeidung der Zucht von Kaninchen mit frühen Anzeichen oder einer Familiengeschichte von Ohrerkrankungen notwendig seien, um dieses Tierschutzproblem zu bekämpfen.
  
 Nach Aussage der Autorinnen repräsentierten die ermittelten [[:praevalenz|Prävalenzen]] nicht die gesamte britische Kaninchenpopulation, da die Stichprobe aus selbstselektierten Haltern bestand und somit keine Zufallsstichprobe darstellte und die Angaben der Besitzer nicht überprüft werden konnten. Die Autorinnen erklärten, dass keine Interessenkonflikte vorliegen würden (orig.: //The authors have declared that no competing interests exist.//). Charlotte C. Burn, eine der Autorinnen, war auch an der [[krankheiten:ohrerkrankungen&#Johnson & Burn, 2019|"Tierheimstudie"]] mit 30, ausgewählten Tieren sowie an der Studie von [[krankheiten:ohrerkrankungen&#Jackson et al., 2025]] beteiligt. In letzterer erklärte sie als möglichen Interessenkonflikt ihre Mitgliedschaft im Vorstand der BVA's Animal Welfare Foundation (AWF).  Nach Aussage der Autorinnen repräsentierten die ermittelten [[:praevalenz|Prävalenzen]] nicht die gesamte britische Kaninchenpopulation, da die Stichprobe aus selbstselektierten Haltern bestand und somit keine Zufallsstichprobe darstellte und die Angaben der Besitzer nicht überprüft werden konnten. Die Autorinnen erklärten, dass keine Interessenkonflikte vorliegen würden (orig.: //The authors have declared that no competing interests exist.//). Charlotte C. Burn, eine der Autorinnen, war auch an der [[krankheiten:ohrerkrankungen&#Johnson & Burn, 2019|"Tierheimstudie"]] mit 30, ausgewählten Tieren sowie an der Studie von [[krankheiten:ohrerkrankungen&#Jackson et al., 2025]] beteiligt. In letzterer erklärte sie als möglichen Interessenkonflikt ihre Mitgliedschaft im Vorstand der BVA's Animal Welfare Foundation (AWF). 
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 Als ein Beurteilungsmerkmal für das Wohlbefinden von Heimkaninchen (//"Quality of Life, (Qol)"//) wurde das solitäre Spielen wie "Freudensprünge" benutzt (orig.: //specifically playing, binkying (‘joy jumps’ or ‘freudensprung’//). Die entsprechende Frage Nr. 15 in der Umfrage lautete: //"15. How frequently does your rabbit binky (jumping with all four paws off the ground, often seen during play)?"// (Übersetzung: Wie häufig macht Ihr Kaninchen Sprünge (Springen mit allen vier Pfoten vom Boden, oft beim Spielen zu beobachten)?)\\  Als ein Beurteilungsmerkmal für das Wohlbefinden von Heimkaninchen (//"Quality of Life, (Qol)"//) wurde das solitäre Spielen wie "Freudensprünge" benutzt (orig.: //specifically playing, binkying (‘joy jumps’ or ‘freudensprung’//). Die entsprechende Frage Nr. 15 in der Umfrage lautete: //"15. How frequently does your rabbit binky (jumping with all four paws off the ground, often seen during play)?"// (Übersetzung: Wie häufig macht Ihr Kaninchen Sprünge (Springen mit allen vier Pfoten vom Boden, oft beim Spielen zu beobachten)?)\\ 
  
-Der Median des Alters der Tiere in der Umfrage betrug 4 Jahre. In zwei großen Querschnittsstudien wurde von O'Neill et al., 2020((O'Neill, D. G., Craven, H. C., Brodbelt, D. C., Church, D. B., & Hedley, J. (2020). Morbidity and mortality of domestic rabbits (Oryctolagus cuniculus) under primary veterinary care in England. Veterinary Record, 186(14), 451-451. https://doi.org/10.1136/vr.105592)) der Median des Sterbealters von Heimkaninchen mit 4,3 Jahren und von O'Neill et al., 2024((O'Neill, D. G., Williams, A., Brodbelt, D. C., Church, D. B., & Hedley, J. (2024). Conformation‐associated health in pet rabbits in the UK: A VetCompass cohort study. Veterinary Record, 195(5). https://doi.org/10.1002/vetr.4396)) mit 5,0 Jahren ermittelt. Kraft, 1976((Kraft, R. 1976. Vergleichende Verhaltensstudien an Wild- und Hauskaninchen. Erlangen : Universität, 1976. Dissertation)) stellte in einer vergleichenden Verhaltensstudie von Wild- und Hauskaninchen fest, dass solitäres [[verhalten:verhalten&#Spielverhalten]] nur von jungen Wild- und Hauskaninchen beobachtet werden kann und von älteren Hauskaninchen nur selten. Insofern erscheint es höchst fragwürdig, warum ein Merkmal für die Beurteilung des Wohlbefindens von Tieren in einem geriatrischen Alter bzw. nahe dem mittleren Sterbealter von Heimkaninchen herangezogen wurde. Es wurden zwar zwei Reviews zum Thema "Wohlbefinden" von Tieren von Held & Spinke, 2011((Held, S. D., & Špinka, M. (2011). Animal play and animal welfare. Animal behaviour, 81(5), 891-899. https://doi.org/10.1016/j.anbehav.2011.01.007)) sowie Ahloy-Dallaire et al., 2018((Ahloy-Dallaire, J., Espinosa, J., & Mason, G. (2018). Play and optimal welfare: Does play indicate the presence of positive affective states?. Behavioural processes, 156, 3-15. https://doi.org/10.1016/j.beproc.2017.11.011)) erwähnt, aber nicht, dass in diesen auch ein höheres Alter berücksichtigt wurde.+Der Median des Alters der Tiere in der Umfrage betrug 4 Jahre. In zwei großen Querschnittsstudien wurde von O'Neill et al., 2020((O'Neill, D. G., Craven, H. C., Brodbelt, D. C., Church, D. B., & Hedley, J. (2020). Morbidity and mortality of domestic rabbits (Oryctolagus cuniculus) under primary veterinary care in England. Veterinary Record, 186(14), 451-451. https://doi.org/10.1136/vr.105592)) der Median des Sterbealters von Heimkaninchen mit 4,3 Jahren und von O'Neill et al., 2024((O'Neill, D. G., Williams, A., Brodbelt, D. C., Church, D. B., & Hedley, J. (2024). Conformation‐associated health in pet rabbits in the UK: A VetCompass cohort study. Veterinary Record, 195(5). https://doi.org/10.1002/vetr.4396)) mit 5,0 Jahren ermittelt. Kraft, 1976((Kraft, R. 1976. Vergleichende Verhaltensstudien an Wild- und Hauskaninchen. Erlangen : Universität, 1976. Dissertation)) stellte in einer vergleichenden Verhaltensstudie von Wild- und Hauskaninchen fest, dass solitäres [[verhalten:verhalten&#Spielverhalten]] nur von jungen Wild- und Hauskaninchen beobachtet werden kann und von älteren Hauskaninchen nur selten. Insofern erscheint es höchst fragwürdig, warum ein solches Merkmal für die Beurteilung des Wohlbefindens von Tieren in einem geriatrischen Alter bzw. nahe dem mittleren Sterbealter von Heimkaninchen herangezogen wurde. Es wurden zwar zwei Reviews zum Thema "Wohlbefinden" von Tieren von Held & Spinke, 2011((Held, S. D., & Špinka, M. (2011). Animal play and animal welfare. Animal behaviour, 81(5), 891-899. https://doi.org/10.1016/j.anbehav.2011.01.007)) sowie Ahloy-Dallaire et al., 2018((Ahloy-Dallaire, J., Espinosa, J., & Mason, G. (2018). Play and optimal welfare: Does play indicate the presence of positive affective states?. Behavioural processes, 156, 3-15. https://doi.org/10.1016/j.beproc.2017.11.011)) erwähnt, aber nicht, dass in diesen auch ein höheres Alter berücksichtigt wurde. So z. B. von Held & Spinke, 2011((Held, S. D., & Špinka, M. (2011). Animal play and animal welfare. Animal behaviour, 81(5), 891-899. https://doi.org/10.1016/j.anbehav.2011.01.007)): "//More importantly, how much an animal plays depends to a great degree on its age. Play typically has an inverted U-shaped distribution over ontogeny with highest frequencies occurring during infancy and the juvenile period//".
 ==== Monge et al., 2023 ==== ==== Monge et al., 2023 ====
 **Ziel** der Studie von Monge et al., 2023((Monge, E., Donnelly, T. M., Coutant, T., Bennett, R. A., & Pignon, C. (2023). Lateral ear canal resection and bulla osteotomy with marsupialization to treat otitis media in rabbits: forty‐eight procedures. Veterinary Surgery, 52(8), 1100-1111. https://doi.org/10.1111/vsu.14017)): Beschreibung der Resektion des lateralen Gehörgangs und der Bullaosteotomie mit Marsupialisation (LECARBOM) bei Kaninchen mit Otitis media (OM) sowie Bericht über Ergebnisse, Komplikationen, aus dem Mittelohr isolierte Bakterien und deren antimikrobielle Empfindlichkeitsprüfung (AST). **Ziel** der Studie von Monge et al., 2023((Monge, E., Donnelly, T. M., Coutant, T., Bennett, R. A., & Pignon, C. (2023). Lateral ear canal resection and bulla osteotomy with marsupialization to treat otitis media in rabbits: forty‐eight procedures. Veterinary Surgery, 52(8), 1100-1111. https://doi.org/10.1111/vsu.14017)): Beschreibung der Resektion des lateralen Gehörgangs und der Bullaosteotomie mit Marsupialisation (LECARBOM) bei Kaninchen mit Otitis media (OM) sowie Bericht über Ergebnisse, Komplikationen, aus dem Mittelohr isolierte Bakterien und deren antimikrobielle Empfindlichkeitsprüfung (AST).
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 Da einige Tiere in beiden Ohren eine Stenosis aufwiesen, ergab sich eine Gesamtzahl von 33 Widderkaninchen (19,5%) und 1 Stehohr mit so verdickten Ohrwänden, dass ein **vollständiger** Verschluss vorlag.  Da einige Tiere in beiden Ohren eine Stenosis aufwiesen, ergab sich eine Gesamtzahl von 33 Widderkaninchen (19,5%) und 1 Stehohr mit so verdickten Ohrwänden, dass ein **vollständiger** Verschluss vorlag. 
  
-Zum Vergleich: [[Krankheiten:Ohrerkrankungen&#Arts et al., 2023]] fanden in ihrer Untersuchung bei einem (1) Kaninchen einen verschlossenen Gehörgang, und zwar bei einem Hermelin mit Stehohren. In dieser Studie wurden die Tiere zufällig ausgewählt. Die Vorgehensweise bei der Untersuchung war laut Beschreibung die gleiche wie von Jacksonet al., 2025.\\ +Zum Vergleich: [[Krankheiten:Ohrerkrankungen&#Arts et al., 2023]] fanden in ihrer Untersuchung bei einem (1) Kaninchen einen verschlossenen Gehörgang, und zwar bei einem Hermelin mit Stehohren. In dieser Studie wurden die Tiere zufällig ausgewählt. Die Vorgehensweise bei der Untersuchung war laut Beschreibung die gleiche wie von Jackson et al., 2025.\\ 
  
 Die „Stenosen“ wurden auch von [[Krankheiten:Ohrerkrankungen&#Reuschel, 2018]] in einer Dissertation untersucht und standen ebenfalls im deutlichen Widerspruch zu den Ergebnissen von Jackson et al., 2025.\\  Die „Stenosen“ wurden auch von [[Krankheiten:Ohrerkrankungen&#Reuschel, 2018]] in einer Dissertation untersucht und standen ebenfalls im deutlichen Widerspruch zu den Ergebnissen von Jackson et al., 2025.\\ 
krankheiten/ohrerkrankungen.1768593717.txt.gz · Zuletzt geändert: von andreas

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