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mineralstoffe

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mineralstoffe [2026/01/23 08:25] – [Mineralstoffgehalte in verschiedenen Futtermitteln] kathrinmineralstoffe [2026/02/12 07:28] (aktuell) – [Calcium (Ca)] kathrin
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 Der Calciumbestand des Körpers wird bei den meisten Säugetieren, wie auch dem Kaninchen, hauptsächlich durch das Zusammenwirken der Hormone „[[wirkstoffe:hormone:parathormon|Parathormon]]“, „[[wirkstoffe:hormone:calcitonin|Calcitonin]]“ und „[[wirkstoffe:hormone:calcitriol|Calcitriol]]“ gesteuert. Einen weiteren Einfluss nehmen die Sexualhormone „[[wirkstoffe:hormone:testosteron|Testosteron]]“ und „[[wirkstoffe:hormone:oestrogene|Östrogen]]“, indem sie die für den Knochenstoffwechsel notwendigen Hormone beeinflussen und selbst aufbauend und erhaltend am Knochen wirken. Ohne sie ist ein kontinuierlicher Aufbau der Knochendichte nicht möglich. Der Calciumbestand des Körpers wird bei den meisten Säugetieren, wie auch dem Kaninchen, hauptsächlich durch das Zusammenwirken der Hormone „[[wirkstoffe:hormone:parathormon|Parathormon]]“, „[[wirkstoffe:hormone:calcitonin|Calcitonin]]“ und „[[wirkstoffe:hormone:calcitriol|Calcitriol]]“ gesteuert. Einen weiteren Einfluss nehmen die Sexualhormone „[[wirkstoffe:hormone:testosteron|Testosteron]]“ und „[[wirkstoffe:hormone:oestrogene|Östrogen]]“, indem sie die für den Knochenstoffwechsel notwendigen Hormone beeinflussen und selbst aufbauend und erhaltend am Knochen wirken. Ohne sie ist ein kontinuierlicher Aufbau der Knochendichte nicht möglich.
  
-In ihrer Arbeit konnte Burger, 2009((Burger, B. 2009. Einfluss des Kalzium- und Phosphorgehaltes des Futters auf die Bildung von Nephrokalzinose und Urolithiasis bei wachsenden Kaninchen. Dissertation. Vetsuisse-Fakultät Universität Zürich.)) bei Kaninchen mit Pellets, die nur Luzerne enthielten, über 25 Wochen das Versuchsziel - [[krankheiten:harnsteine|Urolithiasis]] auszulösen – nicht erreichen. Damit ist das die Bildung von Konkrementen in den ableitenden Harnwegen gemeint. Das Futter enthielt 2,32% Ca und 0,28% P (Ca:P=2,00:0,24).+In ihrer Arbeit konnte Burger, 2009((Burger, B. 2009. Einfluss des Kalzium- und Phosphorgehaltes des Futters auf die Bildung von Nephrokalzinose und Urolithiasis bei wachsenden Kaninchen. Dissertation. Vetsuisse-Fakultät Universität Zürich.)) bei Kaninchen mit Pellets, die nur Luzerne enthielten, über 25 Wochen das Versuchsziel -- [[krankheiten:harnsteine|Urolithiasis]] auszulösen -- nicht erreichen. Damit ist das die Bildung von Konkrementen in den ableitenden Harnwegen gemeint. Das Futter enthielt 2,32% Ca und 0,28% P (Ca:P=2,00:0,24).
  
 ===== Phosphor ===== ===== Phosphor =====
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 Bei „Sand, Quarz (SiO<sub>2</sub>)“ im obigen Bild handelt es sich um Silikate in Form von Kieselsäure, die von Pflanzen über das Wasser aufgenommen werden und ihnen als Gewebestabilisierung und z. B. als Schutz vor Pilzerkrankungen dienen. Sie werden auch als „Phytolithe“ bezeichnet und kommen in größerer Menge vor allem in Gräsern vor. Die Ritzhärte der Phytolithe liegt deutlich über der des Zahnschmelzes und so ist durchaus denkbar, dass der Beitrag der Silikate zum Zahnabrieb eine größere Beachtung verdient, als ihnen in Fachartikeln zukommt. Im Fall von Pferden ist das Problem eines übermäßigen Abriebs der Zähne durch den vorwiegenden Verzehr „harter“ Gräser bekannt – „hart“ auf Grund der gewebestabilisierenden Silikate. Für Kaninchen konnten die positiven Auswirkungen von Phytolithen in Pellets und Heu auf den Zahnabrieb belegt werden((Müller, J., Clauss, M., Codron, D., Schulz, E., Hummel, J., Fortelius, M., Kircher, P., Hatt, J. M. 2014. Growth and wear of incisor and cheek teeth in domestic rabbits (Oryctolagus cuniculus) fed diets of different abrasiveness. Journal of Experimental Zoology Part A: Ecological Genetics and Physiology, 321(5), 283-298.)).  Bei „Sand, Quarz (SiO<sub>2</sub>)“ im obigen Bild handelt es sich um Silikate in Form von Kieselsäure, die von Pflanzen über das Wasser aufgenommen werden und ihnen als Gewebestabilisierung und z. B. als Schutz vor Pilzerkrankungen dienen. Sie werden auch als „Phytolithe“ bezeichnet und kommen in größerer Menge vor allem in Gräsern vor. Die Ritzhärte der Phytolithe liegt deutlich über der des Zahnschmelzes und so ist durchaus denkbar, dass der Beitrag der Silikate zum Zahnabrieb eine größere Beachtung verdient, als ihnen in Fachartikeln zukommt. Im Fall von Pferden ist das Problem eines übermäßigen Abriebs der Zähne durch den vorwiegenden Verzehr „harter“ Gräser bekannt – „hart“ auf Grund der gewebestabilisierenden Silikate. Für Kaninchen konnten die positiven Auswirkungen von Phytolithen in Pellets und Heu auf den Zahnabrieb belegt werden((Müller, J., Clauss, M., Codron, D., Schulz, E., Hummel, J., Fortelius, M., Kircher, P., Hatt, J. M. 2014. Growth and wear of incisor and cheek teeth in domestic rabbits (Oryctolagus cuniculus) fed diets of different abrasiveness. Journal of Experimental Zoology Part A: Ecological Genetics and Physiology, 321(5), 283-298.)). 
  
-Für den Mineralstoffwechsel sind weiterhin verschiedene [[:hormone|Hormone]] essentiell. Typische Erkrankungen auf Grund eines suboptimalen Mineralstoffwechsels sind die Bildung von Blasengries, [[krankheiten:Harnsteine]]sowie [[krankheiten:Zahnfehler]].+Für den Mineralstoffwechsel sind weiterhin verschiedene [[:hormone|Hormone]] essentiell. Typische Erkrankungen auf Grund eines suboptimalen Mineralstoffwechsels sind die Bildung von Blasengries, [[krankheiten:harnsteine|Harnsteinen]] sowie [[krankheiten:Zahnfehler]].
  
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mineralstoffe.1769153127.txt.gz · Zuletzt geändert: von kathrin

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