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krankheiten:ohrerkrankungen

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krankheiten:ohrerkrankungen [2026/02/08 19:12] – [Chivers et al., 2023] kathrinkrankheiten:ohrerkrankungen [2026/02/20 06:55] (aktuell) – [Jackson et al., 2025] kathrin
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 Einundzwanzig (24%) Kaninchen wurden aufgrund von Ohrerkrankungen oder Anzeichen einer Ohrerkrankung untersucht (Gruppe 1). Zu den klinischen Anzeichen in Gruppe 1 zählten eine Otitis externa (n = 6), eine Fazialisparese (3) und Anzeichen einer vestibulären Erkrankung (20). Die Gruppe umfasste 9 (43%) Männchen und 12 (57%) Weibchen. Das mittlere Alter dieser Kaninchen betrug 4,4 ± 2,6 Jahre (Spanne: 0,1 bis 8 Jahre), das mittlere Gewicht 1,9 ± 0,92 kg. Siebenundsechzig (76%) der in die Studie eingeschlossenen Kaninchen wurden aufgrund anderer Erkrankungen untersucht, die nicht mit Ohrerkrankungen in Zusammenhang standen oder darauf hindeuteten (Gruppe 2). Zu den klinischen Problemen in Gruppe 2 zählten Zahnerkrankungen (n = 33), Erkrankungen der oberen Atemwege (18) und andere Erkrankungen des Schädels oder Kopfes (16). 47 (70%) der Kaninchen waren männlich und 20 (30%) weiblich. Das Durchschnittsalter der Kaninchen in Gruppe 2 betrug 4,9 ± 2,5, das Durchschnittsgewicht 2,26 ± 0,9 kg. Einundzwanzig (24%) Kaninchen wurden aufgrund von Ohrerkrankungen oder Anzeichen einer Ohrerkrankung untersucht (Gruppe 1). Zu den klinischen Anzeichen in Gruppe 1 zählten eine Otitis externa (n = 6), eine Fazialisparese (3) und Anzeichen einer vestibulären Erkrankung (20). Die Gruppe umfasste 9 (43%) Männchen und 12 (57%) Weibchen. Das mittlere Alter dieser Kaninchen betrug 4,4 ± 2,6 Jahre (Spanne: 0,1 bis 8 Jahre), das mittlere Gewicht 1,9 ± 0,92 kg. Siebenundsechzig (76%) der in die Studie eingeschlossenen Kaninchen wurden aufgrund anderer Erkrankungen untersucht, die nicht mit Ohrerkrankungen in Zusammenhang standen oder darauf hindeuteten (Gruppe 2). Zu den klinischen Problemen in Gruppe 2 zählten Zahnerkrankungen (n = 33), Erkrankungen der oberen Atemwege (18) und andere Erkrankungen des Schädels oder Kopfes (16). 47 (70%) der Kaninchen waren männlich und 20 (30%) weiblich. Das Durchschnittsalter der Kaninchen in Gruppe 2 betrug 4,9 ± 2,5, das Durchschnittsgewicht 2,26 ± 0,9 kg.
  
-12 von 21 (57%) Kaninchen mit klinischen Symptomen einer Ohrerkrankung und 18 von 67 (27%) Kaninchen ohne klinische Anzeichen einer Ohrerkrankung wurden im CT **Auffälligkeiten** im Mittelohr festgestellt. In den CT-Bildern aller betroffenen Ohren zeigte sich weichteildichtes Material in der Paukenblase. **Eine** (1) Paukenblasenlyse war mit einer klinischen Mittelohrerkrankung assoziiert. Die meisten (12/18) Kaninchen mit subklinischer Mittelohrerkrankung blieben nach der CT-Untersuchung subklinisch. Die im CT festgestellten **Veränderungen** des Mittelohrs korrelierten stark mit der Hängeohrenform bzw. einer Otitis externa; eine Korrelation bestand hingegen nicht zwischen einer Mittelohrerkrankung und Erkrankungen der oberen Atemwege.\\ +Bei 12 von 21 (57%) Kaninchen mit klinischen Symptomen einer Ohrerkrankung und 18 von 67 (27%) Kaninchen ohne klinische Anzeichen einer Ohrerkrankung wurden im CT **Auffälligkeiten** im Mittelohr festgestellt. In den CT-Bildern aller betroffenen Ohren zeigte sich weichteildichtes Material in der Paukenblase. **Eine** (1) Paukenblasenlyse war mit einer klinischen Mittelohrerkrankung assoziiert. Die meisten (12/18) Kaninchen mit subklinischer Mittelohrerkrankung blieben nach der CT-Untersuchung subklinisch. Die im CT festgestellten **Veränderungen** des Mittelohrs korrelierten stark mit der Hängeohrenform bzw. einer Otitis externa; eine Korrelation bestand hingegen nicht zwischen einer Mittelohrerkrankung und Erkrankungen der oberen Atemwege.\\ 
  
 Es zeigte sich kein signifikanter Zusammenhang zwischen der Ohrstellung und dem Auftreten klinischer oder subklinischer Mittelohrerkrankungen (orig.: "//No significant association was found between ear position and the clevelopment of clinical or subclinical middle ear disease."//). Die Studienergebnisse stützten jedoch einen Zusammenhang zwischen CT-detektierten **Mittelohrveränderungen** und Hängeohren sowie zwischen zentralen vestibulären Erkrankungen und Stehohren. Ebenso zeigte sich ein starker Zusammenhang zwischen Veränderungen des Außenohrs und des Mittelohrs, die mittels CT nachgewiesen wurden. Es ist jedoch unklar, ob CT-detektierte Veränderungen im Außenohr bei Kaninchen mit CT-detektierten Mittelohrerkrankungen auf die zentrale vestibuläre Funktion zurückzuführen sind. Läsionen im Mittelohr waren Ursache oder Folge einer Mittelohrerkrankung bei den Kaninchen der Gruppe 1. Aufgrund des retrospektiven Charakters der vorliegenden Studie (Einschlusskriterien, diagnostische Methode: CT-Untersuchung) spiegelte die in dieser Studie ermittelte Prävalenz klinischer und subklinischer Mittelohrerkrankungen möglicherweise nicht die Gesamtprävalenz von Mittelohrerkrankungen bei Kaninchen mit Mittelohrentzündung wider. Die klinische Relevanz von CT-Auffälligkeiten im Mittelohr bei Kaninchen mit subklinischer Erkrankung wurde als weiterhin unklar erklärt. Es zeigte sich kein signifikanter Zusammenhang zwischen der Ohrstellung und dem Auftreten klinischer oder subklinischer Mittelohrerkrankungen (orig.: "//No significant association was found between ear position and the clevelopment of clinical or subclinical middle ear disease."//). Die Studienergebnisse stützten jedoch einen Zusammenhang zwischen CT-detektierten **Mittelohrveränderungen** und Hängeohren sowie zwischen zentralen vestibulären Erkrankungen und Stehohren. Ebenso zeigte sich ein starker Zusammenhang zwischen Veränderungen des Außenohrs und des Mittelohrs, die mittels CT nachgewiesen wurden. Es ist jedoch unklar, ob CT-detektierte Veränderungen im Außenohr bei Kaninchen mit CT-detektierten Mittelohrerkrankungen auf die zentrale vestibuläre Funktion zurückzuführen sind. Läsionen im Mittelohr waren Ursache oder Folge einer Mittelohrerkrankung bei den Kaninchen der Gruppe 1. Aufgrund des retrospektiven Charakters der vorliegenden Studie (Einschlusskriterien, diagnostische Methode: CT-Untersuchung) spiegelte die in dieser Studie ermittelte Prävalenz klinischer und subklinischer Mittelohrerkrankungen möglicherweise nicht die Gesamtprävalenz von Mittelohrerkrankungen bei Kaninchen mit Mittelohrentzündung wider. Die klinische Relevanz von CT-Auffälligkeiten im Mittelohr bei Kaninchen mit subklinischer Erkrankung wurde als weiterhin unklar erklärt.
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 Da einige Tiere in beiden Ohren eine Stenosis aufwiesen, ergab sich eine Gesamtzahl von 33 Widderkaninchen (19,5%) und 1 Stehohr mit so verdickten Ohrwänden, dass ein **vollständiger** Verschluss vorlag.  Da einige Tiere in beiden Ohren eine Stenosis aufwiesen, ergab sich eine Gesamtzahl von 33 Widderkaninchen (19,5%) und 1 Stehohr mit so verdickten Ohrwänden, dass ein **vollständiger** Verschluss vorlag. 
  
-Zum Vergleich: [[Krankheiten:Ohrerkrankungen&#Arts et al., 2023]] fanden in ihrer Untersuchung bei einem (1) Kaninchen einen verschlossenen Gehörgang, und zwar bei einem Hermelin mit Stehohren. In dieser Studie wurden die Tiere zufällig ausgewählt. Die Vorgehensweise bei der Untersuchung war laut Beschreibung die gleiche wie von Jacksonet al., 2025.\\ +Zum Vergleich: [[Krankheiten:Ohrerkrankungen&#Arts et al., 2023]] fanden in ihrer Untersuchung bei einem (1) Kaninchen einen verschlossenen Gehörgang, und zwar bei einem Hermelin mit Stehohren. In dieser Studie wurden die Tiere zufällig ausgewählt. Die Vorgehensweise bei der Untersuchung war laut Beschreibung die gleiche wie von Jackson et al., 2025.\\ 
  
 Die „Stenosen“ wurden auch von [[Krankheiten:Ohrerkrankungen&#Reuschel, 2018]] in einer Dissertation untersucht und standen ebenfalls im deutlichen Widerspruch zu den Ergebnissen von Jackson et al., 2025.\\  Die „Stenosen“ wurden auch von [[Krankheiten:Ohrerkrankungen&#Reuschel, 2018]] in einer Dissertation untersucht und standen ebenfalls im deutlichen Widerspruch zu den Ergebnissen von Jackson et al., 2025.\\ 
krankheiten/ohrerkrankungen.1770574330.txt.gz · Zuletzt geändert: von kathrin

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