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sinne:riechen

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sinne:riechen [2026/03/30 10:12] andreassinne:riechen [2026/03/30 10:36] (aktuell) andreas
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 Diese Beschreibung wurde von Bürger, 1959((Bürger, M. 1959. Eine vergleichende Untersuchung über Putzbewegungen bei Lagomorpha und Rodentia. Der zoologische Garten (NF). Band 24. 1958/1959. Seite 434-506)) übernommen und das "Zwinkern" (winking) mit "Blinzeln" übersetzt: //"Weiterhin treten Unterschiede im Bau der Nasen auf, die auch ein verschiedenes Verhalten nach sich ziehen. So zeigen die Lagomorpha sehr deutlich ein sog. "Blinzeln". Die in einer haarlosen Rinne liegenden Nüstern der Kaninchen und Hasen sind nämlich durch Falten des Felles überdeckt. Die Nüstern werden nun mittels dieser Falten abwechselnd entblößt und wieder bedeckt und so entsteht das, was H. MATTHEWS (41) »das Blinzeln der Nase« nennt (Abb. 4). Die Rodentia dagegen haben die Nüstern stets mehr oder weniger offen liegen und damit fehlt ihnen auch dieses »Blinzeln«."// (S. 441)\\  Diese Beschreibung wurde von Bürger, 1959((Bürger, M. 1959. Eine vergleichende Untersuchung über Putzbewegungen bei Lagomorpha und Rodentia. Der zoologische Garten (NF). Band 24. 1958/1959. Seite 434-506)) übernommen und das "Zwinkern" (winking) mit "Blinzeln" übersetzt: //"Weiterhin treten Unterschiede im Bau der Nasen auf, die auch ein verschiedenes Verhalten nach sich ziehen. So zeigen die Lagomorpha sehr deutlich ein sog. "Blinzeln". Die in einer haarlosen Rinne liegenden Nüstern der Kaninchen und Hasen sind nämlich durch Falten des Felles überdeckt. Die Nüstern werden nun mittels dieser Falten abwechselnd entblößt und wieder bedeckt und so entsteht das, was H. MATTHEWS (41) »das Blinzeln der Nase« nennt (Abb. 4). Die Rodentia dagegen haben die Nüstern stets mehr oder weniger offen liegen und damit fehlt ihnen auch dieses »Blinzeln«."// (S. 441)\\ 
  
-Der Geruchssinn dient auch der Nahrungsselektion. Niehaus, 1968((Niehaus, H. 1968. Zur Ernährungsphysiologie des Kaninchens. Arch. Geflügelzucht u. Kleintierkd. 1968, Bd. 17, S. 25-42)) demonstrierte dies, indem er Kaninchen ein Futter mit verdorbenen Komponenten anbot. Die Tiere verschmähten die schlechten Bestandteile. +Der Geruchssinn dient auch der Nahrungsselektion. Niehaus, 1968((Niehaus, H. 1968. Zur Ernährungsphysiologie des Kaninchens. Arch. Geflügelzucht u. Kleintierkd. 1968, Bd. 17, S. 25-42)) demonstrierte dies, indem er Kaninchen ein verdorbenes Futter mit einzelnen, frischen Komponenten anbot. Die Tiere fraßen nur die frischen Bestandteile. 
  
 Wenn Jungtiere den Bau verlassen, bleiben sie zunächst in der Nähe des Eingangs. Mit der Zeit nehmen die Entfernungen zu, aber in bestimmten Abständen wird der Eingang zum Bau immer wieder aufgesucht. Später werden auch neue Wege getestet und die Erreichbarkeit des Baus durch Sprints getestet. In erster Linie prägen sich Kaninchen ihre Fluchtwege durch geruchliche (olfaktorische) Markierungen ein. Entlang der Wege werden markante Punkte wie Erhebungen, Steine und auch Pflanzen mit den Kinndrüsen markiert. Diese bilden gewissermaßen Gassen, welche durch Geruchsmarken erkannt werden. Kaninchen auf der Flucht werden immer die ver-trauten Wege nutzen. Veränderungen im Revier werden sofort registriert und immer vorsichtig erkundet.  Wenn Jungtiere den Bau verlassen, bleiben sie zunächst in der Nähe des Eingangs. Mit der Zeit nehmen die Entfernungen zu, aber in bestimmten Abständen wird der Eingang zum Bau immer wieder aufgesucht. Später werden auch neue Wege getestet und die Erreichbarkeit des Baus durch Sprints getestet. In erster Linie prägen sich Kaninchen ihre Fluchtwege durch geruchliche (olfaktorische) Markierungen ein. Entlang der Wege werden markante Punkte wie Erhebungen, Steine und auch Pflanzen mit den Kinndrüsen markiert. Diese bilden gewissermaßen Gassen, welche durch Geruchsmarken erkannt werden. Kaninchen auf der Flucht werden immer die ver-trauten Wege nutzen. Veränderungen im Revier werden sofort registriert und immer vorsichtig erkundet. 
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 Einige Kotplätze bzw. Latrinen befinden sich an den Reviergrenzen bestehender Gruppen. Sie zeigen fremden Tieren, dass ab dieser Grenze ein Bereich beginnt, der einer Gruppe gehört. Tiere, die zu dieser Gruppe gehören, kennen dagegen den Bereich, in dem sie relativ geschützt vor Angriffen gruppenfremder Tiere sind. Einige Kotplätze bzw. Latrinen befinden sich an den Reviergrenzen bestehender Gruppen. Sie zeigen fremden Tieren, dass ab dieser Grenze ein Bereich beginnt, der einer Gruppe gehört. Tiere, die zu dieser Gruppe gehören, kennen dagegen den Bereich, in dem sie relativ geschützt vor Angriffen gruppenfremder Tiere sind.
  
-Lang2009((LangC. (2009). Klinische und ethologische Untersuchungen zur Haltung wachsender Kaninchen (Doctoral dissertation, Universitätsbibliothek Giessen). https://jlupub.ub.uni-giessen.de/server/api/core/bitstreams/1d37c92d-dd23-40c2-925a-93e0fe0c0d1e/content)) untersuchte die [[verhalten:vergesellschaftung|Vergesellschaftung]] weiblicher Kaninchen in einem "neutralen" Raum mit dem Ergebnis, dass dieser keinen Einfluss auf das antagonistische Verhalten der Tiere hatte.\\ +Graf2010((GrafS. B. (2010). Aspekte des agonistischen Verhaltens weiblicher Zuchtkaninchen in der Gruppenhaltung (Doctoral dissertation, Zugl.: Gießen, Univ., Diss., 2010). https://d-nb.info/100783501x/34)) untersuchte die [[verhalten:vergesellschaftung|Vergesellschaftung]] weiblicher Kaninchen in einem "neutralen" Raum mit dem Ergebnis, dass dieser keinen Einfluss auf das antagonistische Verhalten der Tiere hatte.\\ 
  
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sinne/riechen.1774858328.txt.gz · Zuletzt geändert: von andreas

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