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krankheiten:zahnfehler

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krankheiten:zahnfehler [2026/02/06 07:35] – [Brachygnathia (Kieferverkürzung)] kathrinkrankheiten:zahnfehler [2026/02/26 18:38] (aktuell) – [Murciano et al., 2026] kathrin
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 "//Störungen der Zahngesundheit in Form von "Elefantenzähnen" sind im Vergleich zu Tieren mit üblicher Zahnlängenentwicklung weniger auf ein übermäßiges Wachstum, als vielmehr auf einen reduzierten Abrieb zurückzuführen (infolge Fehlstellungen nutzen sich die Zähne nicht genügend aneinander ab). Das Angebot von Grundfutter hat bei klinisch manifesten Formen allerdings nur einen bescheidenen Effekt.//" "//Störungen der Zahngesundheit in Form von "Elefantenzähnen" sind im Vergleich zu Tieren mit üblicher Zahnlängenentwicklung weniger auf ein übermäßiges Wachstum, als vielmehr auf einen reduzierten Abrieb zurückzuführen (infolge Fehlstellungen nutzen sich die Zähne nicht genügend aneinander ab). Das Angebot von Grundfutter hat bei klinisch manifesten Formen allerdings nur einen bescheidenen Effekt.//"
  
-Einen Hinweis darauf, warum Heu und Möhren nur einen "bescheidenen" Effekt hat, lieferten später [[krankheiten:zahnfehler&#Böhmer & Böhmer, 2017]] und Rühle, 2017((Rühle, A. 2017. Das Kaninchen - Nahrung und Gesundheit. Norderstedt: BoD. ISBN 978-3743117990)).+Einen Hinweis darauf, warum [[futtermittel:heu|Heu]] und Möhren nur einen "bescheidenen" Effekt hat, lieferten später [[krankheiten:zahnfehler&#Böhmer & Böhmer, 2017]] und Rühle, 2017((Rühle, A. 2017. Das Kaninchen - Nahrung und Gesundheit. Norderstedt: BoD. ISBN 978-3743117990)).
 ==== Glöckner, B. 2002 ==== ==== Glöckner, B. 2002 ====
 Zitate aus der Dissertation von Glöckner, 2002((Glöckner, B. 2002. Untersuchungen zur Ätiologie und Behandlung von Zahn- und Kiefererkrankungen beim Heimtierkaninchen. Berlin : Freie Universität, 2002. Dissertation)):\\  Zitate aus der Dissertation von Glöckner, 2002((Glöckner, B. 2002. Untersuchungen zur Ätiologie und Behandlung von Zahn- und Kiefererkrankungen beim Heimtierkaninchen. Berlin : Freie Universität, 2002. Dissertation)):\\ 
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 Die Verlängerung (Elongation) von Zahnwurzeln wurde grundsätzlich bei allen zahnkranken Tieren in einem frühen Alter festgestellt. Neuerdings wird diese Elongation auch als "retrogrades Zahnwachstum" bezeichnet. Eine Osteopenie der Schädelknochen (verringerte Knochendichte) wurde bei kranken Tieren diagnostiziert, die sowohl visuell als auch röntgenologisch offensichtlich war. Es kam zu einem fortschreitenden Verlust des Alveolarknochens und zur Dehnung einiger oder aller Zahnwurzeln. Es gab deutliche Veränderungen in der Struktur des Zahngewebes, einschließlich einer Verringerung der Schmelzbildung. Dies alles deute auf eine metabolische Ursache hin, wie F. Harcourt-Brown feststellte. Die einzig genetische Komponente meinte sie insofern als möglich zu erkennen, dass rasseunabhängig Rammler häufiger von Zahnerkrankungen betroffen waren als Weibchen. Osteopenie wird vor allem durch eine falsche Ernährung hervorgerufen, weshalb auch der Titel der Disseration mit //"Metabolic bone disease ..."// beginnt (deutsch: stoffwechselbedingte Knochenerkrankung).  Die Verlängerung (Elongation) von Zahnwurzeln wurde grundsätzlich bei allen zahnkranken Tieren in einem frühen Alter festgestellt. Neuerdings wird diese Elongation auch als "retrogrades Zahnwachstum" bezeichnet. Eine Osteopenie der Schädelknochen (verringerte Knochendichte) wurde bei kranken Tieren diagnostiziert, die sowohl visuell als auch röntgenologisch offensichtlich war. Es kam zu einem fortschreitenden Verlust des Alveolarknochens und zur Dehnung einiger oder aller Zahnwurzeln. Es gab deutliche Veränderungen in der Struktur des Zahngewebes, einschließlich einer Verringerung der Schmelzbildung. Dies alles deute auf eine metabolische Ursache hin, wie F. Harcourt-Brown feststellte. Die einzig genetische Komponente meinte sie insofern als möglich zu erkennen, dass rasseunabhängig Rammler häufiger von Zahnerkrankungen betroffen waren als Weibchen. Osteopenie wird vor allem durch eine falsche Ernährung hervorgerufen, weshalb auch der Titel der Disseration mit //"Metabolic bone disease ..."// beginnt (deutsch: stoffwechselbedingte Knochenerkrankung). 
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 ==== Mosallanejad et al., 2010 ==== ==== Mosallanejad et al., 2010 ====
-Im Rahmen der Vorsorge untersuchten Mosallanejad //et al//., 2010((Mosallanejad, B., Moarrabi, A., Avizeh, R., & Ghadiri, A. 2010. Prevalence of dental malocclusion and root elongation in pet rabbits of Ahvaz, Iran. Iranian Journal of Veterinary Science and Technology, 2(2), 109-116.)) eine zufällige Auswahl von 105 Heimkaninchen (Prävalenz-Zeitraum 01/2006 - 02/2009). Basierend auf Anamnese, klinischer Untersuchung und radiologischen Befunden -- bei 7/105 (6,7%) Tieren wurde eine Zahnerkrankung festgestellt und bestätigt -- wurden als bedeutende Risikofaktoren das Alter (>3 Jahre) sowie Haltung und Ernährung (mangelndes Sonnenlicht, dazu als Futtermittel "//soft fibre//" ohne Zusatz von Calcium oder [[wirkstoffe:vitamine:vitamin_d|Vitamin D3]]) ermittelt. +Im Rahmen der Vorsorge untersuchten Mosallanejad //et al//., 2010((Mosallanejad, B., Moarrabi, A., Avizeh, R., & Ghadiri, A. 2010. Prevalence of dental malocclusion and root elongation in pet rabbits of Ahvaz, Iran. Iranian Journal of Veterinary Science and Technology, 2(2), 109-116.)) eine zufällige Auswahl von 105 Heimkaninchen (Prävalenz-Zeitraum 01/2006 - 02/2009). Basierend auf Anamnese, klinischer Untersuchung und radiologischen Befunden -- bei 7/105 (6,7%) Tieren wurde eine Zahnerkrankung festgestellt und bestätigt -- wurden als bedeutende Risikofaktoren das Alter (>3 Jahre) sowie Haltung und Ernährung (mangelndes Sonnenlicht, dazu als Futtermittel "//soft fibre//" ohne Zusatz von [[:mineralstoffe#Calcium (Ca)|Calcium]] oder [[wirkstoffe:vitamine:vitamin_d|Vitamin D3]]) ermittelt. 
 ==== Köstlinger, 2014 ====  ==== Köstlinger, 2014 ==== 
 Im Rahmen der Studie von Köstlinger, 2014((Köstlinger, S. 2014. Vergleich der digitalen Röntgenuntersuchung mit der computertomographischen Untersuchung des Schädels bei zahnerkrankten Kaninchen. Gießen : DVG Service GmbH. ISBN ISBN 978-3-86345-212-4. Dissertation)) wurden Röntgen- und CT-Aufnahmen von 30 zufällig aus einem Patientengut von 98 ausgewählten Tieren aus einem Zeitraum von 25 Monaten ausgewertet. Es handelte sich ausschließlich um privat gehaltene Zwergkaninchen. Das Ziel der Arbeit bestand im Vergleich von Vor- und Nachteilen einer Röntgenuntersuchung und Computertomographie in Bezug auf Zahnerkrankungen beim Kaninchen. Im Rahmen der Studie von Köstlinger, 2014((Köstlinger, S. 2014. Vergleich der digitalen Röntgenuntersuchung mit der computertomographischen Untersuchung des Schädels bei zahnerkrankten Kaninchen. Gießen : DVG Service GmbH. ISBN ISBN 978-3-86345-212-4. Dissertation)) wurden Röntgen- und CT-Aufnahmen von 30 zufällig aus einem Patientengut von 98 ausgewählten Tieren aus einem Zeitraum von 25 Monaten ausgewertet. Es handelte sich ausschließlich um privat gehaltene Zwergkaninchen. Das Ziel der Arbeit bestand im Vergleich von Vor- und Nachteilen einer Röntgenuntersuchung und Computertomographie in Bezug auf Zahnerkrankungen beim Kaninchen.
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 Zwischen 2012 und 2025 wurden an einer Tierklinik in Spanien 73 Heimkaninchen mit Verdacht auf Zahnerkrankungen einer CT-Untersuchung unterzogen. Rückblickend stellten Murciano //et al//., 2026((Murciano, G., Alonso, I., Novellas, R., Fonseca-Rodríguez, O., & Martorell, J. (2026). Computed Tomographic Study in 73 Pet Rabbits (Oryctolagus cuniculus): Evaluation of the Correlation Between Dental and Thoracic Pathology. Animals, 16(2), 342.)) u.a. fest: Zwischen 2012 und 2025 wurden an einer Tierklinik in Spanien 73 Heimkaninchen mit Verdacht auf Zahnerkrankungen einer CT-Untersuchung unterzogen. Rückblickend stellten Murciano //et al//., 2026((Murciano, G., Alonso, I., Novellas, R., Fonseca-Rodríguez, O., & Martorell, J. (2026). Computed Tomographic Study in 73 Pet Rabbits (Oryctolagus cuniculus): Evaluation of the Correlation Between Dental and Thoracic Pathology. Animals, 16(2), 342.)) u.a. fest:
   * Das Durchschnittsalter der untersuchten Tiere betrug 4,96 (±2,69) Jahre; 26 (36 %) hatten hängende Ohren und 47 (64 %) stehende Ohren; 48 (66 %) waren männlich und 25 (34 %) weiblich.   * Das Durchschnittsalter der untersuchten Tiere betrug 4,96 (±2,69) Jahre; 26 (36 %) hatten hängende Ohren und 47 (64 %) stehende Ohren; 48 (66 %) waren männlich und 25 (34 %) weiblich.
-  * Bei 59 Kaninchen (81 %) wurde der Verdacht bestätigt, und zu den häufigsten Anomalien gehörten: Malokklusion, retrogrades und/oder übermäßiges Zahnwachstum, [[abszesse|Abszesse]] und Osteomyelitis. Tiere dieser Untergruppe waren älter als 3 Jahre, mit einer leicht männlichen Überzahl. Der im Vergleich zu [[krankheiten:zahnfehler#Artiles et al., 2020|Artiles et al., 2020]] leicht erhöhte Anteil von Hängeohrkaninchen (19/59; 32 % vs. 17 %) wurde auf deren allgemeine Beliebtheit zurückgeführt.+  * Bei 59 Kaninchen (81 %) wurde der Verdacht bestätigt, und zu den häufigsten Anomalien gehörten: Malokklusion, retrogrades und/oder übermäßiges Zahnwachstum, [[abszesse|Abszesse]] und Osteomyelitis. Tiere dieser Untergruppe waren älter als 3 Jahre, mit einer leicht männlichen Überzahl. Der im Vergleich zu [[krankheiten:zahnfehler#Artiles et al., 2020|Artiles et al., 2020]]((Artiles, C. A., Guzman, D. S. M., Beaufrère, H., & Phillips, K. L. 2020. Computed tomographic findings of dental disease in domestic rabbits (Oryctolagus cuniculus): 100 cases (2009–2017). Journal of the American Veterinary Medical Association, 257(3), 313-327.)) leicht erhöhte Anteil von Hängeohrkaninchen (19/59; 32 % vs. 17 %) wurde auf deren allgemeine Beliebtheit zurückgeführt.
    * Begleiterkrankungen waren: 19/59 (32 %) Lungenläsionen, 26/59 (44 %) [[schnupfen|Nasennebenhöhlenerkrankung]] und 29/59 (49 %) [[ohrerkrankungen#otitis|Mittelohrentzündung]].     * Begleiterkrankungen waren: 19/59 (32 %) Lungenläsionen, 26/59 (44 %) [[schnupfen|Nasennebenhöhlenerkrankung]] und 29/59 (49 %) [[ohrerkrankungen#otitis|Mittelohrentzündung]]. 
  
 In der vorliegenden Studie wurden keine statistisch signifikanten Zusammenhänge zwischen Zahnerkrankungen und Lungenanomalien bei Kaninchen festgestellt. Die Ergebnisse untermauerten den diagnostischen Wert einer CT bei der Bewertung sowohl direkter als auch sekundärer Manifestationen von Zahnerkrankungen und bestätigten, dass sich orale Pathologien auf benachbarte Strukturen ausweiten können. In der vorliegenden Studie wurden keine statistisch signifikanten Zusammenhänge zwischen Zahnerkrankungen und Lungenanomalien bei Kaninchen festgestellt. Die Ergebnisse untermauerten den diagnostischen Wert einer CT bei der Bewertung sowohl direkter als auch sekundärer Manifestationen von Zahnerkrankungen und bestätigten, dass sich orale Pathologien auf benachbarte Strukturen ausweiten können.
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 +==== Reunanen et al., 2026 ====
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 +Reunanen //et al//., 2026((Reunanen, V., Jormakka, N., & Mäkitaipale, J. (2026). Dental and skeletal findings of 140 wild rabbits (Oryctolagus cuniculus) in Finland 2010–2015. Acta Veterinaria Scandinavica, 68, 13.)) dokumentierten die Prävalenz von Zahnerkrankungen bei finnischen Wildkaninchen. Die Studienpopulation umfasste 140 Tiere, die im Stadtgebiet von Helsinki im Rahmen des Populationsmanagements in den Jahren 2010–2011 (n = 93) und 2014–2015 (n = 47) erlegt worden waren.\\ 
 +Bei 17 von 137 (12,4 %) Kaninchen zeigten Röntgenaufnahmen leichte Anzeichen einer Zahnerkrankung in Form einer Verlängerung der Prämolarenwurzeln. Bei 8 von 134 Tieren wurden Anomalien im Schneidezahnbiss festgestellt. Es gab keine Prävalenz-Unterschiede zwischen weiblichen und männlichen Kaninchen.\\ 
 +Für die Einordnung der Ergebnisse sollten insbesondere das Alter, die Ernährung sowie die Herkunft der Tiere berücksichtigt werden. Bei [[genetik:populationsgenetik#Wildkaninchen in Finnland|finnischen Wildkaninchen]] handelt es sich um verwilderte Hauskaninchen mit geringer genetischer Vielfalt.
  
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krankheiten/zahnfehler.1770359747.txt.gz · Zuletzt geändert: von kathrin

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