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genetik:haarfarbe_vienna_white

Haarfarbe - Vienna White

Assoziiertes Gen:

Chromosom:

Vererbung: monogen


Tabelle: Bekannte Varianten

SymbolVariante/ Mutation(en)Funktion/ MechanismusPhänotypRassen
deutsch (englisch) DNAProtein
X (V) Wildtyp
x (v) Genotyp x/x wirkt wohl epistatisch in einer höheren Ebene des Pigmentierungsprozesses, so dass die Entwicklung, Migration oder Funktion der Melanozyten beeinflusst werden;
mesodermales Pigment vollständig gehemmt1);
keine Tyrosinase-Transkripte in der Haut (nur im Auge)2)
Homozygote (x/x): Fell, Irisstroma und Aderhaut pigmentfrei3) → weißes Fellhaar, blaue Augen;
Heterozygote (X/x): weiße Abzeichen, (partiell) blaue Augen möglich4)5)
x/x: Weiße Wiener (Österreich)6)

Mögliche Kandidatengene:

Geschichte

Um das Jahr 1907 entstand in Österreich das Weiße Wienerkaninchen.9)(S. 114) Als Ausgangstiere dienten wohl hauptsächlich Holländerkaninchen.10)(S. 97-98)

„Neben dem Weißen Wiener gibt es seit etwa 10 Jahren eine zweite Rasse mit blauen Augen, das Sächsische Blauauge oder Sächsische Hermelin.“11)(S. 98, 106)

Zur Vererbung

Die Bezeichnung „x“ wurde 192112) von E. Pap eingeführt und dann auch von anderen Autoren verwendet, wie 1924 von T. Marchlewski; „das Gen x, das ohne Rücksicht auf sonst vorhandene Farbfaktoren die Weiß-Wiener Farbe (mit blauen Augen) hervorruft“.13)(S. 233-234)

„Man kann aber aus den Tabellen III und IV immerhin ersehen, daß zwischen X und B, bezw. G zumindest keine engere Koppelung vorhanden ist.“14)

„I have not been able to obtain as yet the Vienna White variety from Europe“.15)

Phänotypen (Beispiele)

Leuzistisch weiß/ weiß Blauauge (BA) Abb. 1: Zwergfuchskaninchen weiß BA ©KH
Abb. 2: Kleine Wiener weiß BA ©KH

2 3 1486

1) , 3)
Magnussen, K. (1960). Erblicher isolierter Augenalbinismus mit Nystagmus und Kopfpendeln beim Kaninchen im Vergleich mit den entsprechenden Anomalien beim Menschen. Albrecht von Graefes Archiv für Ophthalmologie, 161(5), 502-518.
2) , 6)
Aigner, B., Besenfelder, U., Müller, M., & Brem, G. 2000. Tyrosinase gene variants in different rabbit strains. Mammalian Genome, 11(8).
4) , 12) , 14)
Pap, E. 1921. Über Vererbung von Farbe und Zeichnung bei dem Kaninchen. Zeitschrift für induktive Abstammungs- und Vererbungslehre, 26(3), 185-270.
5)
Castle, W. E. (1924). Some varieties of white rabbits. Journal of Heredity, 15(5), 211-219.
7)
Mort, R. L., Jackson, I. J., & Patton, E. E. (2015). The melanocyte lineage in development and disease. Development, 142(4), 620-632. https://doi.org/10.1242/dev.106567
8)
Flesher, J. L., Paterson‐Coleman, E. K., Vasudeva, P., Ruiz‐Vega, R., Marshall, M., Pearlman, E., … & Ganesan, A. K. (2020). Delineating the role of MITF isoforms in pigmentation and tissue homeostasis. Pigment cell & melanoma research, 33(2), 279-292.
9)
Nachtsheim, H., & Stengel, H. 1977. Vom Wildtier zum Haustier. 3. Auflage. Berlin, Hamburg: Paul Parey. ISBN 3-489- 60636-1.
10)
Mahlich, P. 1919. Unsere Kaninchen - Ein ausführliches Handbuch für alle Züchter und Liebhaber von Kaninchen. Dritte, vermehrte und verbesserte Auflage. Berlin: Fritz Pfenningstorff.
11)
Nachtsheim, H. (1929). Die Entstehung der Kaninchenrassen im Lichte ihrer Genetik. Zeitschrift für Tierzüchtung und Züchtungsbiologie einschließlich Tierernährung, 14(1), 53-109.
13)
Koßwig, C. (1926). Vererbung von Farbe und Zeichnung beim Kaninchen. Zeitschrift für induktive Abstammungs- und Vererbungslehre, 42(1), 227-236.
15)
Castle, W. E. (1922). Genetics of the Vienna white rabbit. Science, 55(1419), 269-270.
genetik/haarfarbe_vienna_white.txt · Zuletzt geändert: von kathrin

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