Benutzer-Werkzeuge

Webseiten-Werkzeuge


genetik:haarfarbe_weites_band

Haarfarbe - Weites Band

Assoziiertes Gen:

Chromosom: vermutlich OCU4

Vererbung: monogen; rezessiv (w)


Symbol: W – normales Band; w – weites Band

Phänotyp:
Beim Genotyp A_G_ (oder achi_G_) sind Unter- und Deckhaar gelb (weiß) gebändert. Eine Mutation, erstmals von Sawin (1932, 1934) beschrieben, führt, auf Kosten der Unterfarbe, zur Verbreiterung dieser Bänderung.1)(S. 253-254)

Typischerweise fehlt bei eisengrauem Fellhaar (Genotyp BEBG_) die Zwischenfarbe des Unterhaars – weitgebändert eisengraue Kaninchen (BEBG_ww) zeigen nach Sawin (1934) jedoch eine normale Bandweite.2)(S. 253-254)

 Abb. 1: Bau und Pigmentierung wildfarbiger Haare nach Bieber (1968), W/W = normale Binden, w/w = breite Binden; aus Lubnow et al., 1969Der Genotyp w/w wirkt sich bereits bei Jungtieren im ersten Lebensjahr, „im ersten Haarkleid“, deutlich auf die Wild-Bandweite aus.3)4) (Abbildung 1)

Mögliche Kandidatengene:
Nach Castle & Sawin, 19415) ist der Genort „Weites Band“ mit ASIP gekoppelt.


1 2 603

1) , 2)
Robinson, R. 1958. Genetic studies of the rabbit. Bibl. Genet. 1958, 17, 229–558.
3)
Lubnow, E., Bieber, H., & Seidel, S. (1969). Die Veränderungen des Haarfarbmusters wildfarbiger Hauskaninchen vom juvenilen bis zum adulten Haarkleid. Bonn, zool. Beitr. Heft 1/3, 20/1969. 22-29.
4)
Bieber, H., Lubnow, E., & Klippel, U. (1970). Vergleich natürlicher und induzierter Haargenerationen am Farbmuster wildfarbener Hauskaninchen. Zeitschrift für Naturforschung B, 25(11), 1287-1293.
5)
Castle, W. E., & Sawin, P. B. 1941. Genetic linkage in the rabbit. Proceedings of the National Academy of Sciences, 27(11), 519-523.
genetik/haarfarbe_weites_band.txt · Zuletzt geändert: von kathrin

Donate Powered by PHP Valid HTML5 Valid CSS Driven by DokuWiki