krankheiten:ohrerkrankungen
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| ===== Studien ===== | ===== Studien ===== | ||
| Die folgende Auflistung von Untersuchungsergebnissen aus " | Die folgende Auflistung von Untersuchungsergebnissen aus " | ||
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| + | ==== Smith & Webster, 1925 ==== | ||
| + | Smith & Webster, 1925((Smith, | ||
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| ==== Snyder et al., 1973 ==== | ==== Snyder et al., 1973 ==== | ||
| In einer Forschungseinrichtung wurden von Snyder et al, 1973((Snyder. S. B.; Fox, J. G.; Soave, O. A. 1973. Subclinical Otitis media associated with Pasteurella Multocida Infections in New Zealand White Rabbits (Oryctolagus cuniculus). Laboratory animal science 23/2. 270-272)) in einem Zeitraum von 12 Monaten die Trommelfelle von 32 Weißen Neuseeländerkaninchen untersucht, die zum Zeitpunkt des Todes Anzeichen einer Infektion der oberen Atemwege aufwiesen, welche auf eine Pasteurellose hindeuteten. Eines der 32 Kaninchen wies einen „Schiefhals“ auf. Die anderen 31 Kaninchen zeigten keine Anzeichen einer Mittel- oder Innenohrentzündung. Bei 27 Kaninchen war eine leichte bis mittelschwere Ansammlung von gelbem, verkrustetem Exsudat um die Nasenlöcher vorhanden, und bei 4 Kaninchen war das Haar um die Nase mit einem blutigen Ausfluss verfärbt. Die Trommelfelle von 11 Kaninchen waren mit einem weißen, cremigen Exsudat gefüllt. In 9 dieser Fälle war das Trommelfell beidseitig betroffen, in 2 Fällen einseitig. Bei dem Kaninchen mit Torticollis (Schiefhals) waren beide Bullae mit Exsudat gefüllt. // | In einer Forschungseinrichtung wurden von Snyder et al, 1973((Snyder. S. B.; Fox, J. G.; Soave, O. A. 1973. Subclinical Otitis media associated with Pasteurella Multocida Infections in New Zealand White Rabbits (Oryctolagus cuniculus). Laboratory animal science 23/2. 270-272)) in einem Zeitraum von 12 Monaten die Trommelfelle von 32 Weißen Neuseeländerkaninchen untersucht, die zum Zeitpunkt des Todes Anzeichen einer Infektion der oberen Atemwege aufwiesen, welche auf eine Pasteurellose hindeuteten. Eines der 32 Kaninchen wies einen „Schiefhals“ auf. Die anderen 31 Kaninchen zeigten keine Anzeichen einer Mittel- oder Innenohrentzündung. Bei 27 Kaninchen war eine leichte bis mittelschwere Ansammlung von gelbem, verkrustetem Exsudat um die Nasenlöcher vorhanden, und bei 4 Kaninchen war das Haar um die Nase mit einem blutigen Ausfluss verfärbt. Die Trommelfelle von 11 Kaninchen waren mit einem weißen, cremigen Exsudat gefüllt. In 9 dieser Fälle war das Trommelfell beidseitig betroffen, in 2 Fällen einseitig. Bei dem Kaninchen mit Torticollis (Schiefhals) waren beide Bullae mit Exsudat gefüllt. // | ||
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| Bei 12 von 21 (57%) Kaninchen mit klinischen Symptomen einer Ohrerkrankung und 18 von 67 (27%) Kaninchen ohne klinische Anzeichen einer Ohrerkrankung wurden im CT **Auffälligkeiten** im Mittelohr festgestellt. In den CT-Bildern aller betroffenen Ohren zeigte sich weichteildichtes Material in der Paukenblase. **Eine** (1) Paukenblasenlyse war mit einer klinischen Mittelohrerkrankung assoziiert. Die meisten (12/18) Kaninchen mit subklinischer Mittelohrerkrankung blieben nach der CT-Untersuchung subklinisch. Die im CT festgestellten **Veränderungen** des Mittelohrs korrelierten stark mit der Hängeohrenform bzw. einer Otitis externa; eine Korrelation bestand hingegen nicht zwischen einer Mittelohrerkrankung und Erkrankungen der oberen Atemwege.\\ | Bei 12 von 21 (57%) Kaninchen mit klinischen Symptomen einer Ohrerkrankung und 18 von 67 (27%) Kaninchen ohne klinische Anzeichen einer Ohrerkrankung wurden im CT **Auffälligkeiten** im Mittelohr festgestellt. In den CT-Bildern aller betroffenen Ohren zeigte sich weichteildichtes Material in der Paukenblase. **Eine** (1) Paukenblasenlyse war mit einer klinischen Mittelohrerkrankung assoziiert. Die meisten (12/18) Kaninchen mit subklinischer Mittelohrerkrankung blieben nach der CT-Untersuchung subklinisch. Die im CT festgestellten **Veränderungen** des Mittelohrs korrelierten stark mit der Hängeohrenform bzw. einer Otitis externa; eine Korrelation bestand hingegen nicht zwischen einer Mittelohrerkrankung und Erkrankungen der oberen Atemwege.\\ | ||
| - | Es zeigte sich kein signifikanter Zusammenhang zwischen der Ohrstellung und dem Auftreten klinischer oder subklinischer Mittelohrerkrankungen (orig.: "//No significant association was found between ear position and the clevelopment of clinical or subclinical middle ear disease."// | + | Es zeigte sich kein signifikanter Zusammenhang zwischen der Ohrstellung und dem Auftreten klinischer oder subklinischer Mittelohrerkrankungen (orig.: "//No significant association was found between ear position and the clevelopment of clinical or subclinical middle ear disease."// |
| ==== Reuschel, 2018 ==== | ==== Reuschel, 2018 ==== | ||
| Ein Ziel der Dissertation von Reuschel, 2018((Reuschel, | Ein Ziel der Dissertation von Reuschel, 2018((Reuschel, | ||
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| //Das eine Ansammlung von Ohrenschmalz im äußeren Gehörgang zu einer Ausstülpung des Gehörgangs und schließlich zu einer Gehörgangsentzündung führen könnte, wurde bei den untersuchten Kaninchen nicht beobachtet (Widderkaninchen und Rassen mit stehenden Ohren). In der Literatur wird dieses Problem bei Widderkaninchen als " | //Das eine Ansammlung von Ohrenschmalz im äußeren Gehörgang zu einer Ausstülpung des Gehörgangs und schließlich zu einer Gehörgangsentzündung führen könnte, wurde bei den untersuchten Kaninchen nicht beobachtet (Widderkaninchen und Rassen mit stehenden Ohren). In der Literatur wird dieses Problem bei Widderkaninchen als " | ||
| - | //Es hat sich gezeigt, dass die Ohren aller Kaninchen in der Stichprobe frei von Ohrmilben waren. Insgesamt wurden bei 1,41% (4 Kaninchen) der Kaninchen anatomische Abweichungen des Schädels festgestellt (drei der vier beanstandeten Kaninchen wurden im Rahmen der Bewertung von den Preisrichtern ausfindig gemacht und die Stichprobe wurde um diese Kaninchen erweitert). In der Stichprobe wurden 566 Ohren untersucht. Bei 1,23% (7 Ohren// [2 Stehohren, 5 Widder]//) lag eine geringfügige Anomalie des Gehörgangs vor. Bei 0,18% (1 Ohr // | + | //Es hat sich gezeigt, dass die Ohren aller Kaninchen in der Stichprobe frei von Ohrmilben waren. Insgesamt wurden bei 1,41% (4 Kaninchen) der Kaninchen anatomische Abweichungen des Schädels festgestellt (drei der vier beanstandeten Kaninchen wurden im Rahmen der Bewertung von den Preisrichtern ausfindig gemacht und die Stichprobe wurde um diese Kaninchen erweitert). In der Stichprobe wurden 566 Ohren untersucht. Bei 1,23% (7 Ohren// [2 Stehohren, 5 Widder]//) lag eine geringfügige Anomalie des Gehörgangs vor. Bei 0,18% (1 Ohr// [Widder]//) der in der Stichprobe untersuchten Ohren wurde eine Entzündung des Gehörgangs gefunden. Ebenfalls bei 0,18% (1 Ohr// [Widder]//) der untersuchten Ohren wurde eine nicht entzündliche Abweichung in der Beschaffenheit des Ohrenschmalzes konstatiert.//" |
| ==== Chivers et al., 2023 ==== | ==== Chivers et al., 2023 ==== | ||
| Chivers et al., 2023((Chivers, | Chivers et al., 2023((Chivers, | ||
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| Die Autorinnen stellten u. a. folgendes fest: //"In this study, lop-eared rabbits were predisposed to ear conditions, which is consistent with **veterinary opinion** [1, 6, 16, 17] and with previous **studies** [14–16]."// | Die Autorinnen stellten u. a. folgendes fest: //"In this study, lop-eared rabbits were predisposed to ear conditions, which is consistent with **veterinary opinion** [1, 6, 16, 17] and with previous **studies** [14–16]."// | ||
| - | Bei den füheren | + | Bei den früheren |
| Tabelle: Studiendesign, | Tabelle: Studiendesign, | ||
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| Die klinische Bedeutung der Biegung, bzw. eines engeren Gehörgangs bei Widderkaninchen wurde als weiterhin unklar eingestuft. | Die klinische Bedeutung der Biegung, bzw. eines engeren Gehörgangs bei Widderkaninchen wurde als weiterhin unklar eingestuft. | ||
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| + | ==== Tur et al., 2026 ==== | ||
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| + | Die Ultraschalluntersuchung eignet sich als schnelle, kostengünstige Methode zur Beurteilung der Paukenblase bei Verdacht auf Otitis media. Bei nicht eindeutigem Befund, einer Diskrepanz zwischen klinischen Symptomen und Ultraschall-Ergebnis oder zur detaillierten Beurteilung des Mittel-/ | ||
| ===== Behandlungsmöglichkeiten ===== | ===== Behandlungsmöglichkeiten ===== | ||
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| **Tabelle: | **Tabelle: | ||
| ^Methode ^Referenz ^Anmerkungen ^ | ^Methode ^Referenz ^Anmerkungen ^ | ||
| - | |//Partial/ lateral ear canal ablation//, PECA/ LECA |Willems //et al//., 2025((Willems, | + | |//Partial/ lateral ear canal ablation//, PECA/ LECA |Willems //et al//., 2025((Willems, |
| - | |:::|Favier //et al//., 2025((Favier, | + | |:::|Favier //et al//., 2025((Favier, |
| - | |//Partial ear canal ablation and lateral bulla osteotomy//, | + | |//Partial ear canal ablation and lateral bulla osteotomy//, |
| - | |::: | + | |::: |
| - | |::: | + | |::: |
| - | |//Lateral ear canal resection and bulla osteotomy with marsupialization//, | + | |//Lateral ear canal resection and bulla osteotomy with marsupialization//, |
| |//Total ear canal ablation//, TECA | | | | |//Total ear canal ablation//, TECA | | | | ||
| - | |//Total ear canal ablation and lateral bulla osteotomy//, | + | |//Total ear canal ablation and lateral bulla osteotomy//, |
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krankheiten/ohrerkrankungen.1789928951.txt.gz · Zuletzt geändert: von kathrin
