sinne:riechen
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| Zur Prüfung von Duftstoffen in der Luft " | Zur Prüfung von Duftstoffen in der Luft " | ||
| - | Der Geruchssinn dient auch der Nahrungsselektion. Niehaus, 1968((Niehaus, | + | Die früheste Beschreibung dieses Verhaltens stammt von Matthews, 1952((Matthews, |
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| + | Diese Beschreibung wurde von Bürger, 1959((Bürger, | ||
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| + | Der Geruchssinn dient auch der Nahrungsselektion. Niehaus, 1968((Niehaus, | ||
| Wenn Jungtiere den Bau verlassen, bleiben sie zunächst in der Nähe des Eingangs. Mit der Zeit nehmen die Entfernungen zu, aber in bestimmten Abständen wird der Eingang zum Bau immer wieder aufgesucht. Später werden auch neue Wege getestet und die Erreichbarkeit des Baus durch Sprints getestet. In erster Linie prägen sich Kaninchen ihre Fluchtwege durch geruchliche (olfaktorische) Markierungen ein. Entlang der Wege werden markante Punkte wie Erhebungen, Steine und auch Pflanzen mit den Kinndrüsen markiert. Diese bilden gewissermaßen Gassen, welche durch Geruchsmarken erkannt werden. Kaninchen auf der Flucht werden immer die ver-trauten Wege nutzen. Veränderungen im Revier werden sofort registriert und immer vorsichtig erkundet. | Wenn Jungtiere den Bau verlassen, bleiben sie zunächst in der Nähe des Eingangs. Mit der Zeit nehmen die Entfernungen zu, aber in bestimmten Abständen wird der Eingang zum Bau immer wieder aufgesucht. Später werden auch neue Wege getestet und die Erreichbarkeit des Baus durch Sprints getestet. In erster Linie prägen sich Kaninchen ihre Fluchtwege durch geruchliche (olfaktorische) Markierungen ein. Entlang der Wege werden markante Punkte wie Erhebungen, Steine und auch Pflanzen mit den Kinndrüsen markiert. Diese bilden gewissermaßen Gassen, welche durch Geruchsmarken erkannt werden. Kaninchen auf der Flucht werden immer die ver-trauten Wege nutzen. Veränderungen im Revier werden sofort registriert und immer vorsichtig erkundet. | ||
| - | Aufgrund ihrer Fähigkeit, eine große Zahl und auch Mischungen von Gerüchen zu unterscheiden, sind Kaninchen in der Lage, Artgenossen und Artfremde zu unterscheiden. Das „Riechen“ ist enorm wichtig für die Kommunikation von Kaninchen untereinander. Insbesondere die Gruppenzugehörigkeit wird über Duftsekrete aus Drüsen signalisiert. | + | Aufgrund ihrer Fähigkeit, eine große Zahl und auch Mischungen von Gerüchen zu erkennen, sind Kaninchen in der Lage, Artgenossen und Artfremde zu unterscheiden. Das „Riechen“ ist enorm wichtig für die Kommunikation von Kaninchen untereinander. Insbesondere die Gruppenzugehörigkeit wird über Duftsekrete aus Drüsen signalisiert. |
| Für den „Gruppengeruch“ sind hauptsächlich dominante Männchen verantwortlich. Sie „markieren“ (kennzeichnen) markante Punkte im Territorium und an dessen Grenzen sowie Gruppenmitglieder immer wieder mit Sekreten aus Kinn- und Inguinaldrüsen. | Für den „Gruppengeruch“ sind hauptsächlich dominante Männchen verantwortlich. Sie „markieren“ (kennzeichnen) markante Punkte im Territorium und an dessen Grenzen sowie Gruppenmitglieder immer wieder mit Sekreten aus Kinn- und Inguinaldrüsen. | ||
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| Einige Kotplätze bzw. Latrinen befinden sich an den Reviergrenzen bestehender Gruppen. Sie zeigen fremden Tieren, dass ab dieser Grenze ein Bereich beginnt, der einer Gruppe gehört. Tiere, die zu dieser Gruppe gehören, kennen dagegen den Bereich, in dem sie relativ geschützt vor Angriffen gruppenfremder Tiere sind. | Einige Kotplätze bzw. Latrinen befinden sich an den Reviergrenzen bestehender Gruppen. Sie zeigen fremden Tieren, dass ab dieser Grenze ein Bereich beginnt, der einer Gruppe gehört. Tiere, die zu dieser Gruppe gehören, kennen dagegen den Bereich, in dem sie relativ geschützt vor Angriffen gruppenfremder Tiere sind. | ||
| - | Lang, 2009((Lang, C. (2009). Klinische und ethologische Untersuchungen zur Haltung wachsender Kaninchen | + | Graf, 2010((Graf, S. B. (2010). Aspekte des agonistischen Verhaltens weiblicher Zuchtkaninchen in der Gruppenhaltung |
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sinne/riechen.1774120677.txt.gz · Zuletzt geändert: von andreas
