Assoziierte Gene:
Vererbung: (rezessiv)
In den Übersichten von Sawin, 19551)(S. 186-190), Robinson, 19582)(S. 337-339) und Fox, 19943)(S. 12-13) werden die folgenden Defekte im Zusammenhang mit Haarlosigkeit aufgeführt:
Furless (f);
f/f: Beim erwachsenen Tier sind nur die Körperextremitäten normal behaart, die restliche Haut ist übermäßig verhornt, so dass das Haarwachstum gestört ist und sich die Haut leicht entzündet; für gewöhnlich sind betroffene Tiere unfruchtbar.[
4)5)6)]
„
The furless gene has been shown by Hammond to be independent in its inheritance of the a, b, d, e, En, r1, r2, and v genes.“
7) (siehe auch
Kopplungskarten)
Pelt loss (ps-1, ps-2);
ps/ps: Ähnliche Ausprägung wie bei
Furless; Kreuzungen zwischen
F/f und
Ps/ps brachten keine haarlosen Nachkommen hervor.[
8)9)]
Naked (n);
n/n: Ähnliche Ausprägung wie bei
Furless; Haare wachsen vorrangig nur im Bereich der Schnauze, der Ohrspitzen und der Beine, teils ungewöhnlich dünne Haut mit abnorm veränderten Haarfollikeln; bei 2/7
n/n-Tieren traten Fehlstellungen der Schneidezähne auf, und 7/7 verstarben im ersten Lebensmonat.[
10)11)]
Wirehair (Wh); „
The incompletely dominant gene, wirehair, was obtained from Dr. Louise Pearce of the Rockefeller Institute (Fig. 3). Characteristically, it seems to have a relatively large proportion of guard to wool hairs and, at birth, its skin has the same shiny appearance as the furless rabbit, due to tardy hair growth. Whether it is an allele of furless or an entirely independent mutation is still unknown. Hybrids are intermediate with respect to these characteristics.“
12)
Juvenile Hairlessness; Temporäre Haarlosigkeit innerhalb der ersten acht Lebenswochen – überwiegend bei Kurzhaar (Rex), aber auch bei Normalhaar beobachtet.[
13)14)15)] (siehe auch
"waved")
Boucher et al., 199616) beschrieben Phänotypen haarloser Kaninchen unterschiedlicher Abstammung.
Zur Bewertung ihrer Toleranz gegenüber extremen klimatischen Bedingungen – die schließlich Familien mit beschränkten Mitteln zugutekommen könnte – wurde in Texas ein nacktes Mini-Lop-Kaninchen mit einer Weißen Neuseeländer-Häsin verpaart, um anschließend durch F1xF1-Verpaarungen reinerbige Nacktkaninchen zu erhalten.
Von insgesamt 27 „nackten“ F2-Tieren aus dem Jahr 2002 überlebten 22 bis zur Entwöhnung am 28. Lebenstag oder darüber hinaus. Die Beobachtungen aus den Jahren 2001 bis 2004, mit insgesamt 260 Nachkommen, stützten die Annahme, dass ein autosomal rezessiver Vererbungsmodus vorliegt, wobei das Ausmaß der Haarlosigkeit bei den F2-Tieren, wohl aufgrund von Modifikatoren, stark variierte. Nachfolgende Untersuchungen hätten ergeben, dass die nackten Kaninchen sowohl vital und fruchtbar, als auch in der Lage seien, Jungtiere aufzuziehen (Rogers, Lukefahr & Jackson, 200517); Jackson, Rogers & Lukefahr, 200618)).
Rogers, Lupton & Lukefahr, 200619) verglichen Haareigenschaften bei behaarten und „haarlosen“ Kaninchen.
Mögliche Kandidatengene:
Anmerkung: Morphogenese und Zyklus der Haarfollikel sind über verschiedene Signalwege komplex reguliert.
In der europäischen Rassekaninchenzucht stellt Haarlosigkeit
kein Zuchtziel dar.
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