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verwilderung

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Verwilderung

(Feralisation, Dedomestikation)

Genetische Introgression und Fitness-Effekte

(siehe auch Genetik, Populationsgenetik, Glossar)

Die Hybridisierung von verwilderten und wilden Tieren stellt ein Risiko für das Überleben natürlicher Populationen dar, da sie deren genetische Vielfalt verringern und fehlangepasste Allele in den Genpool einbringen kann („Introgression“, von lat. introgredior, „hineingehen, betreten“) – mit der Folge einer reduzierten Fitness.1)2)

Aber auch eine Introgression neutraler oder vorteilhafter Allele, mit entsprechender Auswirkung auf die Fitness der Hybriden, ist möglich.

Die biologische Invasion in Australien nach dem Import von englischen Wildkaninchen im Jahr 1859 ist ein Beispiel für eine asymmetrische Introgression3) aus einer einheimischen in eine invasive Population.


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1)
Henriksen, R., Gering, E., & Wright, D. (2018). Feralisation—The understudied counterpoint to domestication. Origin and evolution of biodiversity, P. Pontarotti, Ed. (Springer International Publishing, 2018), 183-195.
2)
Gering, E., Incorvaia, D., Henriksen, R., Wright, D., & Getty, T. (2019). Maladaptation in feral and domesticated animals. Evolutionary applications, 12(7), 1274-1286.
3)
Currat, M., Ruedi, M., Petit, R. J., & Excoffier, L. (2008). The hidden side of invasions: massive introgression by local genes. Evolution, 62(8), 1908-1920.
verwilderung.1788153473.txt.gz · Zuletzt geändert: von kathrin

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